Windows 10: Offizielle Workarounds für aktuelle Patch-Probleme
Nach dem Patch-Day von dieser Woche haben Microsofts Firmenkunden und Administratoren eine unschöne Überraschung erleben müssen, denn ein Fehler führte dazu, dass sich die Maschinen nicht starten ließen, weil sie in einem Bootloop steckten. Verantwortlich war dafür vermutlich eine zeitgleiche Veröffentlichung von kumulativem und Delta-Patch.
KB4041676 tritt bei Windows 10 Version 1703 auf, KB4041691 ist für Probleme bei Windows 10 Version 1607 und Windows Server 2016 verantwortlich. Betroffen sind laut Microsoft aber ausschließlich Geräte, die per Windows Server Update Services (WSUS) oder System Center Configuration Manager (SCCM) gemanagt werden. Endkunden, die Patches direkt von Windows Update oder Windows Update for Business beziehen sind hingegen nicht betroffen.
Das erwähnte Veröffentlichungsproblem ist nach Angaben des Konzerns bereits korrigiert worden, allen Kunden wird deshalb empfohlen, mit der Installation der Patches nicht zu warten. Allzu viele Details, oder was tatsächlich schiefgelaufen ist, verriet das Unternehmen nicht. Experten und Admins haben aber recht schnell diagnostiziert, dass sich hier zwei Update-Kanäle (kumulativ und Delta) "vermischt" haben, die das nicht sollen bzw. dürfen.
Szenario 1: Administratoren, die Delta-Versionen von KB4041676 oder KB4041691 vor dem 11. Oktober 01:00 synchronisiert haben und diese noch im Cache haben, sollten einen Re-Scan durchführen.
Szenario 2: Admins, die die Patches bereits heruntergeladen und auf den Weg gebracht, aber noch keinen Neustart zur Installation durchgeführt haben, sollten die wartenden Updates über die Eingabeaufforderung des jeweiligen Geräts entfernen mit den folgenden Kommandos:
Szenario 3: Bei allen Geräten, die beim Booten festhängen, sollte folgendermaßen vorgegangen werden:
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"Publishing-Problem"
Das hat Microsoft nun indirekt bestätigt, denn das Redmonder Unternehmen hat sich zu diesem bei KB4041676 und KB4041691 auftretenden Problem nun offiziell geäußert. In einem Support-Beitrag schreibt man nämlich, dass man über dieses "Publishing-Problem" des monatlichen Sicherheitsupdates von 10. Oktober 2017 Bescheid wisse.KB4041676 tritt bei Windows 10 Version 1703 auf, KB4041691 ist für Probleme bei Windows 10 Version 1607 und Windows Server 2016 verantwortlich. Betroffen sind laut Microsoft aber ausschließlich Geräte, die per Windows Server Update Services (WSUS) oder System Center Configuration Manager (SCCM) gemanagt werden. Endkunden, die Patches direkt von Windows Update oder Windows Update for Business beziehen sind hingegen nicht betroffen.
Das erwähnte Veröffentlichungsproblem ist nach Angaben des Konzerns bereits korrigiert worden, allen Kunden wird deshalb empfohlen, mit der Installation der Patches nicht zu warten. Allzu viele Details, oder was tatsächlich schiefgelaufen ist, verriet das Unternehmen nicht. Experten und Admins haben aber recht schnell diagnostiziert, dass sich hier zwei Update-Kanäle (kumulativ und Delta) "vermischt" haben, die das nicht sollen bzw. dürfen.
Das Unternehmen listet im Support Eintrag drei Szenarien auf:
Szenario 1: Administratoren, die Delta-Versionen von KB4041676 oder KB4041691 vor dem 11. Oktober 01:00 synchronisiert haben und diese noch im Cache haben, sollten einen Re-Scan durchführen.
Szenario 2: Admins, die die Patches bereits heruntergeladen und auf den Weg gebracht, aber noch keinen Neustart zur Installation durchgeführt haben, sollten die wartenden Updates über die Eingabeaufforderung des jeweiligen Geräts entfernen mit den folgenden Kommandos:
- @echo off
- REM Stop all update related services
- net stop usosvc
- net stop wuauserv
- net stop trustedinstaller
- REM Delete pending.xml if it exists
- takeown /f %windir%\winsxs\pending.xml >NUL 2>&1
- icacls %windir%\winsxs\pending.xml /grant Everyone:F >NUL 2>&1
- del %windir%\winsxs\pending.xml >NUL 2>&1
- REM Modify the components hive
- reg unload HKLM\Components >NUL 2>&1
- reg load HKLM\ComponentsHive %windir%\system32\config\COMPONENTS
- reg delete /f HKLM\ComponentsHive /v PendingXmlIdentifier >NUL 2>&1
- reg delete /f HKLM\ComponentsHive /v PoqexecFailure >NUL 2>&1
- reg delete /f HKLM\ComponentsHive /v ExecutionState >NUL 2>&1
- reg delete /f HKLM\ComponentsHive /v RepairTransactionPended >NUL 2>&1
- reg delete /f HKLM\ComponentsHive /v AIFailureInformation >NUL 2>&1
- reg delete /f HKLM\ComponentsHive\Installers\RegKeySDTable /v Install >NUL 2>&1
- reg delete /f HKLM\ComponentsHive\Installers\RegKeySDTable /v Uninstall >NUL 2>&1
- reg delete /f HKLM\ComponentsHive\Installers\RegKeySDTable /v Uninstall >NUL 2>&1
- reg unload HKLM\ComponentsHive
- REM Stop Poqexec from running
- reg delete /f HKLM\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\SideBySide\Configuration /v DontRunPoqexecInSmss >NUL 2>&1
- reg delete /f HKLM\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\SideBySide\Configuration /v PoqexecCmdline >NUL 2>&1
- reg delete /f "HKLM\System\CurrentControlSet\Control\Session Manager" /v SETUPEXECUTE >NUL 2>&1
- REG ADD "HKLM\System\CurrentControlSet\Control\Session Manager" /v SETUPEXECUTE /t REG_MULTI_SZ /d \0 /f
- dism /online /remove-package /PackageName:Package_for_RollupFix_Wrapper~31bf3856ad364e35~amd64~~15063.674.1.8 /norestart >NUL 2>&1
- dism /online /remove-package /PackageName:Package_for_RollupFix_Wrapper~31bf3856ad364e35~x86~~15063.674.1.8 /norestart >NUL 2>&1
- dism /online /remove-package /PackageName:Package_for_RollupFix_Wrapper~31bf3856ad364e35~amd64~~14393.1770.1.6 /norestart >NUL 2>&1
- dism /online /remove-package /PackageName:Package_for_RollupFix_Wrapper~31bf3856ad364e35~x86~~14393.1770.1.6 /norestart >NUL 2>&1
- Gerät an den Strom hängen und einschalten
- Wenn das Gerät nicht bootet, versucht Windows in die Windows-Wiederherstellungsumgebung zu gehen. Dort sollte man bei der automatischen Reparatur auf erweiterte Einstellungen gehen.
- "Problembehandlung", erweiterte Einstellungen und System-Wiederherstellung wählen. Sollte es dort einen Wiederherstellungszeitpunkt vor KB4041676 oder KB4041691 geben, dann sollte man diesen Schritt durchführen, andernfalls geht man zum nächsten Punkt.
- Problembehandlung, erweiterte Einstellungen und Eingabeaufforderung wählen, eventuell wird man hier nach einem BitLocker Recovery Key oder lokalem Passwort gefragt.
- Nach dem Start der Eingabeaufforderung sollte das folgende Kommando eingegeben werden, um zur Registry zu gelangen:
reg load hklm\temp <drive letter for windows directory>\windows\system32\config\software
Beispiel: reg load hklm\temp c:\windows\system32\config\software - Um den SessionsPending-Registry-Key zu löschen (falls vorhanden), folgendes Kommando durchführen:
reg delete "HKLM\temp\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Component Based Servicing\SessionsPending" /v Exclusive - Registry beenden: reg unload HKLM\temp
- Alle wartenden Updates auflisten:
dism.exe /image:<drive letter for windows directory> /Get-Packages
Beispiel: dism.exe /image:c:\ /Get-Packages - Für jedes einzelne Paket mit "State = Install Pending" folgendes Kommando durchführen.
dism.exe /image:<drive letter for windows directory> /remove-package /packagename:<package name>
Beispiel: dism.exe /image:c:\ /remove-package /packagename:Package_for_RollupFix_Wrapper~31bf3856ad365e35~amd64~~15063.674.1.8
dism.exe /image:c:\ /remove-package /packagename:Package_for_RollupFix~31bf3856ad365e35~amd64~~15063.674.1.8 - Eingabeaufforderung beenden und Windows-Wiederherstellungsumgebung verlassen.
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