Sprachkonflikt: Mapuche-Indianer verklagen Microsoft

Windows Die Mapuche-Indianer aus Chile wollen gegen den Software-Hersteller Microsoft klagen, da dieser eine lokalisierte Windows-XP-Version veröffentlicht hat, die in die Stammessprache "Mapuzugun" übersetzt wurde. Der Erfolg dieser Klage ist fraglich, berichtet der Sydney Morning Herald. Die Sprache wird von etwa 400.000 Einwohnern Chiles gesprochen, hauptsächlich im Süden des Landes. Während der Vorstellung der lokalisierten Windows-Version sagte ein Sprecher, dass man den Indianern "ein Fenster öffnen wollte, so dass die Welt die kulturellen Reichtümer dieser Menschen entdecken kann".

Die Führer der Mapuche-Indianer waren davon allerdings gar nicht begeistert und wollen jetzt gegen den US-Konzern klagen. Der Grund: Microsoft hat Windows ohne Erlaubnis in diese Sprache übersetzt. Sie schrieben sogar einen Brief an Bill Gates, in dem sie ihn der "intellektuellen Piraterie" beschuldigen.

Microsoft wollte bisher keine Stellungnahme zu den Beschuldigungen abgegen. Die Mapuche-Indianer sind fest entschlossen, bis zur höchsten Gerichtsinstanz zu gehen, um ihr geistiges Eigentum zu schützen. Die Redmonder bieten Windows auch in verschiedenen anderen Sprachen von amerikanischen Ureinwohnern an.
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