Counterstrike: Gerichtsverhandlung wegen Cheating

PC-Spiele In den letzten Jahren ist der Multiplayer-Part von einigen Spielen immer beliebter geworden - inzwischen werden sogar Wettbewerbe ausgetragen, bei denen der Erstplatzierte mehrere zehntausend Euro erhält. Sogar eine eigene Liga existiert. Das was man aus dem Radsport als Blutdoping kennt, gibt es auch beim so genannten E-Sport. Beim Wallhack etwa wird die Grafik des Spiels so verändert, dass man durch Wände sehen kann, um versteckte Gegner auszumachen. Ebenfalls sehr effektiv ist der so genannte Aimbot. Dieser sorgt dafür, dass das Fadenkreuz immer automatisch auf einem Gegner positioniert wird.

Diese nicht erlaubten Hilfsmittel werden inzwischen mit einer hinreichenden Sicherheit erkannt - wer erwischt wird, darf nicht mehr in der Liga spielen. Die bekannteste Liga ist die Electronic Sports League (ESL), die von der Kölner Firma Turtle Entertainment betrieben wird. Sie überwacht die teilnehmenden Spieler mit dem Anti-Cheat-Tool "Aequitas". Es vergleicht die Dateien des Spielers mit den Originalen und erstellt zudem in unregelmäßigen Abständen Screenshots vom Bildschirm, um evtl. Wallhacks zu erkennen.

In einem aktuellen Fall verließ man sich aber nicht auf das Anti-Cheat-Tool, sondern wertete ein aufgenommenes Spiel manuell aus. Das Counterstrike-Team "coldgame EAS" stand kurz vor dem Aufstieg in die ESL Pro Series, quasi die Bundesliga im E-Sport. Allerdings wurde der 17-jährige Mitspieler "XektoR" für zwei Jahre gesperrt. Begründung: Am 22. November 2007 soll er in einem Spiel gecheatet haben. Ihm wird vorgeworfen, einen Wallhack sowie einen Aimbot eingesetzt zu haben.

Die Sperre basiert auf der manuellen Auswertung der aufgezeichneten Spielszenen - das Anti-Cheat-Tool "Aequites" konnte keinen Betrug feststellen. Die Mitglieder von "coldgame EAS" interpretieren die Spielszenen natürlich ganz anders. Demnach soll "XektoR" durch genaue Team-Absprachen und eine gute Taktik so erfolgreich gewesen sein.

Da man sich mit der ESL nicht einigen konnte, schaltete das Team den Deutschen eSport-Bund (E-SB) ein. Dieser vermittelte einen Anwalt, der beim Amtsgericht Köln eine einstweilige Verfügung gegen die Sperre von "XektoR" beantragte.Würde dem Antrag stattgegeben werden, könnte "coldgame EAS" vorerst in die EPS aufsteigen. Dort geht es um viel Geld - die Preisgelder liegen alle im sechsstelligen Bereich.

Nun muss die Justiz entscheiden, ob die Interpretation von Spielszenen ausreicht, um einen Spieler für lange Zeit zu sperren. Es ist allerdings fraglich, ob die Richter die Argumentation der Parteien nachvollziehen können, denn selbst Freizeit-Spieler sind mit Formulierungen wie "Aimbot-Einsatz bei zwei Headshot-Kills in der Pistol-Round, weil weiter auf die Hitbox geschossen wurde" überfordert.

Würde die Electronic Sports League in diesem Fall verlieren, hätte dies weitreichende Auswirkungen auf die gesamte Spielszene. Viele Spieler, die wegen Demo-Sichtungen gesperrt wurden, könnten den juristischen Weg einschlagen, um gegen die Entscheidungen der Verantwortlichen von der ESL vorzugehen.
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