Französische Bahn: TGV soll erster autonomer Zug der Welt werden

Die französische Bahngesellschaft SNCF will schneller mit autonom operierenden Zügen arbeiten als die anderen europäischen und sonstigen Bahnbetreiber. Als erstes soll dabei natürlich der Hochgeschwindigkeitszug TGV ohne Fahrer die Passagiere durchs ... mehr... Deutsche Bahn, Ice, Eisenbahn, Bahnhof, TGV, SNCF Bildquelle: Ninostar (CC BY-SA 3.0) Deutsche Bahn, Ice, Eisenbahn, Bahnhof, TGV, SNCF Deutsche Bahn, Ice, Eisenbahn, Bahnhof, TGV, SNCF Ninostar (CC BY-SA 3.0)

Diese Nachricht vollständig anzeigen.

Jetzt einen Kommentar schreiben
 
Großartig! Hoffentlich auch bald in Deutschland.
 
@Gast87092: Welcher Nachteil entsteht Dir durch einen vorne sitzenden Lokführer ?
 
@iPeople: Zugausfälle durch Streiks, höhere Kosten für die Bahn, die auf die Kunden umgelegt werden.
 
@SeppelHut: Um Gottes willen. Menschen wollen Lohn von dem sie leben können und Firmen entstehen auch noch Kosten durch Angestellte.
Wird echt Zeit das man dieses Mensch endlich abschafft.
 
@Paradise: Vielleicht kommt ja irgendwann die Zeit, in der Menschen von den selbsterschaffenen Robotern eingesperrt werden und die Roboter dann in ihren autonomen Zügen selbst herumfahren.

Das ist dann der Zeitpunkt an dem die "der Mensch ist jetzt zu dumm zu allem und gehört automatisiert" Jubler dann das Wort im Hals stecken bleibt ;-)
 
@andi1983: Nach 100 Jahren dieses Zustandes kommt dann vielleicht die nächste Innovation und jemand entwickelt KI für Menschen :D
 
@Paradise: Man kann es drehen wie man will; es wird definitiv kommen. Der Lockführer kann ja dann im Homeoffice den Zug überwachen ;P. Ich bin auch kein Freund von Arbeitsplatzabschaffung aber die Politik sollte mal ihr Hirn anstrengen und einen Plan entwickeln wie die wirtschaft weiter gehen kann. Bringt ja auch nichts immer dagegen zu wettern und die Augen zuzumachen. Theoretisch ist es ganz einfach; die Maschinen erleichtern uns das leben und machen für uns die Arbeit. Ergo reicht es wenn jeder Mitarbeiter nur noch 2-3h am Tag arbeitet und "Managed" und den Rest machen KI. Aber bei gleichem Gehalt denn es wird ja das gleiche bzw sogar noch mehr "produziert" an Arbeit. So wäre das alles kein Thema. Realität sagt aber lieber weg mit den Menschen die kosten Geld denn wir wollen den Gewinn erhöhen. Das denkt jeder für sich und führt dazu das die wirtschaft in 100 Jahren kaputt ist. Aber das wird nicht so kommen denn dafür haben wir ja die Politik als Organ über dem ganzen. Ergo; Ja, soll doch alles autonom werden und entweder die Politik berücksichtigt das oder man fällt erstmal richtig auf die schnauze und lernt dann aus den Fehlern. Technisch und Effizient gesehen ist es jedenfalls gut denk ich wenn Züge autonom sind.
 
@Driv3r: Erst mal gehören Politik und Wirtschaft getrennt. Bei dem Lobbyismus wird das nix.
 
@SeppelHut: Die Bahn hat letztes Jahr ein Netto Gewinn von fast einer Milliarde gehabt und du meinst die Lokführern sind an den hohen Preisen Schuld? Glaubst du ein Lokführer regt sich nicht auf wenn er wegen der schlechten Infrastruktur bei Störungen 2 Stunden länger Arbeiten muss und anschließend wegen zusammengestrichenen Fahrplänen nicht mehr nach hause kommt? Glaubst du es wird besser wenn vorne keiner mehr Sitzt der auf betriebliche Situationen Reagieren kann? Wenn dein Zug an einem Defekten Bahnübergang stehen bleibt wirst du dich auch wieder aufregen wenn der Computer die Weiterfahrt verweigert.

Allein mit dem Jahresgehalt vom 6 Köpfigen Vorstand könnte man über 200 Lokführer ein Jahr lang bezahlen.
 
@SeppelHut: Wenn manche wüssten was die Bahn im Gegensatz zu anderen Unternehmen zahlt, dann würden sie die Kriktik am Streik überhaupt nicht in den Mund nehmen. Und dabei ist es egal, ob Lokführer, Techniker, Ingenieur und Co.

Zum weiteren glaubst du wirklich, dass die autome Technik kostenlos ist?
Wie schon geschrieben lassen sich Großunternehmen die meist spezielle Technik vergolden. Da ist ein Jahresgehalt eines Lokführers fast lächerlich dagegen.
 
@andi1983: Bei solchen Diskussionen oder der Berichterstatung in Medien wird doch auch immer die Hälfte weg gelassen.

Kenne zwei Menschen die sind am Flughafen. Mein Kumpel bei der LSG und mein Nachbar bei der Fraport. Da werden dann Gehälter genannt in den Medien und Menschen regen sich darüber auf das die streiken.
Da werden ja nicht unbedingt die Gehälter derer genannt die damit kaum über die Runden kommen.

Mein Kumpel ist einer der letzten die noch halbwegs was verdienen. Ständig heißt es bei denen sie sollen Leute zum arbeiten bei schaffen weil sie keine finden bzw keiner lange bleibt. Tja, wer da jetzt anfängt bekommt halt nicht viel.

Mein Nachbar ist seit ca 20-25 Jahren bei der Fraport und regt sich immer über die neuen faulen Hunde auf. Sieht aber auch nicht das diese für die selbe Arbeit nur einen Bruchteil von dem bekommen was er bekommt.
 
@SeppelHut: Und eine solche Aussage hier, wo immer die Profitgier der Konzerne bejammert wird. Aber so zur Info, wenn es nicht dir Lokführer sind, werden es im Falle autonom fahrender Züge eben die Zugbegleiter sein, oder Fahrdienstleiter, oder Bereitsteller.
 
@Gast87092: Der Grund würde mich bei der Jubelei für autome Züge auch interessieren. Deswegen werden die Tickets auch nicht günstiger, weil sich die Herstellerunternehmen von Bahnkonzernen die Elektronik vergolden lassen. Und weil so gut wie kein Unternehmen mögliche Einsparnisse weitergibt.

Und Verspätungen lassen sich damit auch schwer vermeiden, weil Verspätungen nicht am Lokführer liegen, sondern an anderen Faktoren und im meisten Fall sogar an den Kunden, weil das Ein-und Aussteigen länger dauert, wenn manche wieder ihren Hausstand ein und ausladen und Co.

Würde eher sagen, dass die Gefahr dann steigt, weil in Zukunft immer mehr Bastler und Hacker sich dann an den Systemen ausprobieren und diese im schlimmsten Fall übernehmen.
 
@andi1983: Die Preise reduzieren würde sicher keiner, aber es ist durchaus möglich, dass die Stärke und Zeitspanne bis zu der nächsten Preiserhöhungen beeinflusst werden. Könnte - nicht muss.

Die meisten Verspätungen liegen an der ausgelösten Kettenreaktion wenn sich auch nur einer verspätet und an Gleisarbeiten. Die Aussage bleibt natürlich trotzdem erhalten - der Lokführer hat fast nie etwas damit zu tun.

Der letzte Punkt ist besonders wichtig. Es war in den Medien leider kaum präsent, aber man muss sich nur mal anschauen was in der Ukraine durch Hackerangriffe verursacht wurde. Und in der Zukunft wird es nicht besser. Hier helfen nur unabhängige Sicherheitssysteme - aber die verhindern höchstens einen Unfall - der Bahnverkehr wäre trotzdem lahmgelegt.

Das BSI hat eine Studie in Auftrag gegeben die besagt, dass in unserem Land nach nur 14 Tagen ohne Strom das Faustrecht gilt. Mal so in Bezug auf Hacker und die Zukunft.... aber so düster muss es ja nicht unbedingt werden.
 
Der TGV hat in Frankreich oft einen eigenen Gleiskörper, hier ist logischerweise eine Automatisierung einfacher.
 
@floerido: Das dürfte die Befürworter nicht interessieren. Da hört jemand, dass in einem anderen Land etwas gemacht werden soll und in Deutschland muss das auch am nächsten Tag gemacht werden.

Ist doch wie mit den unreifen E-Autos. Grüne mit ihrem Verbrennerverbot vergleichen Deutschland wirklich mit Norwegen, weil diese es bis 2025 wollen.

Norwegen hat die Infrastruktur zu Wasserkraft. Deutschland nicht.
Norwegen hat gerade mal 5,2 Millionen Einwohner. Deutschland 81,41 Millionen.
Norwegen hat 193 km Autobahn. Deutschland 13.000 km.
Ist doch kein Wunder, dass in diesem engmaschigem Land mit vielen privaten Häusern
das ganze Besser klappt.

Aber bei uns muss es ebenfalls durchgedrückt werden.

Und gerade aus Schweden gibt es eine neue Studie, welche dem E-Auto schlechte Karten gibt.
Bei der Produktion eines E-Autos fallen so viel Ausstoß an, dass man mit einem Verbrenner 8 Jahre lang fahren könnte...
 
"ein autonomer Zug" - für mich schwer denkbar: ein Hochgeschwindigkeitszug, ohne Lokführer und Schaffner, aber mit Autonomen?
Im mildesten Falle werden sie den Zug entführungsartig besetzen und legen selbst fest, wohin der Zug fährt und wann, aber ohne eine Bahn richtig fahren zu können.
 
Ich finde es schon mal gut, dass hier sehr differenziert diskutiert wird über das Thema und nicht jeder mit den ollen "Endlich weg mit dem streikenden Lokführer"-Kamellen.

1. Es ist schon einige Zeit her, seit die Lokführer gestreikt haben, aber das ist ja dem deutschen Otto egal, das wird man sich in 100 Jahren noch erzählen, dass die Lokführer "IMMER streiken", egal wie oft sie tatsächlich gestreikt haben.

2. Möchte ich hier den Befürwortern noch einige Eier in den Kopf legen:
Es muss eine Technik entwickelt werden, die selbst bei 300km/h noch entscheidet, ob es sich für das Objekt vor einem lohnt, zu bremsen. Außerdem muss die Technik entscheiden, ob für das Lebewesen vor einem gebremst wird. Für eine Katze bremst ein ICE (leider Gottes) nicht. Wer entscheidet, ob für ein Reh gebremst wird? Bis zu welcher Größe eines Lebewesens wird überhaupt gebremst, da unnötige Schnellbremsungen beim Zug zu vermeiden sind, da Radschäden entstehen und Fahrgäste im Zug selber umgeworfen werden und sich verletzen können. Aber jetzt zum weitaus wichtigeren Punkt: Wenn entschieden wird, dass für ein Reh nicht gebremst wird, kann dann auch einwandfrei sichergestellt werden, dass es sich nicht um einen Menschen handelt, der gerade auf allen Vieren versucht, aufzustehen? Kann ein Hund von einem hingefallenem Kleinkind unterschieden werden? Und wie verhält es sich, wenn ein Mensch im Regenmantel auf den Gleisen geht und nicht einwandfrei (wegen nicht identifizierbarer Form) als Mensch erkannt wird?
Diese ganzen Entscheidungen müssen getroffen werden, was an sich schon abstrus ist, dass entschieden werden muss, welches Lebewesen eigentlich von vornherein zum Tode verurteilt wird.
Hier sind wir dann auch schon bei der Krux im Vollkasko-Versicherungs-Deutschland: Entscheidet die Technik falsch, werden erstmal alle Züge des Typs für unbestimmte Zeit aus dem Verkehr gezogen, damit der Fehler behoben werden kann. Heißt: Schienenersatzverkehr. Super.

3. Bei der Eisenbahn leben wir in ganz anderen zeitlichen Dimensionen bei der Planung und Bau. Wenn man sich die Schienenprojekte des VDE (Verkehrsprojekt Deutsche Einheit) ansieht, die Anfang der 90er geplant wurden und jetzt erst fertig sind...
Daneben noch neuste elektronische Stellwerke und Strecken, die nicht für ETCS (Voraussetzung um autonom zu fahren) gebaut und ausgelegt sind.
Und solange die Stellwerke und Infrastruktur nicht auf ETCS ausgelegt sind, werden im Regionalverkehr die Strecken vom Auftraggeber der Länder auch nach wie vor für herkömmliche Fahrzeuge ausgeschrieben. Solche Verkehrsverträge dauern etwa 13-15 Jahre. Dazu müssen außerdem die Fahrzeuge serienreif für autonom sein, was heutzutage noch überhaupt nicht der Fall ist, außer einem Versuchsprojekt im Erzgebirge.

4. Das Eisenbahn-Bundesamt müsste die Züge auch genehmigen und das dauert jetzt schon ewig. Kommt jetzt noch selbst entscheidende Technik hinzu, wird natürlich viel genauer hingesehen, weil hier Mitarbeiter mit ihrer Unterschrift ihren Kopf hinhalten.
Desweiteren müssen etliche Verordnungen und Regelwerke angepasst werden.

Summa sumarum: Es müssen erstmal Fahrzeuge da sein. Dann muss der laufende Verkehrsvertrag auslaufen. Wenn keine autonomen Fahrzeuge vorhanden sind und die Infrastruktur nicht ausgebaut ist, wird für weitere 15 Jahre mit herkömmlichen Fahrzeugen ausgeschrieben. Zu guter letzt muss ja dann auch die Infrastruktur ausgebaut sein, was mit Planung, Finanzierung und Bau locker ca. 15 Jahre dauert.
Wenn man also die ganzen Wechselwirkungen zueinander berücksichtigt, könnte man in ca 30 Jahren mit den ersten flächendeckenden autonomen Regionalzügen und in 15-20 Jahren mit Fernverkehr rechnen in Deutschland.
Kommentar abgeben Netiquette beachten!
Einloggen

Video-Empfehlungen