Projekt LibreBike ruft zum "Hack" herrenloser Leihfahrräder auf

Sharing, Fahrrad, rad, obike Bildquelle: Alexas_Fotos/CC0
Seit einer Weile überschwemmen die Leihfahrräder asiatischer Startups deutsche Großstädte. Diese sind per App freischaltbar und ermöglichen es, sich das nächstbeste herumstehende Rad zu schnappen, die Bikes können per GPS und über das Internet geortet und gebucht werden.
Obike
Doch nun ist mit Obike, einem Unternehmen aus Singapur, der erste derartige Anbieter insolvent, die Leihräder sind dadurch zu Fahrradleichen geworden. In München, wo das Unternehmen als erstes an den Start gegangen ist, soll es rund 3000 Obikes geben, für diese fühlt sich aber niemand mehr zuständig. Auch in Berlin gibt es mehrere hundert Obikes. Gegenüber dem Tagesspiegel sagte ein Sprecher der Senatsverkehrsverwaltung: "Der letzte Kontakt war im April, aber wir haben es seitdem auch nicht mehr versucht".

Kaution weg

Für Kunden von Obike sind das auch aus einem anderen Grund schlechte Nachrichten, denn sie sind nun ihre Kaution von 79 Euro aller Wahrscheinlichkeit nach endgültig los. Für die Städte bedeutet das, dass diese Räder nun wohl länger herumstehen werden, da eine Entsorgung Kosten verursachen würde.

Ein Projekt namens LibreBike will die Obikes nun per "Hack" befreien (via Kraftfuttermischwerk). Dort schreibt man: "In letzter Zeit hat eine Welle von gelben Fahrrädern aus China die Städte dieses Planeten überrollt, und mit ihr erobern diese klapprigen Stahlkonstruktionen die Welt. Aber was machen diese Räder eigentlich? Sind sie hier, um die Mobilität der urbanen Bevölkerungen zu verbessern, oder uns auf jedem Schritt zu überwachen? Werden sie lange Zeit genutzt und regelmäßig repariert werden, oder beim ersten Gebrechen weggeschmissen? Brauchen wir privatisiertes Bikesharing in unseren Städten überhaupt?" Obike

"Befreiung"

Das Projekt hat eine simple, wenngleich wohl nicht ganz legale Lösung und stellt sich die Frage(n): "Was, wenn du nicht fürs Benutzen von Fahrrädern zahlen müsstest? Wenn Fahrräder einfach ein öffentliches Gut wären, dafür da um von allen benutzt zu werden? In nur fünf einfachen Schritten wird jedes Obike zu einem LibreBike - einem Fahrrad für alle.

LibreBike hat nämlich eine Anleitung veröffentlicht, wie man die herrenlosen Obikes "befreien" kann. Diese Art des Hackens kann man in diesem Fall wortwörtlich mit Knacken übersetzen, denn für eine derartige "Befreiung" benötigt man einen Schraubendreher, einen Bohrer oder Lötkolben und ein Essstäbchen. Damit wird das Obike aufgebrochen und dauerhaft zur kostenlosen Nutzung zurückgelassen.

Für den Nächsten zurücklassen

Die Legalität von LibreBike ist sicherlich zu hinterfragen, moralisch wird der eine oder andere das Projekt aber durchaus gutheißen. Die Macher selbst betonen, dass man keinen Diebstahl unterstütze: "LibreBikes sind dafür da, mit allen geteilt zu werden. Nachdem du dir ein LibreBike ausborgst, dann bitte: Verschließ' es nicht, zerstör' es nicht und bring' das Fahrrad nicht außer Reichweite von anderen! Lass es einfach an einer sicheren Stelle im öffentlichen Raum stehen, damit die nächste Person es benutzen kann." Sharing, Fahrrad, rad, obike Sharing, Fahrrad, rad, obike Alexas_Fotos/CC0
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