BenQ GV30 vs. Xgimi Mogo Pro Plus: Mobile Beamer im Vergleich
Portable Projektoren sind in den letzten Jahren immer beliebter geworden. Eine Vielzahl an Herstellern hat das Potenzial erkannt und eigene Produkte auf den Markt gebracht. Geräte wie der BenQ GV30 oder Xgimi Mogo Pro Plus, überzeugen mit einem komfortablen Betriebssystem und hoher Portabilität. Welches Gerät angeschafft wird, ist immer von den individuellen Bedürfnissen abhängig. Ein vergleichender Blick auf die beidem Beamer zeigt schnell, wie unterschiedlich die Projektoren sind und wie schwer eine Entscheidung fallen kann.
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Die Hardware
Beide Geräte verfügen über 2 GB Arbeitsspeicher und 16 GB Festspeicher. Der BenQ GV30 verfügt bereits über einen USB-C-Port. Der Datenaustausch zwischen aktuellem MacBook und Projektor ist folglich etwas komfortabler als bei der Xgimi-Alternative. Im Falle des Mogo Pro Plus müsste man einen Dongle bemühen. In Sachen Konnektivität hat der GV30 dank dem USB-C-Port dem Mogo Pro Plus eine weitere Sache voraus: Medienquellen können auch über DisplayPort angeschlossen werden. Zwar ist beim GV30 auch ein HDMI 1.4b-Anschluss verfügbar, allerdings reduziert das Vorhandensein einer DisplayPort-Option die Menge der mitzuführenden Kabel.Betriebssystem
Der Xgimi Mogo Pro Plus und auch der BenQ GV30 verfügen über Android TV. Das Betriebssystem ermöglicht die Nutzung des Google Play-Store und somit den Zugriff auf eine Vielzahl an Apps. Neben den typischen Streaming-Anbietern finden sich auch eine Vielzahl an Spielen im Store. Neben Solo-Games, wie etwa "Minion Rush", sorgen auch Karaoke-Apps für gesellschaftlichen Spaß. Einen Unterschied zwischen den beiden Projektoren gibt es dennoch: Auf dem Xgimi Mogo Pro Plus ist Android TV 9 installiert, während der GV30 bereits mit Android TV 10 ausgestattet ist. Wem die Datensicherheit und maximale Kompatibilität mit Apps wichtig ist, dürfte sich eher für das neuere Betriebssystem entscheiden.
Helligkeit
Beiden Projektoren wird vom jeweiligen Hersteller eine Helligkeit von 300 ANSI-Lumen zugesprochen. Erfahrungsgemäß sollte man den Raum entsprechend gut abdunkeln, bevor ein Film geschaut wird. Ähnlich verhält es sich, wenn im Garten oder auf dem Balkon Inhalte gezeigt werden sollen: Nach Sonnenuntergang punkten beide Projektoren mit einem kräftigen Bild. In den kommenden Wintertagen mag dieser Aspekt nicht sonderlich wichtig sein, allerdings eignen sich der GV30 und Mogo Pro Plus gut, um in sommerlichen Nächten mal einen Film oder eine Serie im Freien zu schauen. Günstige Leinwände, wie etwa die WeWatch PS02, ermöglichen ein 120 Zoll Bild im Freien. Größere Bilddiagonalen sind auch möglich: Unser Kollege Timm Mohn hat bereits im Sommer 2020 mit einem mobilen BenQ-Projektor Filmabende auf 136 Zoll mit den Nachbarn durchgeführt.Auflösung
Beim BenQ GV30 handelt es sich um einen 720p-Projektor. Das projizierte Bild löst folglich mit 1280x720 Pixeln auf. Wer den Projektor vor allem mobil und beim Campen verwendet, dürfte keinen Unterschied zum Mogo Pro Plus bemerken. Das Full-HD-Bild des Xgimi-Projektors vervierfacht die dargestellten Pixel auf 1920 x 1080. Unabhängig von den Spezifikationen auf dem Datenblatt dürfte den wenigsten Heim- oder Outdoor-Kinogästen ein Unterschied auffallen. Der Preisunterschied von 150 Euro zwischen den beiden Geräten kann bereits die Entscheidung für bzw. gegen einen Projektor bedingen.Ton
Zum Kinofeeling trägt auch der Sound bei. BenQ legt beim GV30 großen Wert auf diesen Aspekt und stattet den GV30 mit einem 16-Watt-Soundsystem aus. Die Treiber-Auflistung erinnert eher an eine Soundbar als an einen Projektor: Mit an Bord sind zwei 4-Watt-Hochtöner und ein 8-Watt-Tieftöner. Die beiden 3-Watt-Lautsprecher des Mogo Pro Plus sind zwar ausreichend, allerdings machen die Lieblingsserie oder der Lieblingsfilm mit einem externen Bluetooth-Lautsprecher deutlich mehr Spaß.Lüftergeräusch
Neben der möglichen Soundkulisse eines Projektors spielt auch das Betriebsgeräusch eine wichtige Rolle. Erfreulicherweise sind der BenQ GV30 und der Xgimi Mogo Pro Plus gleichauf: Keiner der Lüfter stört die Wiedergabe. Während sich der Mogo Pro Plus bereits im zurückliegenden Sommer beweisen konnte, fehlen bisher Erfahrungswerte zum Lüftergeräusch des BenQ GV30 im Sommer. Diese werden aber im Sommer 2023 in den Kommentaren nachgereicht. In den naturgemäß etwas kälteren Wintertagen halten die Lüfter beider Geräte die Projektoren kühl und stören gleichzeitig nicht den Film-, Serien- oder Spielgenuss.Akkulaufzeit
Beide Projektoren kommen mit einem internen Akku daher. Während Xgimi die Laufzeit mit vier Stunden angibt, werden in der Praxis meist drei Stunden erreicht. Die tatsächliche Laufzeit ist von der eingestellten Helligkeit, der Lautsprecher-Lautstärke und der Verwendung von Wi-Fi bzw. Bluetooth abhängig. Je weniger hell der Projektor eingestellt ist, umso länger läuft der Beamer mit einer Akku-Ladung. Ähnlich verhält es sich auch beim BenQ GV30: Der Hersteller spricht von 2,5 Stunden, die out of the box ohne weitere Einstellungen erreicht werden. Im Gegensatz zu einigen anderen Android-TV-Projektoren wird im letzten Drittel der Akku-Kapazität das Bild nicht grün eingefärbt.Standfuß
Der Xgimi Mogo Pro Plus verfügt über einen Kickstand. Mit jenem kann der Projektor angewinkelt und auf die Wand bzw. Leinwand ausgerichtet werden. Am Boden des Projektors befindet sich zudem eine Stativ-Einlassung. Mit einem Stativ ist die Beamer-Ausrichtung sehr einfach möglich und die Postion des Projektors flexibel. Die Projektion eines Bildes an die Decke hingegen ist beim Xgimi Mogo Pro Plus durch den Lüfter auf der Rückseite nicht ganz so einfach möglich. Über Halterungen wie den Edelkrone FlexTilt Head lässt sich etwas Abstand zwischen Boden und Lüfter bringen. Der BenQ GV30 löst die Deckenprojektion über den mitgelieferten Standfuß: Der Projektor lässt sich nach oben drehen. Die Über-Kopf-Wiedergabe von Inhalten klingt eventuell etwas gewöhnungsbedürftig, ist allerdings gerade, wenn man öfter im Hotel übernachtet, sehr praktisch.Garantie und Support
Im besten Fall funktionieren Projektoren von Beginn an bis zum Ende ihrer Lebenszeit. Eventuelle Probleme sollten aber dennoch zügig und kostengünstig abwickelt werden, weswegen sich bei der Anschaffung eines Beamers auch immer die Frage nach der Garantie stellt. Der BenQ GV30 besticht in dieser Frage mit einer dreijährigen Garantie. Die ist BenQ so wichtig, als dass die außergewöhnlich lange Garantiezeit bereits im Amazon-Titel vermerkt wurde. Der Xgimi Mogo Pro Plus hingegen kann zwei Jahre lang bei Amazon reklamiert werden. Der Service des Versandhändlers ist für viele ausschlaggebend beim Kauf, allerdings konnte BenQ bei Rückfragen zum GS2 ebenfalls mit zügigen Reaktionen punkten. Im Gegensatz zu den Generalisten im Amazon-Support versendete der BenQ-Support eigens für die Anfrage erstellte How-to-Videos. Xgimi bietet eine Bibliothek mit How-To-Videos auf YouTube an. Vom GV30 finden sich ebenfalls Hersteller-eigene Support-Videos auf YouTube.Verfügbarkeit
Der Xgimi Mogo Pro Plus ist normalerweise für 649 Euro bei Amazon und beim Hersteller verfügbar. Auf beiden Plattformen ist der Projektor allerdings gerade nicht lieferbar. Zwar kann sich der Warenbestand jederzeit ändern, allerdings ist der Mogo Pro Plus aktuell höchstens gebraucht auf Amazon zu erwerben. Der BenQ GV30 ist im Hinblick auf Verfügbarkeit besser aufgestellt: Der mobile Android TV-Projektor ist für 499 Euro bei Amazon und BenQ selbst verfügbar.Mehr von Timm: Nerdbench Timm auf YouTube
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