Samsung stellt neue Generation von Bildsensoren für Smartphones vor

Bei Samsung wird man in Kürze eine neuen Generation von Bildsensoren ins Rennen schicken, mit denen sich Smartphone-Kameras deutlich aufwerten lassen sollen. Die neuen Isocell-Chips warten dabei mit einer deutlichen Steigerung der Pixel-Zahlen auf, ... mehr... Samsung, Sensor, CMOS Bildquelle: Samsung Samsung, Sensor, CMOS Samsung, Sensor, CMOS Samsung

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Erstmal danke, dass Ihr gleich am Anfang darauf hinweist, dass hohe Pixelzahlen nicht unbedingt etwas mit Qualität zu tun haben.

"In den letzten Jahren sind Mobiltelefon-Kameras das wichtigste Instrument für die Aufzeichnung und das Teilen alltäglicher Momente geworden" ...dazu kann ich Samsung nur mein Lob aussprechen...die Marketing-Maschinerie hat perfekte Arbeit geleistet. Man muss es den Kunden nur immer wieder vorbeten und schon ersetzt das Smartphone eine richtige Kamera.
 
@tommy1977: Bei guten Lichtverhältnissen zeigst du mir aber den Unterschied einer normalen Kompaktkamera (oder auch Spiegelreflexkamera) zum Smartphone Bild.

Bei schlechten Lichtverhältnissen gebe ich dir recht => Da fallen Smartphones sehr schnell ab.
 
@mike4001: Du schreibst es ja selber..."Bei guten Lichtverhältnissen..."...und selbst dort greift die Software oftmals zu übertrieben ein. Ich selbst nutze das View 20 mit einem 48 Mpx-Sensor von Sony. Das Teil macht schon super Bilder, wird aber meine DSLR nicht ersetzen, da ein Smartphone niemals Dinge wie großen optischen Zoom und Wechseloobjektive unterstützen wird.
 
@mike4001: Klar, auch bei guten Lichtverhältnissen ist ein Unterschied zwischen Smartphone-Bild und DSLR zu erkennen. Allein schon Details und Texturen sind beim Smartphonebild vermatschter als bei denen meiner DSLR - denn zum guten Bild gehört neben dem Sensor auch die Optik. Ein gutes DSLR-Objektiv ist preislich schon auf dem Niveau eines iPhone XS - und da ist die DSLR noch nicht dabei.
Man wird also immer einen Unterschied erkennen.
 
@mike4001: Das kann nur jemand sagen, der nie mit richtigen Kameras fotografiert hat. Schon die Physik sorgt dafür, dass eine Smartphone-Kamera unabhängig vom Sensor NIE mit einer DSLR mithalten können wird. Fängt schon damit an, dass du beim Smartphone keine Blende hast. Aufwendige Linsenkonstruktion fällt auch flach, daher muss die Software Verzerrungen, CAs und ähnliches rausrechnen, was Schärfe kostet. Und dann natürlich die Brennweite, die kein Freistellen erlaubt, das macht auch die Software (würg!). Ach ja, und neben Problemen bei wenig Licht hast du auch eine sehr begrenzte Dynamik.
 
@tommy1977: Ein Smartphone ersetzt eine richtige Kamera, die Frage ist: welches Smartphone ersetzt welche Kamera. Das ein 100-Euro-China-Böller keine 2k DSLR ersetzt, ist wohl klar, aber ein iPhone XS, Pixel 3 oder gar ein P30 pro ersetzt wohl problemlos eine Kompaktkamera. Und das Smartphone habe ich typischerweise immer dabei, die DSLR wohl eher nicht.
 
@ZappoB: Bis auf das P30 Pro haben die Geräte aber kaum einen umfangreichen optischen Zoom, dieser ist aber bei der Kompaktkamera meistens dabei.
 
@floerido: Da gebe ich dir unumwunden recht, GsD zeigt das P30 pro den Weg in diese Richtung. Trotzdem nutze ich seit dem iPhone 6 eigentlich keine andere Kamera mehr unterwegs, und seit dem X habe ich noch nicht einmal mehr meine Sony Systemkamera für spezielle Events gezückt. Die Fotos (teilweise mit den passenden Foto-Apps) sind damit gut genug. Ich sage nicht, dass es nicht besser ginge, aber auch am 65" UHD TV sind die Bilder super zu präsentieren.
 
@ZappoB: UHD sind ja auch "nur" 8 MegaPixel.
Ich persönlich habe wegen des Verwackelns dann doch meistens lieber eine ordentliche Kamera in der Hand.
 
@floerido: Ja, "nur" 8 MP, aber 65" - damit will ich auch sagen, dass es nicht nur auf die MP, sondern die insgesamte Qualität der Bilder ankommt. Ein 16 MP Bild mit einer schlechten Optik oder einem schlechten Sensor bringt da nichts.
 
@ZappoB: Dass das Smartphone eine Kompaktkamera ersetzen kann, habe ich auch nie bestritten, da die Leistungswerte inzwischen in etwa die gleichen sind. Was mich an diesem ganzen Hype aber stört, ist die Tatsache, dass die Hersteller die Phone-Kameras darstellen, als ob damit jeder Profi-Fotograf hochwertige Ergebnisse erzielen kann. Wer ein wenig mehr als für Schnappschüsse in die Materie der Fotografie eintauchen möchte, wird sehr schnell die Grenzen erkennen und merken, dass dieser Fokus auf die Kamera nur eine riesige Werbeblase ist.
 
@tommy1977: Ich will dir ja allgemein nicht widersprechen, dass ein Smartphone es nicht mit einer guten Systemkamera oder DSLR aufnehmen kann, aber es gibt Profi-Fotografen die hochwertige Ergebnisse mit Smartphones (damals speziell dem iPhone) erzielen, weil man im Studio eine optimale Umgebung schaffen kann. Und ich kenne zumindest einen Profi-Fotografen persönlich, der durchaus mit seinem iPhone seine eigenen Bilder von unterwegs schießt. Zitat: "das beste Bild machst du mir der Kamera, die du dabei hast". Alte Weisheit, aber immer noch gültig.
 
@ZappoB: Oder es zeigt, dass mittlerweile der Geschmack soweit verändert ist, dass weil die Gewohnheit an die digitale Nachbearbeitung sich gefestigt hat, man auch zusammengerechnete Fotos der Handys akzeptiert.
 
@floerido: Mag sein. Aber ich habe tatsächlich Papier-Bilder und Dias von meiner ersten Spiegelreflex-Kamera aus den 80ern hier und auch von div. Schnippomatik-Kompakt-Kameras - hier ziehe ich die Bilder meines Handys (ca. seit dem iPhone 6) definitiv vor. Und die Bilder aktueller Top-Handys sind IMHO den Schnippsen aus den 90ern und 0ern weit überlegen.

Ich sage ja: natürlich machen aktuelle hochwertige Systemkameras und DSLR bessere Bilder, man hat den Vorteil von Wechselobjektiven usw. - aber ICH schleppe die Teile nicht mehr mit mir herum, weder im Alltag, noch im Urlaub. Die Bilder meines Handys reichen mir dicke. Und wie es aussieht dem größten Teil der Kundschaft. Das soll NIEMANDEN seine Begeisterung für seine richtige Kamera verderben. Aber ich sehe darin definitiv keine Verrohung der Gesellschaft ;)

PS: Ja, besonders die digitale Nachbearbeitung (nachträglich und manuell) ist für mich das Besondere, unabhängig von der Kamera. Aus einem etwas fahlen oder unterbelichteten Foto kann man damit zumindest etwas brauchbares machen, was früher als Papierbild einfach weggeworfen worden wäre. Natürlich sind die Ergebnisse nicht mit einem perfekt inszenierten Bild vergleichbar, aber es rettet den einen oder anderen unwiederbringlichen Moment.
 
Hhmmm, mehr Pixel auf gleichgroßer Sensorfläche dürften aber das Rauschen bei hohen ISO (also bei schlechtem/wenigem Licht) eher noch verstärken als umgekehrt. Wenn, dann müßte meines Erachtens auch die Sensorfläche größer werden. Fraglich, ob in die Telefongehäuse größere Sensoren reinpassen würden. Doch falls möglich, bräuchte es danach auch komplett andere Optiken, die für die geänderten/vergrößerten Sensoren neu angepasst wurde.

Klingt nach eine schwierigen Aufgabe.

Die Algorithmen, die danach zur Bildaufbereitung zum Einsatz kommen, können mir allerdings gestohlen bleiben. Die fertigen JPGs, die aus Smartphones rauskommen, haben mir noch nie gefallen. Wenn, dann müßte man auch die Rohdaten (RAW, z. B. als *.dng) aus der Kamera rausholen können, um diese danach auf eigene Faust entwicklen zu können.

Wer allerdings mit den JPGs Out-Of-Camera immer zufrieden war, wird hierbei im Vergleich zu bisher vermutlich ziemlich tolle Bilder bekommen. Dabei waren die bisherigen Photos aus Highend-Smartphones auch schon sehr gut, vor allem, wenn man bedenkt, daß das keine echten, reinen Kameras sind, sondern Kameramodule innerhalb eines Mobiltelefons.

Bin gespannt.
 
@departure:
Mehr und kleinere Sensorpixel bieten das Potential, die Bildqualität nicht nur auf das gesamte Bild bezogen zu verbessern (wobei man davon absehen sollte, bis zu den einzelnen Pixel in das Bild hineinzuzoomen), sondern auch auf der Ebene der Pixel.
Der Schlüssel dazu liegt darin, die geringe Größe eines Sensorpixels zu kompensieren, indem man in die vierte Dimension ausweicht, also die Belichtungszeit verlängert.
Kleine Pixel können nur wenige Elektronen speichern; wenn weitere Photonen absorbiert werden und zusätzliche Elektronen freisetzen, finden diese keinen Platz mehr im Ladungsspeicher und müssen abgeleitet werden, um einen Überfluss der Ladungen zu Nachbarpixeln ("Blooming") zu vermeiden.
Anders sieht es aus, wenn man eine Belichtung in mehrere Teilbelichtungen unterteilt. Es ist ein bisschen so, als müsste man 10 Liter Wasser holen, hätte aber nur ein Gefäß, das einen Liter fasst - dann muss man eben zehn Mal gehen.
Genauso kann man die Speicherkapazität eines Sensorpixels virtuell erweitern, indem man es mehrmals hintereinander ausliest und die Ergebnisse aufsummiert. So lange jede einzelne Belichtung kurz genug ist, dass die Pixel nicht überlaufen, erhält man am Ende ein Ergebnis, wie es vielfach größere Sensorpixel liefern würden.
 
@MaikEF_: Verstehe, vielen Dank für die Erklärung. Also wird es gar kein richtiger 64-MP-Sensor sein, sondern 4 x 16MP?
 
@departure: Keine Ahnung, aber rein technisch wäre es möglich, bei gleicher Sensorgröße mehr Pixel unterzubringen und mit den entsprechenden Algorythmen bei der Nachverarbeitung dennoch keine Qualitätsverluste einzufahren, darauf wollte ich hinaus (bezüglich deines Kommentars).
Selbstverständlich spielen da noch viel mehr Faktoren eine Rolle.
Ob das von Samsung per Stacking umgesetzt wird... wird sich erst in Zukunft zeigen.
 
Und 4 Pixel von dem 64 MP Chip sind zusammen besser, als wenn man einen 16 MP Chip baut, bei dem die Pixel 4 mal so groß sind?

Kann ich nicht ganz nachvollziehen.
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