EU: Totale Internet-Überwachung wurde verhindert

Recht, Politik & EU Die Medienindustrie ist vorerst mit ihrem Versuch gescheitert, über EU-Gesetze eine umfassende Kontrolle des Internet-Verkehrs durchzusetzen. Entsprechende Vorschläge wurden gestern Abend in Ausschüssen des EU-Parlaments gekippt.

Eine Analyse der Politikwissenschaftlerin Monica Horten, die zahlreiche Änderungsanträge für das neue Telekompaket der Europäischen Union untersucht hat, deckte kürzlich den Versuch einer massiven Einflussnahme der Medienbranche über konservative Abgeordnete auf.


Demnach führen zahlreiche, sehr subtile Korrekturen in ihrer Gesamtheit letztlich dazu, dass die Provider zukünftig für die von ihnen weitergeleiteten Inhalte verantwortlich sind. Ihre bisher neutrale Stellung als Datenübermittler ginge dadurch verloren. Sie müssten ihre Kunden hingegen massiv überwachen, um nicht selbst für Urheberrechtsverletzungen o.ä. verantwortlich gemacht zu werden.

In den Ausschüssen Binnenmarkt (IMCO) und Industrie (ITRE) wurde nun statt dessen ein Kompromissvorschlag angenommen, der von Catherine Trautmann aus der sozialistischen Fraktion eingebracht wurde. Dieser beinhaltet allerdings trotzdem eine Bindung der Provider an "gesetzeskonforme Inhalte".

In den Mitgliedsstaaten sollen jeweils Konkretisierungen vorgenommen werden. Ein Beispiel ist die Verpflichtung der Internet-Anbieter in Frankreich, Nutzern die Zugänge zu sperren, wenn diese wiederholt mit Urheberrechtsverletzungen auffällig wurden. Eine Abstimmung im Plenum des EU-Parlaments ist erst nach dem Ende der Sommerpause vorgesehen.
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Schön, aber irgendwann, kriegen sie es doch noch durch.
 
@Vista_vs._XP: Jep Dank unseren Konservativen Politikern ist das kein Problem .
 
Bald wird der Porsche Vorstand verknackt weil jemand mit ihren autos zu schnell gefahren ist
 
@w4nn1: Aber ehrlich, die hätten so viele Möglichkeiten das zu überwachen und zu regeln. Aber im Ernst: Da sieht man, wohin das alles führt. Das die "Medienbranche" Einfluß auf "konservative Abgeordnete" ausübt, wundert doch hier keinen mehr, oder?
 
Das Verknacken der Provider würde zu einer massiven Zensur des Internet führen. Kein Provider würde mehr ungefiltert ungeprüfte Datenpakete transportieren. Bravo, was die Politik sich (noch) nicht zu machen traut, sollte dann so geregelt werden.


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