ICANN öffnet ihr System für Top-Level-Domains
Seit heute läuft die Jahreskonferenz der ICANN, auf der über die Erweiterung abgestimmt werden soll. Paul Twomey, President der Organisation, sieht darin offenbar nur noch einen formellen Akt, nachdem es bei den letzten Weiterentwicklungen immer wieder Gegenwind gab.
"Neben .com, .net und .org werden die 1,3 Milliarden Internet-Nutzer ab Anfang 2009 generische Adressen auf Basis verschiedenster Wörter wie .love, .hate oder .city registrieren können", sagte er gegenüber der französischen Tageszeitung 'Les Echos'. Im letzten Schritt hatte die ICANN vor einigen Jahren einige neue Top-Level-Domains wie .info und .biz eingeführt.
Das besondere in diesem Jahr: Die Konferenz stimmt nicht über die einzelnen Domain-Endungen ab, sondern über ein freies Vergabe-System. Provider können anschließend die Einführung neuer TLDs nach eigenen Wünschen beantragen. Dabei gibt es bisher nur relativ geringe Einschränkungen. So muss die Verwendung der Namen von Orten oder Regionen mit der jeweiligen Lokalverwaltung abgestimmt sein. Die Berliner Firma Dot.Berlin hat beispielsweise bereits Gespräche mit der Senatsverwaltung der Hauptstadt über die Registrierung von .berlin aufgenommen.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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