Forscher bauen Spar-Supercomputer für 4000 Euro

Supercomputer Wissenschaftler der Universität Antwerpen in Belgien haben auf Basis von PC-Hardware in Kombination mit mehreren High-End-Grafikkarten einen kostengünstigen Supercomputer gebaut, der ihnen Berechnungen ermöglicht, für die sonst ein aus mehreren hundert PCs bestehender Cluster notwendig wäre. Der von Dr. Joost Batenburg und seinen Kollegen vom ASTRA-Labor der Uni Antwerpen realisierte Ansatz zeigt, wie leicht sich aktuelle High-End-Grafikkarten zweckentfremden und für Fließkommaberechnungen aller Art nutzen lassen. Die vergleichsweise hohe Leistung ihres "Desktop SuperPC" erreichen die Forscher mit Hilfe von vier Nvidia GeForce 9800GX2 Grafikkarten.

Die auf den Karten verbauten insgesamt 8 Grafikprozessoren erreichen bei Fließkommaberechnungen mehr Leistung als ein Cluster aus mehr als 300 Intel Core 2 Duo Systemen mit 2,4 Gigahertz Taktrate. Dabei sind die Kosten mit knapp 4000 Euro deutlich niedriger und auch der Stromverbrauch fällt im Vergleich sehr gering aus.


Die Forscher nutzen ihren neuen SuperPC zur Berechnung von tomographischen Modellen. Unter anderem werden damit die Scans von Computertomographen zu Hunderten zu einem einzigen dreidimensionalen Modell zusammen gefügt. Sie suchen damit nach Wegen, wie Tomographien schneller dargestellt und ausgewertet werden können.

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