Bundesrechnungshof kritisiert App-Ausgaben in Millionenhöhe

Der Bundesrechnungshof rügt einige App-Angebote von deutschen Behörden als eine Verschwendung in Millionenhöhe. Besonders die Kosten für Support, Wartung und Werbung sind dem Bundes­rech­nungs­hof ein Dorn im Auge. mehr... Geld, Steuern, Euro, Banknoten Bildquelle: Pixabay Geld, Steuern, Euro, Banknoten Geld, Steuern, Euro, Banknoten Pixabay

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Ja - Apps sind zeitgemäss. Und Entwicklung und Support kosten nun mal Geld.
Und ja - es gibt genügend Apps die auch über ein Web-Interface verfügen.
Eine zentrale App die alle Behörden eines Landes zusammenfasst ist gar keine schlechte Idee. Bisher macht das jede Komune für sich selbst über das Web. Dürfte in der Zusammenfassung auch nicht günstiger sein; eher das Gegenteil.
Oder eine App für alle öffentlichen Verkehrsmittel.
Die Arbeit des Bundesrechnungshofes in allen ehren - aber die neuen Medien und der Zeitgeist sind auch für die Neuland.
Mittlerweile ist es ja so, dass schon Geräte die nicht von einer App unterrstützt werrden quasi Antiquitäten sind.
Na ja - zu Anfangszeiten des Internet hat man sich auch über jene lustig gemacht, die ihre eigenen Sites erstellt haben. Konnte sich niemand so richtig vorstellen was das nützen soll. Bis der Markt die Ahnungslosen einfach überrollt hat.
 
Das Urteil klingt nachvollziehbar. Es gab vorher schon freie Zeiterfassungsapps. Eine Datenbank für Heizkörper lässt sich als mobiltaugliche Webseite genauso gut und günstiger realisieren, das brauche ich nicht als App, die dauerhaft auf dem Drawer rumliegt. Gründer sind eine kleine Minderheit und es erscheint sehr fraglich (Stichwort Erfolgskontrolle), ob es mehr Gründungen geben wird durch einen Behördenwegweiser, der die ohnehin einfache Aufgabe, die richtigen Behörden zu finden, noch leichter macht.

Man hat das Gefühl, dass hier ohne Gefühl für Prioritäten freie Gelder in "Digitalisierung" gesteckt werden sollen. Ich bin überzeugt, dass solche Gelder besser darin angehelgt wären, Triviale Vorgänge, für die man heutzutage zum Bürgeramt oder zur Führerscheinstelle muss, so zu modernisieren, dass sie ohne Besuch per elektronischem Personalausweis durchführbar sind.
 
@dpazra: Du weisst aber schon, dass eine Web-Site wesentlich einfacher abzugreifen ist als eine App?
 
@Freizeitposter: Wäre mir neu, habe beides schon mitentwickelt, möchtest du das konkretisieren? Bitte auch darlegen inwiefern es überhaupt ein Angriff ist, wenn die Daten von einem Angebot abgegriffen werden, dessen Ziel es ohnehin ist seine Daten, etwa Informationen über die Effizienz bestimmter Heizkörper, möglichst einfach zur Verfügung zu stellen.
 
@dpazra: Ja - du bist eben Entwickler und kein Hacker......
 
@Freizeitposter: Woher weißt du, dass ich kein Hacker bin? Ein Hacker ist in der Regel ein Entwickler, der seine Kreativität in eine bestimmte Richtung lenkt.

Aber ich nehme an, du bist Hacker und kannst mir sagen inwiefern eine App den Datenabriff verhindert? Wenn die Daten in der App sind, kann man die Strings rausextrahieren, wenn die App die Daten von einer Web-API abruft, installiere ich sie auf einem Android-Gerät, stelle einen lokalen Proxy ein, kriege die Web-API-Calls (URLs und Header) und dann scrape ich die Web-API genauso, wie ich eine Webseite scrapen würde.

Und natürlich gibt es Gegenmaßnahmen, sowohl bei Webseiten als auch bei Apps. Twitter Scrapen ist z.B. ein bisschen Arbeit, wegen Rate Limiting und weil Twitter das jeweils geladene DOM klein hält, obwohl Twitter als Webseite verfügbar ist.

Es steht auch immer noch die Erklärung darüber aus, inwiefern es bei Anwendungen, die dazu dienen, Informationen über Heizungen oder Behördenadressen zugänglich zu machen, ein Problem ist, wenn jemand diese Daten abgreift, es sind ja öffentlich verfügbare Daten.
 
Was der Bundesrechnungshof von sich gibt, und wenn es noch so zutreffend ist, hat keine Konsequenzen und/oder Auswirkungen für zukünftige Projekte.

Summa summarum geht allen, außer dem Steuerzahler, es am Arsch vorbei was der Bundesrechnungshof alles kritisiert!
 
@upLinK|noW: So ist es. Es wurde auch die Bundesregierung kritisiert in mehreren Bereichen. Konsequenzen? Keine. Dafür hat Merkel ein müdes Lächeln übrig und dann heiter weiter.
 
Warum KOSTET die Werbung? Sollte die nicht eher was bringen?
 
@pcfan: Ist die Frage dein Ernst?
 
@pcfan: Ich denke es ist Werbung gemeint, dir woanders im Auftrag der Ministerien die App bewirbt, nicht Werbung innerhalb der App, die irgendwelche Produkte privater Firmen bewirbt.
 
@pcfan: Wenn Google oder Apple deine App ganz vorn plazieren, "bewerben" sollen, musst du dafür zahlen.
 
Es gibt jedes Jahr ein Schwarzbuch mit den größten Verschwendungen. Hat sich dadurch etwas geändert oder wurden die Schuldigen zur Rechenschaft gezogen? Da gibt es nur ein klares NEIN. Es entstehen für die Untersuchung nur neue Kosten um das Alles aufzudecken. Und wer zahlt? Das ist der Steuerzahler, also wir. Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus!
 
Ich kann garnicht so viel arbeiten, wie die Regierung das Geld verschwendet. Man braucht sich nur mal das Maut Debakel anzusehen. Einfach mal so ohne Rechtsgültigkeit Verträge geschlossen, die wieder mehrere hundert Millionen kosten.
 
Aber das die Entwicklung und Wartung einer App so teuer ist, geht irgendwie nicht in meinen Kopf.
 
@Einste1n: App Entwicklungen sind ziemliche goldgruben...
 
Alleine die Tatsache, dass der Bürokratieaufwand bei einer Firmengründung, in Deutschland anscheinend so undurchsichtig ist, dass selbst die Macher dieses Bürokratiewahnsinns wissen, dass man eine App braucht um durchzublicken, sagt schon alles aus.
Nicht nur, dass hier Steuergelder für eine App verschwendet werden. Mal sollte mal drüber nachdenken ob nicht das ganze System stinkt?! Man hat ne gute Idee mit ner Firma Geld zu erwirtschaften, aber der ganze Bürokratieapparat muss dann auch noch durchgefüttert werden. Von der Buchhaltung, dem Steuerberater, Notariat, den Mitarbeitern beim Finanzamt......selbst die Künstlersozialkasse kommt am ende angekrochen. Und alle kassieren mit ohne produktiv was zu schaffen.....So werden alle durchgefüttert die vor hunderten Jahren verhungert wären weil sie zu unfähig oder faul gewesen wären selbst zu jagen oder sich n Haus zu bauen
 
Hier machen Sie auch den fatalen Fehler, dass sie massenhaft Apps für diverse Dienste entwickeln.
z.B. wird jede Kommune, Behörde etc. sich seine eigene App für ihre Angebote bauen.
Den gleichen Fehler hat man hier auch beim SmartHome gemacht. Es wird ein Flickenteppich aus tausenden Apps entstehen und normalerweise sollte man solche Sicherheitskritischen Apps alle einen Audit unterziehen.

Das ist aber dann mit der entstehenden Masse an Apps nicht möglich.
 
@basti2k: Der Unterschied zwischen einer Behörde und freier Marktwirtschaft ist dir bewusst? Oder wolltest du letztere in Frage stellen?
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