Windows 10: Technik-Overkill soll Ärger über Update-Neustarts mindern

Microsoft könnte jetzt endlich einmal eine Lösung für ein Problem gefunden haben, über das sich Nutzer seit vielen Jahren beklagen: Es kommt immer wieder vor, dass das System zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt Updates installieren will. Statt die ganze Sache durch eine bessere Kommunikation mit dem Anwender zu lösen, setzt Redmond jetzt auf einen Technologie-Overkill.
Ki, Künstliche Intelligenz, Gehirn, Kopf, Denken
Saad Faruque (CC BY-SA 2.0)
Im offiziellen Beitrag zu den jüngsten Neuerungen in den Windows 10-Previews, die jetzt an Tester verteilt werden, heißt es, man habe die Neustart-Automatik auf ein neues Modell umgestellt, das lernfähig und proaktiv sei. Das System soll dadurch nun selbstständig erkennen können, wann der beste Zeitpunkt für einen Neustart nach der Installation von Aktualisierungen gekommen ist.

Das bedeutet letztlich, dass man bei Microsoft eine eigenes KI-System entwickelt und trainiert hat, dessen einzige Aufgabe es ist, herauszufinden, wann ein Neustart den Anwender am wenigsten stört. Es soll nicht nur erkennen, ob der Rechner gerade genutzt wird, sondern auch eine Prognose treffen können, ob der User gerade nur kurz einen Kaffee holt oder ob er länger abwesend ist, so dass Zeit für einen Neustart wäre.

Natürlich mit Cloud-Anbindung

Den Angaben zufolge habe man bereits intern seit einiger Zeit Tests mit dem System durchgeführt und dabei sehr vielversprechende Ergebnisse erhalten. Durch den Aufbau des neuen Mechanismus', der natürlich mit Microsofts Cloud-Infrastruktur in Verbindung steht, könne man außerdem sehr kurzfristige Änderungen vornehmen, wenn sich herausstellt, dass noch mehr Feintuning nötig ist.

Bei der Neuerung scheint es sich um ein glänzendes Beispiel dafür zu handeln, dass eigentlich recht triviale Probleme gelöst werden sollen, indem man immer mehr Technologie draufpackt und sie so letztlich immer komplexer werden lässt. Das kann dann zu ganz neuen Problemen führen. Vielleicht wäre es letztlich viel einfacher gewesen, sich ein Verfahren zu überlegen, mit dem man mit dem User gemeinsam entscheidet, wann ein guter Zeitpunkt für die Installation von Updates ist. Das würde auch ein Stück weit das zunehmende Befremden mancher Nutzer verringern, die sich immer weniger als Herr über die eigene Technik sehen.

Siehe auch: Windows 10 - Jetzt gibt es umfangreiche Previews für die nächsten Major Updates
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