Apple: EU-Verfahren zu App Store-Praktiken steht in Startlöchern

Apple und andere IT-Konzerne müssen sich derzeit einem Ausschuss des US-Senats stellen, für den Konzern aus dem kalifornischen Cupertino könnte oder dürfte demnächst weiterer kartellrechtlicher Ärger drohen. Denn offenbar steht die EU kurz vor einem ... mehr... Apple, DesignPickle, Logo, Mainboard, Motherboard, Platine, Leiterplatte, Apple Logo Apple, Logo, Mainboard, Motherboard, Platine, Leiterplatte, Apple Logo

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Dass man sich 30% Provision auf Abos einsteckt ist auf jeden Fall Missbrauch der eigenen Marktposition.
 
@FuzzyLogic: jeder Händler verlangt Provision auf verkaufte Artikel und diese 30% sind in jedem digitalen Store üblich.
 
@ger_brian: Das Problem ist ja nicht, dass es "ein digitaler Store" ist, der 30 Prozent Provision erhebt, sondern dass es "der digitale Store" ist - der einzige, der auf iOS erlaubt ist. Diese Monopolstellung erlaubt es Apple beliebig Provision zu kassieren und Regeln aufzustellen, welche die Konkurrenz unterdrücken. Wie soll bspw. Spotify preislich jemals mit Apple Music mithalten können in diesem Kontext? Es ist nicht einmal erlaubt in der eigenen App auf den Rabatt hinzuweisen, den man über die Webseite o. Ä. haben könnte.
 
Es ist z. B. auch nicht wirklich möglich die Standard-Musik-App von Apple Music auf Spotify zu ändern. Das alles stinkt gewaltig. Noch schlimmer erging es Tile. Ich empfehle mal in die Senatsanhörung von vor einigen Tagen reinzuhören, wo u. a. Spotify und Tile ausgesagt haben.
 
@Anthringer: So what? Apple Kunden können nur im App Store einkaufen, wo Apple eine Provision nimmt. Apple hat aber im Smartphonemarkt kein Monopol und Kunden können jederzeit wechseln. Du hast als konkurrierender Händler auch kein Recht, deine Waren umsonst im Media Markt zu verkaufen, um die Kundschaft zu erreichen, die nur im Media Markt einkauft.

Nintendos Exklusivspiele z.B. haben auf der Switch ebenfalls den Vorteil, keine Abgaben an Nintendo abführen zu müssen, weshalb sie bei gleichem Verkaufspreis eine höhere Marge haben. Daran ist absolut nichts verwerfliches, solange keine marktbeherrschende Stellung vorliegt, und von dieser kann man bei Apples Marktanteil im Smartphonemarkt nun wirklich nicht sprechen.
 
@ger_brian: Wenn es von rechtlicher Seite betrachtet so einfach wäre, dann wurde sich weder der US-Senat noch die EU-Kommision damit beschäftigen.

"um die Kundschaft zu erreichen, die nur im Media Markt einkauft"
Es geht um die Kundschaft, die bereit wäre auch mal was woanders zu kaufen wenn ihr dies nicht durch MM nach dem ersten Einkauf dort durch was auch immer völlig unmöglich gemacht worden wäre.
 
@Link: Wieso? Wer wird denn zur Nutzung von iOS gezwungen? In welchem Markt gibt es zu iOS denn keine Alternative? Fakt ist, Apple hat einen Marktanteil von unter 25% und steht in Konkurrenz zu vielen anderen Herstellern. Jeder Kunde kann sein Smartphone frei wählen aus einer Vielzahl angebotener Produkte. Ein geschlossenes System ist absolut nicht illegal.
 
@ger_brian: Wenn man sich aber die Umsätze im App-Bereich anschaut, dann wird die Stellung doch sehr Marktdominant. Du kannst als App-Entwickler kaum den Markt ignorieren.
 
@ger_brian: "Wer wird denn zur Nutzung von iOS gezwungen?"
Derjenige, der nicht wieder Huderte bis Tausende € dafür investieren will um seine komplette Apple-Hardware zu entsorgen und durch was anderes zu ersetzen.
 
@floerido: Gibt es hier denn eine Umsatzaufschlüsselung rein in der EU? Der große Marktanteil und die hohen Umsätze in den USA sind für die Betrachtung der EU völlig irrelevant. Ich bezweifle stark, dass der Prozentsatz der Umsätze in einer Höhe liegt, dass eine Marktbeherrschende Stellung vorliegt, wobei grundsätzlich überhaupt erstmal festzustellen wäre, ob dieses Kriterium ausreicht.

Du kommst als Spieleentwickler in Europa auch nicht daran vorbei, dein Spiel auf Steam bzw. der Play Station zu veröffentlichen, trotzdem wird dort für jeden Titel eine hohe Gebühr genommen.
 
@Link: So funktioniert das aber nicht. Ich habe doch auch kein Anrecht auf einen alternativen Store auf der Play Station, nur weil ich keine 500€ für eine xbox ausgeben möchte. Ich habe als Kunde die Wahl zwischen den System. Du scheinst zu glauben, das ein geschlossenes System nicht rechtens ist, was aber falsch ist.
 
@ger_brian: Noch mal: wenn es von rechtlicher Seite betrachtet so einfach wäre, dann wurde sich weder der US-Senat noch die EU-Kommision damit beschäftigen.
 
@Link: Das passiert aber dauernd für alle möglichen Dinge. Die meisten dieser Untersuchungen sowohl auf EU- als auch US-Seite Enden ohne Befund. Ich erwarte, dass das hier nicht anders laufen wird.
 
@ger_brian: In den USA hat sich im vorletzten Jahr die rechtliche Lage geändert.
Im Verfahren Apple vs Pepper hat der Supreme Court festgestellt, dass Apple als Plattformbetreiber gewertet werden muss und Nutzer gegen die Gebühren klagen dürfen, weil hier ein monopolistischer Anbieter vorhanden ist.
Basierend auf diesem Urteil haben dann in den USA u.a. Spotify oder Epic klage eingereicht.
 
@floerido: Dieser Artikel geht aber über die EU? Könnten wir nicht wenigstens beim Thema bleiben? Diese Regelung gilt in der EU nämlich nicht.
 
@ger_brian: Die letzte Statistik an die ich mich erinnere war 2/3 der App-Umsätze über die Apple-Plattform.

Als Spieleentwickler hast du aber die Möglichkeit die App auch neben Steam zu vermarkten! Bei den Konsolen verteilen sich die Marktanteile homogener und deshalb gibt es dort eben keine monopolartige Strukturen, dort kann dann höchstens gegen die Bildung eines Kartells vorgegangen werden.
 
@floerido: Ja, diese Statistik kenne ich auch, ist aber meines Wissens nach weltweit, was für diesen Fall ja irrelevant ist.

Und nein, auch bei den Konsolen verteilen sich die Marktanteile nicht homogener. Stand März 2021 hat sich die PS4 in Europa 48 Millionen mal verkauft, die Switch 21 und die Xbox 12,36. Die PS4 hat hier also einen Marktanteil von über 50%. Da für die meisten AAA-Titel die Switch als Plattform rausfällt (wegen zu schwacher Hardware), hat die PS4 hier einen Marktanteil der noch übrib bleibenden Konsolen von 80% (und ich gehe mal davon aus, dass sich die Quote an Spielverkäufen bei beiden auf ähnlichem Niveau bewegt). Das ist weitaus höher als der Anteil, den Apple hier in Europa je hatte und auch aktuell hat, sowohl vom Umsatzanteil als auch vom Marktanteil.
 
@ger_brian: Nochmal. Im echten Leben gibt es Konkurrenz. Wenn mir (egal ob als Händler oder als Kunde) Media Markt nicht passt, dann geh ich einfach zu einem anderen Elektronikfachhändler oder zu einem Onlinehändler. Auf iOS können sich weder Kunden noch Händler entscheiden, woher sie ihre Apps beziehen bzw. anbieten - alles MUSS über den App Store stattfinden. Alternative App Stores sind nicht erlaubt. Apple besitzt zwar auf dem Smartphonemarkt kein Monopol, aber auf iOS. Im Übrigen kann sich auch kein App-Entwickler leisten die Plattform nicht zu bedienen.

Der Unterschied zwischen dem App Store und dem PlayStation Store ist im Übrigen, dass App Store weit größer und weit breiter aufgestellt ist. Er ist quasi dein Zugang zum Internet. Auf Windows geht man auf 'ne Webseite und lädt das Programm herunter. Apple hat sich mit dem App Store zum Gatekeeper des Internets gemacht, egal ob Spiele, Musik, Bücher, Filme, Produktivität. Das ist eine ganz andere Dimension.
 
@ger_brian: Und dieses "Kunden können jederzeit wechseln." stimmt auch nicht. Apple verwendet so viele Lock-In-Techniken, um die Kunden einzusperren, dass es eben nicht jederzeit möglich ist zu wechseln. Das beginnt bei kleinen Dingen wie z. B. dass es andere Ladekabel gibt. Die meisten Apple-Produkte sind nur in Verbindung mit anderen Appleprodukten funktionsfähig - möchte man wechseln, muss man das gesamte Ökosystem austauschen. Apple wollte auch mal iMessage auf Android bringen - hat sich aber dann aber dagegen entschieden, weil sie gemerkt haben, dass es ein Lock-In-Effekt hat. Wer iMessage nutzt, der wird schwerlich auf Android wechseln. Da kam auch vieles schon durch das Epic-Gerichtsverfahren ans Licht - wo diese Intentionen auch durch Aussagen von ehem. Apple-Mitarbeitern bestätigt wird.
 
@Anthringer: What? Du scheinst ein absolutes Missverständnis dem Thema gegenüber zu besitzen. Du kannst ein Monopol nicht dadurch definieren, dass eine Firma das Monopol auf ihre eigenen Geräte hat, sonst ist jede einzelne Firma Monopolist.

Auf google.de kann ich keine Alternative Searchengine verwenden? Monopolist. Auf der Xbox gibt es nur den Microsoftstore? Monpolist. Amazon zeigt mir keine Angebote von Media Markt an? Monopolist. Deine Argumentation ist sowohl falsch als auch lächerlich (und nichtmal Bestandteil des aktuellen Rechtsstreits, erkundige dich bitte zu diesem Thema nochmal).

Und nein, rechtlich gibt es zwischen dem PlayStation-Store und dem App-Store als Geschäftsmodell keinen Unterschied, auch wenn du ihn dir herbeiwünschst.

Ebenfalls ist übrigens ein Lock-In zur eigenen Plattform absolut nicht illegal und wird von quasi jedem Hersteller eines Produkts, das auch nur minimal komplex ist, betrieben.

Diese Diskussion hier mit dir führt zu nichts, ich bin raus. Schönen Abend noch.
 
@ger_brian: Über Legalität oder Illegalität habe ich und will ich nicht richten. Ich hab mir jedenfalls die dreistündige Anhörung vor dem US-amerikanischen Senat gegeben. Da ging es natürlich u. a. auch um die Frage, ob die jetzige Gesetzgebung überhaupt noch ausreichend/zeitgemäß ist. Sowohl Demokraten als auch Republikaner waren in diesem Kontext äußerst kritisch gegenüber dem Treiben des Apple-Konzerns, und es ist wahrscheinlich, dass hier in den kommenden Monaten und Jahren ein neues Wettbewerbsrecht beschlossen wird.

So lächerlich kann es im Übrigen nicht sein, was ich sage, denn das sind im Wesentlichen Erkenntnisse aus dem Epic-Rechtsstreit und der Senatsanhörung. Genau solche Argumente und Aspekte scheinen für die Bewertung eine große Rolle zu spielen, gerade alles zusammengenommen.
 
@Link: Das hat aber jeder von Anfang an gewusst, der sich auf Apple eingelassen hat. Ist ja nicht neu, dass Apple alles gegen die Aussenwelt abschottet.
Und nein, ich mag weder Apple noch geschlossene Systeme. Deswegen nehme ich auch die Nachteile von Android in Kauf. Werde mich aber nicht beschweren, wenn sie dann nicht für 5 Jahre Updates liefern...
 
@MadScientist: Nur weil das den Apple-Kunden bekannt ist, bedeutet nicht automatisch, dass alles, was Apple so gerne auf iOS hätte, mit Gesetzen vereinbar ist oder dass keine Gesetze dagegen geschaffen werden können, wenn die Politik es für nötig hält. Die Vorinstallation des IE war Windows-Nutzern auch bekannt...
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