Samsung unter Druck: Einfach nur gut sein reicht für Marktführer nicht

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Das Vertrauen in den südkoreanischen Elektronik-Giganten Samsung Electronics schwindet zusehends. Das starke Halbleitergeschäft verdeckt aktuell zwar die zunehmenden Probleme in anderen Bereichen, doch es gibt keine Garantie dafür, dass dies ewig so bleibt. Im Geschäft mit Produkten wie Smartphones stellt sich das Unternehmen hingegen zunehmend als zu unflexibel dar. Unter Branchenbeobachtern mehren sich die skeptischen Stimmen. Es ist nun keineswegs so, dass ein plötzlicher Einbruch beim Geschäft mit Smartphones zu beobachten wäre - allerdings sind die Ansprüche an einen Marktführer eben auch andere. "Samsung muss etwas zeigen, das das Paradigma ändert", erklärte Park Jung-hoon, Manager eines großen Investmentfonds, zu dem auch Samsung-Anteile gehören, laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters.

Das passiert aber im Grunde nicht oder zumindest nicht im ausreichenden Maße. Die meisten Technologien und Ideen werden im Grunde parallel auch von den Konkurrenten aus China zum Einsatz gebracht, die dann auch noch günstigere Preise haben. Insofern ist es für die Branchenbeobachter auch nicht verwunderlich, dass Samsung auf dem großen chinesischen Markt gerade einmal auf einen Anteil von 1,3 Prozent kommt.


Chips können stark schwanken

Und die chinesischen Anbieter streben in immer stärkerem Maße auf den Weltmarkt, wo dann die gleichen Mechanismen greifen. Entsprechend gering sind die mittel- bis längerfristigen Erwartungen, die in Samsungs Smartphone-Geschäft gesteckt werden. Und auch schon aktuell gehen die Analysten von nicht gerade überragenden Ergebnissen aus - insbesondere was die Ergebnisse der aktuellen Galaxy S9-Reihe betrifft.

In der Gesamtbetrachtung macht das aktuell noch wenig aus. Denn das Chip-Geschäft des Konzerns boomt und sorgt zum überwiegenden Teil dafür, dass Samsung Electronics Milliarden-Gewinne einfährt. Doch der Halbleiter-Markt hat schon in der Vergangenheit mehrfach bewiesen, dass er ziemlich launisch sein kann. Samsung wäre daher wohl gut damit beraten, die Zukunft nicht komplett auf diesem aufzubauen.

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