9200 Händler: Gesetz gegen Online-Steuerbetrug sorgt für Anmeldeflut

Jahrelang waren Online-Händler aus dem Ausland, die keine Umsatzsteuer abführen, für die deutschen Behörden schwer zu verfolgen und zur Verantwortung zu ziehen. Ein neues Haftungsgesetz soll jetzt aber dafür sorgen, dass jährlich bis zu 500 ... mehr... Geld, Steuern, Euro, Banknoten Bildquelle: Pixabay Geld, Steuern, Euro, Banknoten Geld, Steuern, Euro, Banknoten Pixabay

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Und werden die Chinesen dann ihre korrekten zahlen angeben? Ich meine wenn sie eh da sitzen,wo sie keiner Gefahr ausgesetzt sind, können sie weiterhin steuern hinterziehen. Sie brauchen ja nur den Schein,damit sie nicht von der Plattform fliegen
 
@TobiasH: Amazon (wir nehmen mal den Marktführer mit der größten Ansammlung an Steuervermeidern) reported die Umsätze seit kurzem Jahr automatisch/unaufgefordert an das FA.
Auch bei Alibaba dürfte die Vorgehensweise ähnlich sein.
 
Ach sieh an, wenn man am Marktplatz ansetzt, bewegt sich was. Wer hätte das denn vor 10 Jahren unterschrieben?
 
Wenigstens ab und zu trauen sich die Behörden auch mal bei den Firmen mit Anpassungen der Regeln durchzugreifen.
Sicher werden dadurch die Produkte direkt aus Fernost ein bisschen teurer, weil die ihren Gewinn nun anders einpreisen müssen. Andererseits ist das nur fair, wer aus China importiert und seine Waren hier ganz normal verkauft, wurde durch dieses Schlupfloch bisher benachteiligt. Von daher ist das ganz klar eine Stärkung des lokalen Handels
 
@Irgendware: Bei einem USB-Kabel für 1,30 Euro o.ä. wird es wirklich nur ein bisschen teurer, da stimme ich dir völlig zu.

Da schlagen "heimische" Anbieter mehr zu:
Vor wenigen Jahren wurde beispielsweise der Preis für Senseo-Kaffeepads um 10 Cent angehoben und zugleich der Packungsinhalt von 18 auf 16 Pads reduziert. Oder der Preis für ein 450g-Glas Mühlhäuser Pflaumenmus wurde beim Penny von 1,49 Euro in 10-Cent-Schritten auf aktuell 1,79 Euro angehoben (beim Mutterkonzern Rewe kosten dieselben (!) Produkte ohnehin oft noch einmal etwas mehr).

Besonders arg ist es bei der Butter: ein normales 250 Gramm-Stück kam beim Discounter noch vor 2 Jahren (?) 75 oder gar 70 Cent. Dann stieg es über Nacht auf 2 Euro - da aber die Preise für alle anderen Milchprodukte mehr oder minder stabil blieben, kann es kaum daran lieben, dass die Bauern, also die Erzeuger, endlich von der Milchviehhaltung leben könnten.
Nebenbei ist heute oft sogar die bessere irische Butter günstiger als die einheimische Wasser-Butter - was sicher auch negativ auf den Absatz heimischer Butter wirken dürfte. Erzeuger kriegt nicht mehr Geld, wird aber wneiger los; Endkunde zahlt deutlich mehr - satter Umsatzgewinn bei Molkereien und/oder Handel.

Die paar Cent bei Chinaware dürfte also weit weniger weh tun als manch andere Preiserhöhungen, allen voran die bei der Euroeinführung.
 
@Drachen: Bei den Milchprodukten muss ich dir Widersprechen. Vor ca. 2 Jahren begann da ein "Krieg" zwischen Bauern und Händlern.
Bauern weigerten sich Milch weiterhin zu günstig abzugeben und haben mehr verlangt. Wenn sie den höheren Preis nicht bekommen haben, haben sie die Milch lieber in anderen Bereichen der Viehzucht genutzt oder einfach weggeschüttet.
Daher kam es zur Knappheit gerade bei Milch, aber auch bei Milchprodukten. Da erhöhten schon die Händler den Preis um von dem geringeren Angebot zu profitieren.
Gleichzeitig haben sie damit den Milchbauern in die Hände gespielt, denn die Kunden waren irgendwie doch bereit, mehr zu zahlen.
Seit dem tobt ein Krieg um den (Einkaufs-)Preis. Dieser macht sich nicht nur bei Butter bemerkbar. Vor 2 Jahren hat der Liter H-Milch noch im Schnitt 50 Cent gekostet, jetzt sind es 75 Cent. Und so ganz stimmen deine Butter Preise auch nicht. Aktuell für 1,69 € bei Lidl und Co. zu bekommen. Also noch lange keine 2 € (und kann mich nicht daran erinnern, dass er mal bei 2 € lag). Und auch davor hat Butter keine 70 Cent gekoster, eher 85.
Aber ok... da geht es nur um ein paar Cent und je nachdem wo man wohnt, kann das schon mal abweichen. Nehmen wir es also mal so hin :)
Und in Deutscher Butter ist nichts anderes drin, als in Irischer Butter... nur Milch von anderen Kühen. Denn was bei Butter drin sein darf und was drin sein muss und sogar die Verhältnisse sind zum größten Teil gesetzlich geregelt in DE!
 
@Scaver: Sowohl die 2 Euro als auch die 70 Cent stimmen.
Und in deutscher Butter ist mehr Wasser drin. Kann jeder selber testen - lass je ein Stück Butter 2 Tage im Kühlschrank. dann nimm sie raus und schau mal, welche davon du sofrt streichen kannst und welche du erst aufwärmen musst, um sie auch auf frischem weichen Brot streichen statt nur ganze Stücke durchdrücken zu können.
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