Schnellster ziviler Supercomputer in Jülich eingeweiht

Hardware In einem feierlichen Festakt wird der derzeit schnellste zivile Supercomputer der Welt heute für die Nutzer freigeschaltet. Gemeinsam geben Ministerpräsident Jürgen Rüttgers und Staatssekretär Thomas Rachel das Startsignal. Der Rechner, genannt JUGENE, leistet rund 167 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde und ist damit auch Europas schnellster Supercomputer. In der aktuellen Weltrangliste, der Top 500, belegt er den zweiten Platz. "Wissenschaft und Wirtschaft brauchen Rechenleistung auf höchstem Niveau - die einen, um Spitzenforschung zu erbringen, und die anderen, um Innovationen zu schaffen", sagt Achim Bachem, Vorstandvorsitzender des Forschungszentrums Jülich.


Angeführt vom Forschungszentrum und vom Gauss Centre haben sich 14 Länder in einer Initiative namens PRACE zusammengeschlossen und erarbeiten derzeit Konzepte für die nächsten europäischen Supercomputer-Generationen.

Computersimulationen sind eine Schlüsseltechnologie für die Wissenschaft und haben sich gleichberechtigt neben theoretischer und experimenteller Forschung etabliert. Der Supercomputer erweist sich als flexibles und leistungsstarkes Werkzeug, wenn es darum geht, komplexe Probleme zu lösen. Forscher aller Fachrichtungen nutzen ihn, um etwa zu klären, wie sich Galaxien formen, wie Halbleiter funktionieren, wie sich Proteine in Zellen falten oder wie sich Tragflächen von Flugzeugen verhalten.

JUGENE ist zurzeit mit der gemessenen Rechenleistung (Rmax) von über 167 Teraflop/s (Billionen Rechenoperationen pro Sekunde) der schnellste Rechner des neuen Typs Blue Gene/P von IBM. In Jülich rechnen mehr als 65 000 Prozessoren, die über ein extrem leistungsfähiges Kommunikationsnetz verbunden sind. Sie sind kompakt und energiesparend in 16 etwa telefonzellengroßen Schränken untergebracht.
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