Nintendo Switch: Das Original ist heute interessanter denn je

In Sachen Spielekonsolen haben Gamer aktuell eine große Auswahl. Unser Kollege Timm Mohn hat sich die Nintendo Switch angeschaut und kommt zu einem durchaus positiven Fazit: Auch wenn kürzlich eine Nintendo Switch mit OLED-Bildschirm vorgestellt wurde, ist die bisher verfügbare Generation der mobilen Spielekonsole einen Blick wert - zumal die Neue ohnehin nur recht überschaubare Weiterentwicklungen mitbringt.

Große Vielfalt

Zur Popularität trägt natürlich die inzwischen große Spielbibliothek der Nintendo Switch bei: Von Rennspielen (Mario Kart 8 Deluxe), Adventures (Phoenix Wright) bis hin zu Plattformern (Sonic Mania) ist alles mit dabei. Der Formfaktor der Switch bedeutet klar Kompromisse: Im Vergleich mit anderen Konsolen muss man unter Umständen Abstriche bei der Grafik machen, die sich aber zu keinem Zeitpunkt negativ aufs Spielerlebnis auswirken. Der große Spielspaß wird nur durch zwei Faktoren begrenzt: dem eigenen Portemonnaie und dem Switch-Speicherplatz. Mit 32 GB ist dieser durchaus knapp bemessen. Für das erste Problem gibt es eine einfache Lösung, die allerdings Geduld voraussetzt: Im E-Store oder bei Saturn und Media Markt lassen sich von Zeit zu Zeit Schnäppchen finden, die den internen Speicherplatz mit Top-Titeln zu kleinen Preisen befüllen. Ist die Kapazität erschöpft, kann man sie mit SD-Karten erweitern.

Anders als bei Xbox oder Playstation 5 ist der Spielspaß aber nicht auf die heimische Couch begrenzt: Wie bereits im Namen impliziert kann man die Switch in verschiedenen Modi und somit auch bequem unterwegs bespielen. Dank den Joy Cons ist das sogar zu zweit möglich, ohne dass viel Zubehör mitgenommen werden muss. Es gilt allerdings zu beachten, dass der Switch-eigene 6,2-Zoll-Bildschirm für zwei Spieler groß genug ist, bei vier Usern wird die Darstellung schnell zu klein.

Kleine Probleme plagen die Switch hier und da trotz aller positiven Eindrücke: Zum einen löst sich der Standfuß gern, wenn man die Switch aufstellen möchte, zum anderen lässt sich die Position der Konsole kaum über ihn variieren. Abhilfe schafft hier Zubehör von Drittherstellern, das etwas massiver daher kommt. Auch die fehlende Unterstützung von Bluetooth-Headsets kann über Zubehör überbrückt werden. Setzt man allerdings auf etwaige Adapter, kann es zu Stabilitätsproblemen im Tabletop-Mode kommen. Erfreulich: Gerüchten zufolge soll die Switch in der nahen Zukunft Bluetooth-Headsets nativ unterstützen.


Auch wenn sie bereits seit 2017 auf dem Markt ist, zählt die Switch keinesfalls zum alten Eisen: Sie ist gealtert wie ein guter Wein und ist durch die wachsende Anzahl an Spielen facettenreicher und beliebter den je geworden. Die Nintendo Switch ist erfreulicherweise nicht so oft ausverkauft, wie etwa die Playstation 5 (https://winfuture.de/news,122839.html).Trotz aktuellem Mangel an Chips hält sich der Preis stabil bei um die 300 Euro. Für Zubehör, wie etwa extra Joy Cons oder Pro Controller kann man direkt weiteres Budget einplanen. Hat man sich die Switch zugelegt und sich mit Joy Cons sowie dem Pro Controller ausgestattet, steht man vor der Qual der Wahl: Was für Spiele legt man sich zu - und wo soll man die Zeit finden, die vielen sehr guten Titel zu spielen. Abwechslungs-begeisterten Gamern, die bei der Konsole auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen, bleibt nur eins übrig: Ab und zu zwischen den Spielen switchen.

Vorteile

  • Mobil und stationär nutzbar
  • Auch draußen / bei Sonne spielbar
  • Dank Joy Cons ab Werk zu zweit spielbar
  • Große Spielbibliothek
  • Starkes Vibrationsfeedback
  • Lieferumfang bietet alles, was zum Spielen notwendig ist
  • Spiele digital und auf Datenträger verfügbar
  • Switch-Setup nimmt nicht viel Platz auf der Kommode ein
  • Dockingstation problemlos im Spiel zuschaltbar
  • Lokaler Multiplayer mit mehreren Konsolen möglich
  • Günstige Preise für Nintendo Online-Abo

Neutral

  • Display nur 720p
  • Interner Speicherplatz sehr knapp bemessen
  • Im Handheld-Modus mit montieren Joy Cons durchaus groß
  • Joy Cons können nur via Switch geladen werden (auch nicht am Griff)

Nachteile

  • Standfuß könnte massiver sein
  • Switch kann ohne Dock auf einem Tisch stehend nur umständlich geladen werden
  • Kein nativer Support für Bluetooth Headsets
  • Keine Amazon Prime Video oder Netflix-App

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Günstige Preise für Online-Abo... joaa.. das ist halt auch eher ne ransom-fee als ein abo, für mich zumindest. Bezahl, sonst darfst du deine Speicherstände nicht sichern und nicht peer-to-peer mit deinen Freunden spielen. Die retro-games sind nett, aber die vc fortzuführen wäre schöner gewesen, aber dann bezahlen die Leute ja nicht doppelt und dreifach...
 
@michi1337: Freundin hat derweil Nintendo online abgeschlossen. Aber nicht wegen Speicherständen, sondern um mit Schwester connected zu sein.
 
@Erbsenmatsch: jo, und? Mein Problem ist, dass Nintendo keinerlei Infrastruktur fürs Onlinespielen bereitstellt. Man bezahlt für einen Hauch von nichts. Läuft alles p2p ab. Entsprechend schlecht ist das Spielerlebnis.
 
Nintendo Konsolen altern doch im allgemeinen stets sehr gut. Auch die Switch wird für viele einen Kultstatus erreichen. Jene, die jetzt laut schreien, sind doch eh nur eine sehr laute Minderheit. Klar, ich würde es auch begrüßen, wenn die Switch leistungsfähiger werden würde. Aber was nicht ist, ist halt nicht.
 
@Sterneneisen: Ich schreie jetzt nicht laut aber wenn der Kunde bereit ist für wirklich alte Hardware fast 400 Schleifen hinzulegen dann ist das schon bemerkenswert. Habe das OLED Modell vorbestellt da ich Nintendo Spiele sehr mag. Die Hardware ist und bleibt Schrott. Ich sehe da auch keinen Widerspruch.
 
Schön geschrieben, echt schön geschrieben. Full disclosure: bin selbst zufriedener Besitzer.
 
@Kirill: Full disclosure? Roger that! Over and out ;)
 
@Matico: roger Roger, clearance Clarance.
 
"Keine Amazon Prime Video oder Netflix-App"
Das ist für mich eher ein Vorteil. Was will ich auf einer Switch damit? Wofür hat man ein Handy, Tablet, Laptop oder Fernseher?
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