Rohstoff für E-Autos: Roboter-Flotte im Ozean soll Abbau revolutionieren

Die Welt sucht händeringend nach neuen Methoden und Quellen für den Abbau von Rohstoffen, die für Batterien von Elektroautos benötigt werden. Jetzt wurde einen Tauch-Roboter vorgestellt, mit dem die Idee einer Rohstoff-Abbauflotte erprobt wird. mehr... Roboter, Rohstoffe, Abbau, Meeres-Drohne Roboter, Rohstoffe, Abbau, Meeres-Drohne Impossible Metals

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Ich frage mich schon die ganze Zeit, wie all die Elektrifizierung von Rollern, Autos, LKW und sogar Schiffen und Flugzeugen mit den knappen Ressourcen gedeckt werden soll. Von der möglichen Umweltbelastung bei Produktion und Entsorgung mal ganz abgesehen.
Gab es von Öl riesige Vorkommen, sieht es bei den benötigten Rohstoffen für Akkus ganz anders aus.
Wichtig ist beim Abbau der Knollen, dass diese nicht mit einer Bagger- oder Netzmethode, wie beim geplanten Abbau von Manganknollen, vom Boden geschabt werden. Der nimmt Schäden, die auch nach Jahren zu sehen sind und da unten weite Lebensräume kostet.
Das wurde in einem Versuch demonstriert, bei dem solche Baggerspuren extra angelegt wurden. Die waren auch nach längerer Zeit unverändert dort.
 
@Niclas: das ist so nicht richtig. Es gibt tausende Alternative Möglichkeiten einen Akku zu bauen. Sie sind nur noch nicht endeckt bzw. ausreichend erforscht.
Es ließe sich sowohl Lithium ersetzen als auch Kobalt oder Mangan. Das man das heute noch nicht getan hat liegt einfach in der Tatsache begründet, dass diese Stoffe einfach noch günstig genug sind um sie einzusetzen.
Sollte auf absehbare Zeit ein Rohstoff ganz oder praktisch ausfallen wird es keine 2-3 Jahre dauern bis wir gänzlich andere Akkus haben. Die sind vielleicht nicht mehr ganz so gut was die Energiedichte angeht, aber auch das ist nur reine Forschung. Bis vor Kurzem hieß es auch dass man LFP niemals in Auto sehen wird.
 
@Niclas: Die Ressourcen sind nicht unbedingt "knapp", es gibt sehr sehr viel Lithium, auch "seltene Erden" sind nicht selten. Von daher ist schonmal der Ansatz nicht richtig. Es geht eher um eine möglichst umweltschonende Methode der Gewinnung in großem Maßstab.
Zudem werden bei Akkus die Rohstoffe nicht "verbraucht", sondern nur "gebraucht". Es wird keine "Entsorgung" in nennenswertem Umfang geben (müssen), sondern die Rohstoffe aus Altakkus werden in neuen Akkus verbaut. Es gibt daher - anders als bisher - eine Rohstoff Kreislaufwirtschaft anstatt einmaliger Ölförderung -> Verbrennung -> weg.
Ja, im Markthochlauf werden noch "frische" Rohstoffe benötigt, bei größerer Verbreitung wird Recycling mehr und mehr der Rohstofflieferant sein. Es macht einfach so viel mehr auch wirtschaftlichen Sinn, ein, hinsichtlich Rohstoffen hochkonzentriertes Stück Altakku zu verarbeiten, als die gleiche Menge durch Bergbau, etc. zu gewinnen.
 
@Thunderbyte: Ja, was das Recycling angeht, so bin ich ganz bei Dir. Im Gegensatz zu den fossilen Brennstoffen, die sich buchstäblich in Rauch auflösen, wäre das bei Akkus anders, sofern sie dem Recycling zugeführt werden und nicht wie Handys irgendwo rumliegen. Das funktioniert bestimmt bei Miet-Akkus oder im Rahmen einer Inspektion oder eines vielleicht zeitlich geplanten Akkutauschs (wie ein Ölwechsel oder so). Weiß da halt nicht wie die Möglichkeiten und Planungen aussehen. Was aber, wenn ein E-Auto auf den Schrott kommt oder nach Afrika verschifft wird - so wie die Verbrenner derzeit? Stehen dann am Ende doch wieder Kinder auf einer Müllkippe und verbrennen Platinen und Kram, um an die Rohstoffe zu kommen? Mir ist das ganze System und Konzept noch zu undurchsichtig.
 
@Niclas: Bei den verschifften Autos gibt es für Industrienationen auch häufig außer dem Metall nichts lohnendes zu holen. Ein eAuto wird höchstens mit entferntem Akku und ggfalls Motoren auf den Schrott kommen, dazu sind die Akkus viel zu wertvoll.
Bereits heute gibt es einen Markt für die Zweitnutzung von Autoakkus (obwohl die so langlebig sind, dass noch kaum welche aus Altersgründen auf den Markt kommen - es geht hier eher um Unfallautos), die nicht mehr im Auto (sehr anspruchsvolles Profil) betrieben werden (können), die aber noch locker weitere 10-15 Jahre in stationären Anwendungen verwendet werden können (z.B. PV Akkus). Das wird sicher noch zunehmen.
Akkutausche sind bei den meisten Autos nicht vorgesehen, da die Akkus integrale Bestandteile des Autos sind. Evtl wird man einzelne Module austauschen können.
Schon heute gibt es Recyclingfirmen für LiIonen (auch Auto) Akkus: https://www.duesenfeld.com/ und diverse andere, u.a. hat sich ein ehemaliger Tesla Mitarbeiter mit einer derartigen Firma selbständig gemacht. Allerdings sind noch lange nicht ausreichend Akkus vorhanden (weil die eben so langlebig sind), um solche Firmen nennenswert auszulasten.
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