Sony plant durch Brexit-Ungewissheit jetzt den Umzug nach Amsterdam

Der Elektro-Riese Sony hat sich getrieben vom Brexit dazu entschlossen, seinen Europa-Hauptsitz von London nach Amsterdam zu verlegen. Der Umzug soll schon zum 29. März 2019 stattfinden, der größte Teil erfolgt aber zunächst "auf dem Papier". mehr... Sony, Logo, Silber Bildquelle: Sony Sony, Logo, Silber Sony, Logo, Silber Sony

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Viel Spaß dabei.. mal gucken, ob sie da auch langfristig bleiben.
 
@bLu3t0oth: Das hängt im wesentlichen davon ab, was dieses gescheiterte Königreich auf der Insel in der nächsten Zeit schafft auf die Beine zu stellen.

In beide Kniee haben sie sich ja schon geschossen, derzeit halten sie sich die Knarre an die Schläfe.

Sollten sie doch noch zur Besinnung kommen, wonach es derzeit nicht aussieht (aber der Brite zockt ja auch schon mal gerne), dann lässt dich der "Umzug" genauso schnell wieder rückgängig machen, wenn Sony irgendwelche Perspektiven dort sieht.
 
@rallef: "derzeit halten sie sich die Knarre an die Schläfe" seh ich auch so, nur das die schon einmal abgedrückt haben und es bisher ein blindgänger war ....
 
Und somit zeigt sich, dass sich die Briten mit ihrer 52:48%-Mehrheit keinen Gefallen getan haben.
Der Brexit hätte mit einer solch knappen Mehrheit nie durchgeführt werden dürfen. Eine gesunde 2/3tel-Mehrheit hätte es eigentlich schon erfordert, für einen solch großen Schritt.
 
@Hanni&Nanni: Wach was, es liegt doch total im Trend, die komplexesten Dinge einfach auf ganz simple Antworten herunterzubrechen. Das Pfolck will es so! -.-
 
@ckahle: Ich hoffe dieses "Pfolck" ist irgendeine ironische Anspielung...?
 
@Raivenstar: Ich vermute, es ist eine Symbiose auf "Volk" und "Pflock" (wie Pfosten). :-)
 
@Raivenstar: Um ganz sicher zu gehen solltest du vielleicht Captain Obvious fragen! ;-)
 
@Hanni&Nanni: Mehrheit ist eben Mehrheit, 2/3 Mehrheiten blockieren einfach viele Entscheidungen und ich finde es nicht falsch generell diesen weg zu gehen um so politisch keinen Stillstand zu erzeugen.
- Abkommen zwischen EU und UK bräuchte 2/3 Mehrheit
- Abkommen braucht im UK Unterhaus 2/3 Mehrheit
usw usf
Das macht die Entscheidungsfähigkeit einfach kaputt. Schlussendlich sind dann auch jene die den status quo bevorzugen immer stark im Vorteil. Wenn man sich mal Entscheidungen auf EU Ebene anschaut würde kaum noch irgendwas beschlossen werden.

Das Sony oder irgendein Unternehmen meint für die EU ihren Hauptsitz in UK nach einem Brexit lassen zu können ist auch völlig absurd, das war und ist eigentlich von vorn herein klar gewesen.
 
@0711: 2/3 sehe ich auch eher kritisch, aber bei einer solchen Sache wie dem Brexit hätte es gut getan wenn man ein hohes Organ, wie hm ... keine Ahnung, vielleicht ein König/Königin *zwinker* ein Veto aussprechen könnte und einfach sagt: "ihr fahrt den Karren gerade in den Dreck, überlegt euch das nochmal genau"
 
@0711: Man sollte schon überlegen, wann man eine 2/3-Mehrheit zugrunde legt. Bei Fragen wie "soll Deutschland die Todesstrafe einführen", "sollen wir uns noch an die UN-Menschenrechtscharta halten" oder "soll Deutschland aus der NATO austreten" (um mal ein paar konstruierte Beispiele zu nennen, die das Ganze verdeutlichen sollen), wäre eine einfache Mehrheit fatal, wie man sich sicher denken kann.

Und genau das hat UK aber getan: mit einer einfachen Frage zu einem äußerst komplexen Sachverhalt mittels einfacher Mehrheit das gesamte Land gespalten und sogar die Sicherheit in der EU (Irland/Nordirland) und die Wirtschaft grob fahrlässig gefährdet.
 
@Torchwood: Sehe ich nicht so, die Tragweite der "Kanzlerwahl" ist auch nicht gering, niemand würde auf die Idee kommen hier 2/3 Mehrheiten zu fordern, niemand hat beim Eintritt in die EU irgendwo 2/3 Mehrheiten gefordert.

Ich sehe gerade bei weitreichenden Fragen Volksentscheide als das Mittel der Wahl und das mit einfacher Mehrheit auch bei deinen Beispielen ebenso wie beim Brexit. Nebenbei würde ich es in der Politik begrüßen wenn es keine Koalitionsbildungen mehr geben würde und man anhand der Sachlage entscheiden müsste anstatt nach Partei oder Koalitionslinie
 
@0711: Dass Volksentscheide mit einfacher Mehrheit möglicherweise suboptimal sind, sieht man gerade sehr schön beim Brexit. Direkte Demokratie - aber um welchen Preis..?
 
@Torchwood: dem Preis echter Demokratie. Ja nicht alle Ergebnisse müssen dem eigenen Geschmack entsprechen, so ist Demokratie eben aber auf diesem Weg kann man immerhin sicherstellen dass die Entscheidung von einer Mehrheit des Volkes ausging und nicht von einigen wenigen die sich eh nicht an vorherige versprechen halten.
 
@Hanni&Nanni: Das passiert, wenn man die Meute entscheiden lässt. Ich bin mir sicher, dass sich mehr als 99% der Wähler keine drei Minuten über die Folgen eines Austritts Gedanken gemacht haben. Bei gewissen Dingen sollte nur ein gebildetes Gremium entscheiden dürfen und nicht der unwissende Mitläufer der nachpfeift was der Nachbar vorpfeift.
 
@Thomas Höllriegl: Die Politik folgt häufig nicht Empfehlungen aus der Wissenschaft und Forschung...oder gar Entscheidungen von entsprechenden Gremien. Die hellsten Leuchten gehen auch eher selten in die Politik sondern finden sich in der wirtschaft, wäre aber auch nicht so recht die Adresse in die ich großes vertrauen setzen würde dass sie im sinne der Bevölkerung beschließt.

Wenn die Meute eben was will was du als schlecht empfindest, dann will die Meute das eben, das ist teil des demokratischen Prozesses. Es gibt ja auch andere Systeme, die funktionierten bisher nicht so.
 
@Hanni&Nanni: Eine Mehrheit ist grundsätzlich halt mehr als die anderen. Kurz: Mehr als die Hälfte.

Der Grund warum bei uns Änderungen am Grundgesetz 2/3 brauchen ist ein ganz anderer und eher ein Ausfluss aus dem dritten Reich: Die Amtierende Regierung soll Änderungen nicht im Alleingang machen dürfen sondern die Opposition soll ebenfalls zustimmen müssen. Nur deswegen wurde die Hürde auf 2/3 festgelegt und das klappt natürlich nur so lange, wie die Regierung selbst nicht die 2/3 überschreitet.
 
@KarstenS:
Bei 2/3 ist ja auch nicht von Mehrheit, sondern von qualifizierter Mehrheit, die Rede...
Es gibt auch in anderen Systemen Mehrheiten die mehr als 50% benötigen, siehe US-Kongress der Budgetenscheidung mit 60% treffen muss, oder die EU, 65%, der durch die Regierungen vertretenen EU-Bevölkerung, müssen repräsentiert sein...
 
@KarstenS: Dann wären also 50,1% schon ausreichend, um eine Entscheidung qualifiziert zu treffen? Dein Ernst?
 
@Torchwood: Wenn die Entscheidung auf einer Mehrheit basiert, ist das eine Mehrheit. 50,1 ist mehr als 49,9.

Wie gesagt. Das mit den 2/3 für Grundgesetzänderungen haben wir bei uns nur, damit die amtierende Regierung, welche immer mehr als 50% stellt, das nicht im Alleingang machen kann. Ansonsten hätten wir noch schneller als ohnehin wieder Zustände wie im dritten Reich.
 
Amsterdam ist bei steigendem Meeresspiegel aber auch keine Dauerlösung. Wenn man schon umzieht, sollte man sich vielleicht etwas langfristigeres suchen. ^^
 
@Runaway-Fan: Im Gegensatz zu den USA sind Wände / Dämme / Mauern in den NL durchaus unumstritten, real und recht solide gebaut. Schon mal auf dem Afsluitdijk gestanden?

Zumindest mittelfristig ("solange es Sony noch gibt") sehe ich da keine Probleme.
 
Was für eine Bedeutung hat dieser Umzug? Müssen die woanders Steuern bezahlen? Was ändert sich für Sony?
 
@eshloraque: Die Mitarbeiter müssen alle Käse essen, in Holzschuhen rumlaufen und sich Tulpen auf den Schreibtisch stellen. Bei den Getränken kann man wählen zwischen Mineralwasser oder Fleischtomaten.
 
@heidenf: Die schlimmste Änderung hast du natürlich nicht erwähnt:
jeder Mitarbeiter muss mindestens 3 Joints täglich kiffen!
Hast du das absichtlich unterschlagen?!
 
@eshloraque: Das Firmenkapital und die Mitarbeiter sind woanders. Und die Steuern werden woanders gezahlt. Daher wird das für den UK Fiskus gleich mal wieder einen Verlust bedeuten. Wäre nicht der erste, den man vielleicht so nicht bedacht hat.
 
@Thunderbyte: Bedacht hat man das allesschon, nur hat man halt nie damit gerechnet dass der Brexit tatsächlich durchgeht. Die Abstimmung war ja nur als grosser Bluff gedacht.
 
Warum Amsterdam und nicht Berlin, Hamburg oder München? Diese Frage sollten wir uns mal stellen ...
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