Royole Flexpai: Irres Smartphone-Tablet mit faltbarem 7,8"-Display

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Samsung und LG haben es noch vor sich, doch ein kleiner chinesischer Hersteller macht es ihnen vor: Die Vorstellung eines Smartphone-ähnlichen Geräts mit faltbarem Display. Mit dem Royole Flexpai soll zumindest in China ein solches Gerät angeboten werden, das allerdings noch wenig ausgereift wirkt.

Luftnummer oder tatsächlich beeindruckende Hardware?

Royole ist eigentlich als Spezialist für flexible Displays bekannt und verkauft bisher vor allem VR-Headsets mit gebogenen Bildschirmen. Jetzt will man auch bei Smartphones mitmischen und dabei mit dem "Flexpai" eine Reihe von Innovationen umsetzen. Das Gerät besitzt ein stattliches 7,8 Zoll großes Display, das entlang eines am Rand angebrachten Scharniers asymmetrisch gefaltet werden kann. Royole FlexpaiMal so, mal so: das Royole Flexpai soll das erste Gerät mit faltbarem Display sein Um eine zu starke Faltung des Displays zu vermeiden, wird der Biegeradius durch die ober- und unterhalb des eigentlichen Bildschirms in das Gehäuse integrierten Scharnierelemente recht groß gehalten, so dass das Gerät in zusammengeklapptem Zustand ein recht klobiges Konstrukt ist. Der Bildschirm nutzt ein Kunststoffsubstrat anstelle der bei OLED- und LCD-Panels bisher üblichen Materialien.

Inhalte in diversen Formaten darstellbar

Die Auflösung des flexiblen Displays gibt der Hersteller mit 1920 x 1440 Pixeln an, wobei das Gerät so gestaltet ist, dass der Nutzer Inhalte in den Formaten 4:3, 18:9 und 16:9 anzeigen lassen kann. Auf ersten Bildern und in Videos von dem chinesischen Launch-Event des Royole Flexpai ist allerdings zu sehen, dass die Oberfläche des faltbaren Panels noch recht wellig ist. Immerhin soll der Bildschirm stabil genug sein, um mehr als 200.000 Faltvorgänge unbeschadet zu überstehen. Royole FlexpaiRoyole Flexpai Mit nur 320 Gramm Gewicht soll das flexible Panel trotz der Diagonale von 7,8 Zoll zudem ziemlich leicht ausfallen. Der große Vorteil besteht hier nicht unbedingt in der Biegsamkeit, sondern vielmehr in der Flexibilität des Materials, wodurch Brüche praktisch ausgeschlossen werden können. In Sachen Farbqualität und Kontrast soll der flexible Bildschirm aktuellen Displays anderer Art in Nichts nachstehen.

Auch zur weiteren Ausstattung des Geräts machte Royole bisher nur wenig genaue Angaben. So soll das Flexpai angeblich einen neuen Octacore-SoC von Qualcomm nutzen, der im 7-Nanometer-Maßstab gefertigt wird. Dabei dürfte es sich um den kommenden Qualcomm Snapdragon 8150 handeln, der laut unseren früheren Berichten ab Dezember die Nachfolge des aktuellen Top-Prozessors Snapdragon 845 antreten soll.

Royole verbaut außerdem zwei Kameras auf der Front des Geräts, während die Rückseite vollkommen frei von jedweden Komponenten bleibt. Die Hauptkamera nutzt einen 16-Megapixel-Sensor, während die Zweitkamera eine Teleoptik mitbringt und mit einem 20-Megapixel-Sensor arbeitet. Die Blendengröße der Hauptkamera wird mit f/1.8 angegeben. Der Akku des Royole Flexpai fällt mit 3800mAh relativ groß aus. Als Betriebssystem läuft eine angepasste Android-Variante namens "Water OS".

Der Arbeitsspeicher soll je nach Modell sechs oder acht Gigabyte groß sein, während man den internen Speicher mit 128, 256 oder 512 Gigabyte Kapazität anbieten will. Ob auch ein MicroSD-Kartenslot vorhanden ist, blieb zunächst offen. Preislich wird das Royole Flexpai keineswegs günstig sein, soll es doch schon in der Basisversion knapp 9000 Yuan kosten, was umgerechnet fast 1140 Euro entspricht. Das Topmodell mit maximaler Speicherausstattung soll sogar für knapp 1650 Euro zu haben sein.
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Auf so etwas warte ich, nur eben mit Windows als kleinen Hosentaschen-PC. schön wäre wenn man den Spalt im zusammengefaltenen Zustand weg bekommt aber damit könnte ich leben.

Edit: das Display liegt leider immer außen, so daher eher nichts für mich, nach MS Patenten arbeitet man da aber an ausgereifteren Lösungen.
 
1650€ niemals !!!
 
@DerZero: Mal davon abgesehen, das bekanntlich die Wunschvorstellung des Hersteller selten der Straßenpreis ist..: Wärst du denn in Gefahr, das dir jemand ne Pistole unter die Nase hällt und den Befehl erteilt: los, kaufen ! ? Ich glaub mah eher nich so .. ;-)
 
@DerZero: Dann eben die Basisversion für "fast 1140 Euro" - legt manch einer schon für ein herkömmliches Smartphone hin. Den Preis fände ich schon angemessen (wenn es denn ab Release so wie im Werbevideo funktionierten sollte) aber mit Android wäre der Nutzen für mich zu eingeschränkt. Das aussen liegende Display macht mir aber Sorgen, da muss man wohl schon sehr sorgsam mit umgehen.
 
Nicht schlecht - aber leider nicht perfekt.
Die Faltung des Displays ergibt entlang der Falz einen Hohlraum. Ich höre jetzt schon die Reklamationen, weil das irgendjemand in eine Tasche steckt, sich draufsetzt und genau an der Falz das Teil zerbricht.
Wenn beide Flächen nicht plan aufeinander liegen, gibts früher oder später Ärger. Wetten?
 
@PiaggioX8: Beim Surface Book hats auch geklappt/keinen Ärger gegeben, das man sich da nicht draufsetzt, sollte einem normal denkenden Menschen bewusst sein.
 
@PakebuschR: Ein Surface Book kann ich mir auch nicht in die Hosentasche packen. Der Vergleich hinkt also.

Alles in allem finde ich es mit der riesen Falz absolut unbrauchbar. Man hat einfach viel zu viele Einschränkungen. Mal von der Anpassung der Apps auf einen variablen Bildschirm abgesehen. Das funktioniert unter Android mit Tablets schon alles andere als perfekt.
 
@Sterneneisen: OK aber mich würde dieser Spalt nun nicht so sehr stören. (besser wäre natürlich ohne wenn das machbar ist)

Das OS muss natürlich entsprechend angepasst sein, auf einem Tablet was es ausgefalten ja ist, wäre Android eh nichts für mich.

Edit: was für mich wirklich störend ist, ist das das Display immer außer liegt.
 
@PiaggioX8: Da dürfte die technische noch nicht Machbarkeit erreicht sein. Ich gehe mal davon aus, das obiges Gerät zur Zeit die max machbare Kombi aus Biegeradius und Langlebigkeit ist, was "faltbare" Displays angeht.
 
Wie stabil ist dieses Schanier? Wenn man nach zwei Jahren das Gerät an einer Seite hält und beim Touchen auf die andere Bildschirmhälte der Bildschirm nach hinten wegklappt, wäre das nicht gut.
Da aber fast jede Form der Mechanik Abnutzung unterliegt, ist dies wohl ein Problem, welches alle solche Geräte haben werden.

Und bei Samsung schaut man sich das an und denkt vermutlich: So weit waren wir vor einigen Jahren auch schon und haben es für "nicht massenmarkttauglich" befunden.
 
@Runaway-Fan: "Immerhin soll der Bildschirm stabil genug sein, um mehr als 200.000 Faltvorgänge unbeschadet zu überstehen."
- wären bei ca. 55 Faltvorgängen täglich theoretisch 10 Jahre und man muss es ja auch nicht immer ausfalten wenn man mal draufschaut.
 
@PakebuschR: Da steht Bildschirm, nicht Schanier. Der Bildschirm mag in 10 Jahren noch unbeschadet sein.
 
@Runaway-Fan: Da steht auch Faltvorgänge!
 
@PakebuschR: Wenn es wirklich so lange hält, freut es mich für die Käufer. Ich hab bisher bei Klappgeräten (Notebooks, Handys, ...) sehr oft die Erfahrung gemacht, dass sie nach wenigen Jahren "ausgeleiert" sind und klapperig werden.
 
@Runaway-Fan: Allgemein funktioniert das doch auch da sehr gut, gibt natürlich ausnahmen und manchmal tragen auch die Nutzer dazu bei - manche Hämmern ihre Notebooks förmlich zu.
 
@PakebuschR: Da steht, dass der Bildschirm die 200.000 Faltvorgänge übersteht. Nirgends, dass das auch die Scharniere überstehen. In der Promotion gíbt ma ja gerne die schönsten Werte an, also wäre ich vorsichtig mit der Aussage, dass das auch auf die Scharniere zutrift.

Ich denke aber schon, dass die Scharniere länger halten, als die meisten Leute heuzutage ihre SP behalten. Mit dem nächsten Mobilfunkvertrag gibt es dann bestimmt schon die nächste Version. Wenn nicht von Royole, dann von wem anders.
Wenn ich dann allerdings sehe, wie so manche mit ihrem SP umgehen, bezweifle ich, dass das Gerät die zwei Jahre übersteht. Das liegt dann aber nicht am SP.
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