Verbraucherschützer sehen bei E-Scooter-Anbietern schwere Verstöße

Man liebt sie oder man hasst sie, viel dazwischen scheint es nicht zu geben: Die Rede ist von elektrisch betriebenen Tretrollern. Vor allem in Großstädten wie Berlin sind E-Scooter omnipräsent. Nun geraten die Anbieter ins Visier der ... mehr... Elektromobilität, E-Scooter, Elektroroller, tretroller Bildquelle: Thomas Wolter/CC0 Elektromobilität, E-Scooter, Elektroroller, tretroller Elektromobilität, E-Scooter, Elektroroller, tretroller Thomas Wolter/CC0

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Naja bei den 85 Klauseln sind sicher auch Sachen dabei die in der Praxis gar nicht anders gehen oder harmlos sind.
Spontan fällt mir z.B. ein dass auch jeder bei jedem Fahrtantritt mit einem Auto es detailliert auf Verkehrssicherheit und Betriebssicherheit prüfen müsste. Da wird auch verlangt dass jede Hausfrau spontan zum KFZ Mechatroniker(m/w/d) wird.
 
@jackii: Naja so ganz richtig ist der Vergleich aber nicht. Zumal du beim Auto (wenns das eigene ist sowieso) eher die Fahrtüchtigkeit überprüfen kannst. Es geht ja auch nicht darum, dass du nun zum KfZ Mechatroniker werden sollst, sondern sie übertragen dir die Verantwortung, dass wenn z.B. die Bremse nicht mehr funktioniert und du deshalb einen Unfall baust, du verantwortlich bist. Oder wenn dir die Lenksäule während der Fahr abbricht und du selbst stürzt, dann zieht sich der Anbieter eben auch aus der Verantwortung und das geht nicht.
 
@jackii: nun, es ist dein Auto. Du fährst damit, du weißt wenn was ist und für alles andere gibt's den TÜV und Werkstätten. Auch wenn es sich dabei um Mietwagen handelt gibt's diverse Kontrollen die durchgeführt werden. Wenn man die Dinger (hab es noch nicht gesehen weil ich seit der Einführung noch nicht in Deutschland war) ähnlich wie die Fahrräder der Bahn an Stationen zum Abholen gibt dann geht das gar nicht anders. Wenn ich mit dem Teil umgehe wie ein Depp und es mit halb gebrochenem Rahmen abstelle und der nächste sich deswegen zehn Minuten später das Genick bricht kann man dem Verleiher keinen Vorwurf machen.
Und Deppen gibt's bekanntermaßen täglich immer mehr
 
@jackii: Zwar ist richtig, dass auch der Führer eines Kraftfahrzeuges sich vor Fahrtantritt von der Verkehrssicherheit zu überzeugen hat (Mechatroniker (m/w/d) muss man dazu nicht werden, man sieht hoffentlich auch so, dass Licht und Blinker funktionieren), der Halter des Fahrzeuges (in diesem Fall also die Verleihfirmen) ist dennoch nicht aus der Verantwortung.

Dein Vergleich hinkt ein wenig, er ist unvollständig. Nehme ich mir einen Leihwagen, muss ich checken, ob die Kiste in Ordnung ist. Europcar ist aber der Halter und trägt weiterhin die grundsätzliche Verantwortung für den Zustand des Fahrzeuges.
 
@P-A-O: Überwiegend stehen sie dauerhaft frei auf Gehwegen, Plätzen, usw. Geladen werden sie oft von normalen Leuten in ihrem Wohnzimmer per Crowdsourcing über eine App. Der Anbieter bekommt die Roller also eigentlich gar nicht zu Gesicht und vor allem nicht zwischen jeder Miete. So wie du schon sagst, kann so der Verleiher unmöglich sicherstellen dass auch mal ein Beschädigter angeboten wird.

@Der Lord:
Jap, ich meinte wenn einem zugetraut wird ein Auto zu überprüfen, dann müsste das bei einem Roller auch gehen, oder eben bei beiden nicht gehen.

Müsste man gucken wie genau es welcher Anbieter formuliert hat, wenn die was unzulässig in die AGBs schreiben, gilt es einfach nicht und der Kunde würde nicht pauschal für alles und jeden Haften.
 
@jackii: Dennoch darf der Anbieter nicht jegliche Verantwortung ablehnen. Er ist der Fahrzeughalter. Im Zweifel muss er Sorge tragen, dass die Dinger eben nicht überall abgeladen werden können, sodass der Anbieter mit überschaubarem Aufwand seiner eigenen Verantwortung nachkommen kann.

Ich sehe überall Fahrradständer für Deezer Bikes etc. Lass den Anbieter einen Pfand von 50 € nehmen, den man nur und erst wiederbekommt, wenn man den Scooter an der entsprechenden Station anschließt. Als blödes Beispiel. Blöd, weil das potentiell Kunden vergrault.

Wenn der Anbieter in den AGB jegliche Verantwortung ablehnt, ist das in der Tat eine unzulässige und damit unwirksame Klausel. Ich denke aber, bei der Majorität der Nutzer würde der Anbieter damit durchkommen. Die Leute streiten lieber nicht. Deshalb finde ich es durchaus legitim, dass die Verbraucherschützer solche Klauseln monieren und abmahnen.
 
Die Verbraucherschützer sind ja in vielen Fällen sehr nützlich, haben sehr oft auch Recht was ihre Kritikpunkte betrifft. Aber manchmal schießen die echt den Vogel ab.
Klar sind die Nutzer keine Experten, auch kann bei einer kurzen Kontrolle kein "Fachgerecht" erwartet werden. Aber eine kurze Sichtprüfung ob der Rahmen nicht an drei Stellen gebrochen ist oder die Bremsen funktionieren kann von jedem erwartet werden der auf so ein Ding steigt. Wer das nicht kann der ist für die Nutzung sowieso nicht geeignet.
 
@P-A-O: Zumal die E-Scooter jedem Abend eingesammelt, geladen und geprüft werden.

Fraglich hingegen ist die Altersprüfung bei der App-Registrierung.
Denn wie kann es sein, dass ein 13 jähriger in Frankfurt einen E-Scooter leihen kann, einen Unfall baut, dabei die Glasscheibe einer Bushaltestelle zertrümmert und sich selbst schwer verletzt.

Wenn die Nutzer der Leih-E-Scooter gegen die AGB's und Nutzungsbestimmungen verstoßen, sollten sie zukünftig gesperrt werden.

Stattdessen rennt die Polizei privaten E-Scooter Besitzern hinterher, die keine Versicherungsplakette haben. Diese würden ihre E-Scooter gerne versichern, dürfen/können es aber nicht, weil besagte ABE fehlt.
Dabei gehen private E-Scooter-Besitzer mit ihrem Gefährt anders um, als die mit den Leihgeräten. Schließlich hat das Gerät ordentlich Geld gekostet.

Im Grunde ist das Verhalten vieler Leih-E-Scooter-Fahrer nicht anders als das vieler Fahrradfahrer.
Ich schreibe extra "vieler" nicht "aller".
 
Hör endlich auf zu weinen Deutschland...
 
@Jedi123: Glaub nicht alles was die Medien dir erzählen.
 
@Remotiv: Vor allem nicht was in der Gazette mit den vier Buchstaben steht!!
 
@Remotiv: Lese Gott sei dank meistens ausländische Medien wie z.B. die "Neuer Zürcher Zeitung". :)

Leider gibt es bei uns nur noch betreutes Denken zu belesen.
 
@Jedi123: Ausländische Zeitungen sind nicht besser.
 
Sehr problematisch dinde ich auch die Tatsache, dass man Minutenpreise zahlen muss. Da wird jede Ampel, jede Brensung und jeder Stopp zur "Kostenfalle". Man ist also stets bemüht zügig ans Ziel zu kommen. Das verführt m. E. zu verkehrsgefährdenden Fahrverhalten.
 
@Remotiv: Man könnte meinen, viele Fahrradfahrer leihen ihre Räder auch nur aus :-D
So wie die manchmal über rote Ampeln schießen! x.x
Schwarze Schafe gibt es immer viele. Ich sehe auch viele Roller, die sich an alle Regeln halten.
 
Das hat man nun davon, dass jeder Scheiß kommerzialisiert werden muss, um viel Kohle damit zu verdienen. Wer das will, soll gefälligst auch die Verantwortung für das, was er anbietet, übernehmen. Wird in anderen Branchen der Wirtschaft ja auch so praktiziert, und wer ein kleines Unternehmen hat und das nicht will, der soll pleite gehen.
 
@Norbertwilde: "wer ein kleines Unternehmen hat und das nicht will, der soll pleite gehen"

So sehen die Städte mittlerweile auch aus...
 
@Norbertwilde: "Wer das will, soll gefälligst auch die Verantwortung für das, was er anbietet, übernehmen. Wird in anderen Branchen der Wirtschaft ja auch so praktiziert, ..."

Siehe Dieselskandal

VW lacht sich heute noch krumm und schief.
 
Auch schön:
- Vom Zahlungskonto dürfen alle Kosten eingezogen werden, die nach Ansicht des Verleihers vom Kunden verursacht wurden -- darunter auch Forderungen von Dritten.
- Mitunter sollen Kunden völlig überzogene Strafgebühren zahlen, wenn sie das Fahrzeug falsch abstellen oder nicht korrekt abmelden
- Persönliche Daten können ohne die erforderliche Zustimmung des Kunden zum Beispiel für Werbezwecke genutzt werden.

Quelle: https://www.vzbv.de/pressemitteilung/e-scooter-gravierende-luecken-im-kleingedruckten
 
@erso: Deshalb ist es doch schön, dass die wenigsten das Kleingedruckte lesen (verstehen) und trotzdem eine Haken bei :"Ich habe die AGB's gelesen und erkläre mich damit einverstanden." machen.

Keiner kann sagen, ich habe es nicht gewusst.
Dummheit muss bestraft werden.
 
typisch Deutschland halt, direkt alles verklagen was irgendwie neu ist
 
und drauf aus ist, mit möglichst minimalem Einsatz maximal Geld zusammen zu zocken.
 
Also ich gehöre wohl in die Zwischengruppe, wenngleich mir die Ökobilanz der Dinger sorgen macht (jeden Abend von einem Diesel-Bully eingesammelt zum Aufladen, nach einigen Monaten Akku verschlissen...)
 
Das ist wie mit den Autofahrern und Radfahrern...
..viele fahren Vorsichtig aber es gibt leider viel zuviele die
am liebsten gefühlte 3cm an einem vorbeirasen wollen und dabei noch jubeln.

Ich habe einen E-Scooter und fahre vorsichtig und achte eher auf meine Sicherheit.
Wenn ich weis dass eine Straße belebt ist dann geh ich auch mal
ein Stück zu Fuß...zudem wenn Gesetze mir sagen dass ich
auf die Straße muss wo ich in die Schienen der Straßenbahn reinkommen kann
falls plötzlich einer die Autotür an der Seite öffnet....
...nee in solchen Situationen nehm ich entweder den Gehweg oder steige ab und schieb ein Weilchen bis kaum noch Hindernisse da sind.
Zudem versuche ich immer Schleichwege zu finden mit wenig Verkehr.

Nicht wie manche Rücksichtslose Radfahrer.

Das Problem an dieser ganzen Diskussion um die Roller ist doch simpel..
..es gibt einfach zuviele "Draufgänger".
Das Problem ist immer der Mensch und nicht das Fahrzeug.

Man sollte immer Respekt vor anderen haben und auch mehr auf Eigensicherheit achten.
Ich lasse auch vielen Autos den Vortritt(beislpiel Kreuzungen)...das ist immer besser als irgendwann auf der Kühlerhaube zu landen weil man "nicht gesehen wurde".
 
Sollten eine Tüv Plakete und Wartung für alle e-Geräte im Straßenverkehr (e1-Autos, e-scooter, e-bikes) einführen. Verdienen anderen halt Kohle dabei, aber ist bei normalen Autos und Motorräder ja auch so.
Schließlich ist ein Motor verbaut, egal ob Benzin oder e-motor.
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