Amazon: Cloud-Anbieter geht mit eigenem ARM-Prozessor an den Start

Amazon ist bekanntermaßen der größte Cloud-Anbieter der Welt. Die Tochter des Handelskonzern-Riesen, Amazon Web Services (AWS), entwickelte jetzt einen eigenen ARM-Server-Prozessor für seinen Cloud-Geschäftsbereich und verspricht sich dadurch ... mehr... Prozessor, Cpu, Logo, Chip, Arm, RISC Bildquelle: ARM Prozessor, Cpu, Logo, Chip, Arm, RISC Prozessor, Cpu, Logo, Chip, Arm, RISC ARM

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Ob sie jetzt selbstentwickelt sind oder ob sie zugekauft werden: was simples Webhosting angeht liegt die Zukunft (im Cloudbereich) bei ARM. Theoretisch würde auch mein Raspberry Pi die Workload packen die ich auf meinem Webserver laufen hab mit 15 Webseiten + Mailserver und Nextcloud - und er kostet einmalig das, was ich monatlich für den Server zahle.
 
@Ludacris: kann man nur schlecht vergleichen. An den wenigsten Stellen werden so Läden wie Amazon einzelne Kisten dort stehen haben, die nur eine Seite plus etwas Kleinkrams hosten.
Und sobald da ein paar tausend Webseiten drauf laufen, ist auch die Workload etwas höher. Insofern sehe ich nicht, warum nur ARM die Zukunft sein soll. Bisher waren alle ARM Designs sparsam, aber vergleichsweise lahm. Hatte man ähnliche Performance wie Intel, hatte man auch ähnliche Verbräuche.
 
@der_ingo: scheinbar muss es da großes Potential geben. Wenn Amazon selbst zu ARM greifen will.

Wahrscheinlich der Aufwand für die meisten Webseiten und Webapps kolossal überschätzt.
 
@eshloraque: ich gehe davon aus, dass das eher was mit Lizenzen, Verfügbarkeit und Kontrolle zu tun hat.
Während früher alle Welt auf fertige CPUs von wenigen Herstellern gesetzt hat, gehen heute immer mehr Firmen zu "Custom Designs" - und die sind eben auf x86 Basis nicht möglich. Man möchte exakt "seinen" Server, dessen Hardware man selber so lange herstellen lässt, wie man es für sinnvoll hält. Ohne dabei an Produktzyklen von Intel oder evtl. AMD gebunden zu sein. Mit einer einfachen ARM Lizenz und komplett unter eigener Kontrolle.
Und wenn man meint, dass die CPU dann bestimmte Features haben oder nicht haben soll, baut man das halt einfach so. Da dürfte es bei Amazon eher hin gehen.
 
@der_ingo: Na klar kann man es vergleichen. Auf meinem Server liegen die Ressourcen brach - wenn nicht mal ein Raspberry ausgelastet ist (und der ist kein hochoptimierter Server) dann kann man sich ausrechnen was man hier an Energie und Platz sparen kann. Ein großer Punkt ist, dass man hier eben auf weniger Platz mehr Kerne, Ram und Speicher hat und somit auch mehr hosten kann.
 
@Ludacris: nein, denn das würde bedeuten, dass die Dinger bei gleicher Leistung deutlich sparsamer wären. Den Beweis müssten sie erst noch antreten.

Dass bei deiner Aufgabe ein x86 mit deutlich mehr Leistung, aber halt auch mehr Stromverbrauch, nicht die ideale Lösung wäre, ist klar. Aber wenn jemand zehntausende Seiten hostet, verdichtet man die normalerweise ja auf schnellen Maschinen und nicht auf zehntausenden Mini-Servern.
 
@Ludacris: Abgesehen natürlich von der Hochverfügbarkeit, der schnellen Anbindung, Reserven für Stoßzeiten mit tausenden Nutzern, usw...
 
@pcfan: Ich bin mir sicher, dass das alles miteingeplant wird.
 
@Ludacris: Nein, ich meine deinen Pi ;)

Dass ARM in kommerziellen Servern stark sein kann, glaube ich sofort.
Arm spielt seine Stärken da aus, wo viele Threads gebraucht werden anstatt wenige mit hoher Leistung pro Thread und gleichzeitig alles so Energieeffizient wie möglich sein soll.

Das ist in den meisten Servern der Fall, auf die viele Leute gleichzeitig zugreifen mit vielen kleinen Anfragen.
Klingt nach ner Cloud, würd ich sagen.

Für richtig Power gibt es dann sicher auch noch einige XEON oder THREADRIPPER Server, falls jemand mal so was braucht.
 
@pcfan: Threadripper wohl nicht. Epyc nennt sich die AMD Serverplatform. ;-)
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