Royole Flexpai: Erstes Smartphone mit faltbarem Display im Hands-On

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Der chinesische Hersteller Royole, eigentlich hauptsächlich als Zulieferer tätig, hat mit dem Royole Flexpai schon im Oktober das nach eigenen Angaben erste Smartphone mit einem biegsamen, faltbaren Display vorgestellt. Auf der CES 2019 konnten wir das Gerät nun erstmals selbst näher unter die Lupe nehmen. Über Sinn und Unsinn eines solchen Formfaktors lässt sich natürlich vortrefflich diskutieren, es zeichnen sich aber durchaus einige nützliche Szenarien ab.
Royole FlexpaiDas Royole Flexpai: Royole FlexpaiEinerseits Tablet ... Royole Flexpai... andererseits Smartphone
Das Royole Flexpai ist mit einem 7,8 Zoll großen OLED-Bildschirm ausgerüstet, der auf einem flexiblen Kunststoffsubstrat basiert, so dass er bis zu 200.000 Mal gebogen werden kann. Royole selbst errechnet daraus eine durchschnittliche Lebensdauer von rund sechs Jahren, so dass zu hoffen ist, dass das Panel tatsächlich den Einsatz im Alltag der Nutzer überstehen kann. Auffällig ist, dass hier kein Cover-Glas verwendet wird, sodass sich die Bildschirmoberfläche zumindest bei dem uns gezeigten Prototypen, der vom Unternehmenschef selbst seit Monaten täglich genutzt wird, leicht wellig zeigte.

Flexibles Display ist erstaunlich widerstandsfähig

Was die Widerstandsfähigkeit des Bildschirms betrifft, konnte man aber anhand des Prototypen dennoch einige Schlüsse ziehen: So war das auf der Rückseite der Faltstelle des Geräts angebrachte Gummimaterial bereits leicht eingerissen vom monatelangen Gebrauch und ständigen Vorführungen des Faltvorgangs. Der Bildschirm selbst befand sich hingegen in einem tadellosen Zustand. Der Nutzen des flexiblen Displays besteht laut dem Hersteller vor allem darin, dass man das Gerät bei Bedarf zum großflächigen Medienkonsum nutzen kann, dann aber mit einem einfachen Zusammenklappen wieder zum normalen Smartphone-Einsatz wechseln kann.

Technisch befindet sich das Royole Flexpai, das ab Dezember in Form der finalen Version für rund 1300 Dollar vertrieben werden soll, durchaus auf dem neuesten Stand. Unter der Haube steckt hier nämlich der erst Anfang Dezember 2018 vorgestellte Qualcomm Snapdragon 855 Octacore-SoC, der zusammen mit sechs Gigabyte Arbeitsspeicher und 128 GB internem Flash-Speicher verbaut werden soll. Weil das Display faltbar ist, verzichtet Royole auf Kameras auf der Rückseite, sondern lässt den Anwender eine Dualcam-Einheit auf der Front verwenden.

Royole FlexpaiRoyole FlexpaiRoyole FlexpaiRoyole FlexpaiRoyole FlexpaiRoyole Flexpai
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Bis das Royole Flexpai wirklich breiter verfügbar sein wird, dürften andere, deutlich größere Hersteller wie etwa Samsung und LG mit vergleichbaren Produkten bereitstehen und wohl schon längst in den Markt gestartet sein. Aktuell ist das Flexpai somit wohl vor allem eine Technologie-Demo - und eine recht beeindruckende noch dazu.

Technische Daten zum Royole FlexPai 1201D
Betriebssystem Water OS
CPU Qualcomm Octa-Core CPU SM8150 (Snapdragon 855) 2.8GHz
Bildschirm 7,8 Zoll, AMOLED, 1920 x 1440 Pixel, 308 ppi
Speicher RAM 6 oder 8 GB, ROM 128, 256 oder 512 GB
Kamera Dual-Cam, 16 + 20 MP
Konnektivität WLAN, Bluetooth, GPS, GPS-A, Beidou, 2G, 3G, 4G (inkl. Band 20)
Besonderheiten Faltbar, Split Screen Multi-Screen Interaktion, USB Typ C, Fingerabdruckleser (seitlich), 3D Sound-Effekte
Abmessungen 134 x 190.35 x 7.6 mm
Gewicht 320g
SIM-Support Double SIM, 2 x Nano
Akku-Kapazität 3800 mAh, 5A-Schnellladung

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Sobald der Formfaktor das Niveau der aktuellen Geräte erreicht hat scheint das ja fast sowas wie eine logische Schlussfolgerung zu sein. Mit gut abgestimmter Software sieht man hier vielleicht fast sowas wie den neuen Standard bei Smartphones?
 
also wenn man für flexible displays einen ca 1cm breiten rand mit anderer helligkeit in kauf nehmen muss, dann nein danke! der faltübergang ist mal auch megahässlich!
 
@Warhead: ich glaube der Ansatz ist gut, aber die Ausführung leider schrecklich. Das Ding scheint wohl eher eine Machbarkeitsstudie zu sein. Ich fände es viel schöner, wenn das Display nach innen gefaltet werden könnte. Das würde auch mehr Schutz bieten. Und auf einer der 2 Rückseiten hätte ich zusätzlich ein kleines Display verbaut, um Anrufe und Nachrichten abzurufen.
 
@TobiasH: "Ich fände es viel schöner, wenn das Display nach innen gefaltet werden könnte"

Die wahrscheinlich auch, doch bräuchte es dazu einen wesentlich geringeren Biegeradius, was technisch vermutlich (noch) nicht möglich war.
Zumindest nicht langfristig haltbar.
 
@_DAGEGEN_: wie soll denn dann der normale smartphone-modus funktionieren? Beim biegen nach außen hat man ja noch die Wahl zwischen normalen Bildschirm und groß.
 
@Warhead: es wird mit den Jahren besser - wie bei allem anderen auch.
 
Hmm Smartphones werden von Jahr zu Jahr dünner und haben weniger Rand, und jetzt hauen die so einen oschi raus, wer das wohl käuft?
 
@TobiasH: Das käuft geschätzt niemand, da es sich um einen Prototypen handelt, der sicher in dieser Form nicht in den Handel gelangen wird.
 
@DON666: Ich hätte lieber diesen "Oschi" weiterentwickelt bzw perfektioniert, als ein ein weiteres Gerät mit noch schmaleren Rändern und noch dünner, wovon ich im Endeffekt eh keinen Mehrnutzen habe
 
"Das Royole Flexpai ist mit einem 7,8 Zoll großen OLED-Bildschirm ausgerüstet, der auf einem flexiblen Kunststoffsubstrat basiert, so dass er bis zu 200.000 Mal gebogen werden kann." Man kann es sicher auch künstlich auf 33.000 also ein Jahr begrenzen?
 
@happy_dogshit: frag halt mal bei deinem Lieblingshersteller nach, ob er nicht extra für dich sowas herstellen mag.
 
Ansatz gut und es zeigt, was auf uns zukommen wird. Ausführung miserabel...aber ist ja auch nur ein Prototyp, welcher das zeigt, worauf es ankommt, nämlich das bieg-/faltbare Display. Da werden in naher Zukunft sicher noch wesentlich elegantere Lösungen kommen und Apple wird der "Erfinder" sein...wie immer also... ;-)
 
@tommy1977: zu allererst mal dürfte das die zur Zeit technisch max machbare Kombi aus minimalstem Biegeradius und dennoch Langlebigkeit sein.
 
Noch unbrauchbar, das sieht in 3 Jahren anders aus.
 
@AndreB1: Bis dahin könnte aber auch schon ein anderer mit besserer Umsetzung/Technik das erste faltbare Smartphone für Endkunden liefern.
 
@PakebuschR: ich hoffe es ^^
 
Cool, aber is mir zu groß. Ich wünsch mir ein faltbares Mate 20 oder vergleichbares.
Es bringt nix wenn es zugeklappt wieder so groß ist wie die heutigen unhandlichen Dinger.
 
@crashpat: Die größe würde für mich schon passen nur dann mit Windows 10 drauf als Hosentaschen PC aber da wird in Zukunft noch einiges kommen, auch kleineres.
 
Das iPad Pro kann das jetzt schon in Serie ;-)
 
Jemand sollte dem Entwickler mal den Unterschied zwischen biegbar und faltbar erklären.
 
@SuperSour: Du selber kannst das nicht, musst jemanden vorschicken?
 
Ist das ding hässlich !!
 
@adas: Fullack! Das sieht nach Plastikfantastik aus, wie aus dem Kaugummiautomaten gezogen. Für 50€ ok. Aber alles was mehr kostet -> Reinfall!
 
@der_heinzy: Die richtige Bezeichnung für obiges Gerät dürfte nicht dein Plastikfantastik sein sondern das hier: Machbarkeitsstudie.
Wie der Newstext beschreibt, geht die Chance, das jemals gekauft kriegen zu können, gen null.
Also kannst du mit deinem 50 Euro Schein so stark rumwedeln wie du willst, selbst wenn du nen 500er stattdessen nehmen würdest, wird das absehbar nichts dran ändern, das du kein Gerät verkauft kriegen wirst / kein Verkäufer nach deinem Geld greifen wird.
 
Hoffe "normale" Smartphones bleiben uns erhalten, ich will kein knickbares Display.
 
@Andre Passut: So wie das Notebook den PC und wie das 2in1 das Notebook vom Markt verdränkt hat wird das auch beim Smartphone geschehen. :)
 
@PakebuschR: Also ich persönlich habe noch nie ein Notebook besessen und da ich Zocke und auf den Preis achten muss trotzdem, ist ein Notebook nicht drin weil man da mit aufrüsten extrem beschränkt ist. Habe schon immer meinen PC selber zusammengebastelt und dass wird sich auch in naher zukunft nicht ändern. Und träum nicht, in naher zukunft werden normale Smartphones nicht verschwinden, zumal ich auch nicht gewillt bin einen Vertrag zu machen und diese horrenden Preise wie die Dinger kosten ist bei mir nicht drin.
 
@Andre Passut: Gut das du mir zustimmst :)
 
Endlich mal was ohne Android! Alleine aus dem Grund sollte man es schon kaufen.
Bin gespannt wie dann die biegbare Panzerschutzfolie aussieht :-)
 
@bebe1231: Uninteressant solange man seine Käufe nicht übertragen kann, zumal ich schon zu sehr Android gewöhnt bin und gar nichts anderes mehr will.
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