Nach über einem Jahr: APFS-Support kommt für Macs mit Fusion Drives

Apple hatte schon vor rund zwei Jahren zur WWDC 2016 angekündigt, das neue Apple File System (APFS) als Nachfolger von HFS+ einführen zu wollen. Zunächst startete man vielversprechend in die Betaphase und schließlich gab es die Umstellung auf ... mehr... Apple, Imac, Apple iMac, WWDC 2017 Bildquelle: Apple Apple, Imac, Apple iMac, WWDC 2017 Apple, Imac, Apple iMac, WWDC 2017 Apple

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Das wird spannend, APFS tendiert zur Fragmentierung. Bei einem Flashspeicher stört dieses nicht, aber bei einer Platte ist gerade das ein großes Problem.
 
@floerido: Vielleicht hat es ja genau deshalb so lange gedauert.
 
@CoolMatze: Das liegt aber am Konzept von APFS, mit den Zeigern, Snapshots, Clones usw.. Wenn man das entfernt hat man dann kein APFS mehr.
 
@floerido: Bei Minute 22:25 werden deine Bedenken ausgeräumt:

https://developer.apple.com/videos/play/wwdc2017/715/
 
@Hape49: Übliche Werbepropaganda, wenn man sich einen binären Dump eines Speichers ansieht, dann sieht man sehr schön die Fragmentierung in der Praxis. Auf ordentliche Dev-Paper muss man natürlich auch warten.
 
@floerido: Was soll das? "Werbepropaganda"? Als ob NTFS nicht ganz genauso fragmentieren und im Hintergrund defragmentieren würde! Ist das auch Werbepropaganda? APFS funktioniert und ist sicher, schnell, platzsparend und hat moderne Features (wie UTF 9, Container und EFI-Treiber im Dateisystem), die in Zukunft noch ausgebaut werden können. Damit hat Apple zusammen mit BSD (ZFS) und Linux (btrfs) eines der modernsten Dateisysteme. Punkt. Und Windows krebst immer noch mit mit dem uralten NTFS herum. Dabei hätten sie ja sogar mit ResFS ein modernes Dateisystem, das aber (bisher?) nur auf Servern ausgerollt wurde.
 
@Hape49: Du fängst an diese Werbetexte einfach unreflektiert zu verbreiten. Die WWDC sind Veranstaltungen zur Selbstbeweihräucherung.
Schaue dir mal richtige Untersuchungen an, wo externe das System untersuchen und nicht nur die Werbetexte von Apple.

Die Fragmentierung von APFS ist schlimmer, als bei NTFS, designbedingt. Dieses stört eigentlich auch nicht, weil es ein Dateisystem für Flashspeicher ist!
Wenn dieses aber auf Scheiben übertragen wird, dann fängt es an zu stören.

Durch die Klone bzw. Zeiger-Kopien sind die Dateien verstreuter auf dem Speicher verteilt. Bei einem Flashspeicher egal, aber bei einer Scheibe muss der Kopf hier immer springen.
Durch die Snapshots wird immer woanders der Platz belegt bzw. freigegeben. Mit längerer Laufzeit kommt es deshalb bei APFS zu höheren Fragmentierungen, als bei einem eher sequentiell ausgerichteten Dateisystem. Im Alltag wird sequentiellen Dateisystemen nämlich nicht auf zufällige Bereiche geschrieben, sondern es gibt immer zusammenhängende Blöcke.

Die Meta-Daten von HFS+ und APFS sind aber wirklich sehr cool, dort hat z.B. jede Datei einen Stempel woher sie stammt auf Dateisystemebene. Die dynamischen Partitionen finde ich für den Alltag nicht zu gravierend.

Bei Dateisystemen muss man immer den Einsatzzweck im Auge betrachten, deshalb nützt des auch nichts ein Server-Dateisystem einfach auf den Desktop zu übertragen. Genauso muss ein mobiler Datenträger anders verwaltet werden als ein eingebauter Speicher. APFS ist halt auf SSD optimiert.
 
@floerido: Du musst hier nicht den Erklärbär spielen, ich habe selbst genug Ahnung von Computern. Du laberst über Fragmentierung, obwohl ich dir oben ein offizielles Video für SOFTWARE-ENTWICKLER von Apple mit der genauen Minute und Sekunde verlinkt habe, wo erklärt wird, dass Metadaten IMMER auf dem SSD-Teil gespeichert werden, und dass auf dem HDD-Teil ein intelligenter Defragmentierer im Hintergrund läuft, die die am meisten fragmentierten Dateien zuerst abarbeitet. Damit ist Fragmentierung und Defragmentierung als Thema komplett abgehakt und dein Gelaber gegenstandslos. Nochmal zum Mitschreiben: APFS wird für SSDs und FusionDrives verwendet, aber NICHT für HDDs. APFS ist eben NICHT NUR auf SSDs optimiert, sondern AUCH für FusionDrives (sonst hätten sie sich den eingebauten Defragmentierer sparen können) - und auf reinen HDDs hat APFS nichts zu suchen.

BTW: "... wenn man sich einen binären Dump eines Speichers ansieht, dann sieht man sehr schön die Fragmentierung in der Praxis. Auf ordentliche Dev-Paper muss man natürlich auch warten." - Du siehst gar nichts, weil APFS für FusionDrives noch gar nicht veröffentlicht wurde. Kaffeesatzleserei von Wichtigtuern ...

Nachtrag: Und hier hast du dein Dev-Paper: https://developer.apple.com/library/content/documentation/FileManagement/Conceptual/APFS_Guide/Introduction/Introduction.html#//apple_ref/doc/uid/TP40016999-CH1-DontLinkElementID_19
 
@Hape49: UTF-9? Hat Apple echt einen 13 Jahre alten Aprilscherz implementiert?
 
@floerido: Solche Metadaten unterstützt NTFS durchaus auch. Windows nutzt sie z.B. seit Windows XP, um *tada* die Herkunft von Dateien zu speichern. Im Detail wird der Identifier der Zone, aus der die Datei stammt, darin gespeichert. Windows kann damit vor dem Öffnen einer heruntergeladenen Datei eine Warnung anzeigen.
Windows führt übrigens nicht alle Features von NTFS nach außen, d.h. NTFS kann mehr als Windows zulässt.
 
@TiKu: Sorry, ich meinte Unicode 9.0, nicht UTF 9.
 
@Hape49: Ich muss es erklären, weil du in der "Apple über alles Stimmung" anscheint nicht verstehen konntest, was ich am APFS auf nicht Flashspeicher kritisiere.
Und mit diesem Dev-Paper kann man einen Treiber zum lesen von APFS bauen? Nein, damit kann man das natürlich nicht.
Es sind keine Wichtigtuer, es sind Wissenschaftler, die z.B. im Bereich Datenrettung arbeiten.
 
@floerido: Als ob man bei NTFS nicht mit reverse-engineering hätte rausfinden müssen, wie es funktioniert. So ist das eben bei proprietärer Software. Warte mal ab, vielleicht gibt Apple sogar den source code von APFS frei, es gab schon gewisse Andeutungen.

An "APFS auf nicht-Flash-Speicher" gibt es nichts zu kritisieren, weil es nicht auf einzelnen HDDs läuft und nie laufen wird, wie oft muss ich das noch sagen? FusionDrive abstrahiert schon unter HFS+ die Hardware, und APFS legt mit den Containern noch einen weiteren Abstaktionslayer darüber (ähnlich wie btrfs und ZFS). Die Daten werden vom Software-Dateisystem verwaltet und nicht mehr von der Platten-Firmware. Entsprechend gibt es schon lange unter HFS+ und neuerdings unter APFS ausgeklügelte Mechanismen, die die Daten intelligent zwischen SSD-Teil und HDD-Teil verschieben und/oder Fragmentierung entgegenwirken bzw. sie im Hintergrund abarbeiten - das versuche ich dir schon die ganze Zeit klarzumachen. (Selbst das olle Hardware-RAID hat längst ausgedient, auch das verwalten moderne Dateisysteme locker nebenbei mit Software, z.B. Drobo mit seiner "Beyond-RAID"-Technologie.) In gewisser Weise sind FusionDrive, APFS, ZFS, btrfs, Beyond-RAID und die selten genutzten "übergreifenden Datenträger" in NTFS (die aber AFAIK nicht bootfähig sind) alle Software-RAIDs.

Und nein, ich bin nicht in einer "Apple-über-alles-Stimmung", sondern ich bin in einer "neue-(gut gemachte!)-Dateisysteme-sind-eine-tolle-Sache-Stimmung" - in dieser Stimmung war ich zuletzt (gemeinsam mit Bill Gates), als Microsoft WinFS mit Vista einführen wollte (ZFS, btrfs und Nepomuk fand ich natürlich auch spannend, aber eher neidisch aus der Ferne, weil Linux und BSD an sich für mich uninteressant waren und sind). Microsoft kriegte es aber nicht gebacken (sehr zum Ärger von Bill Gates), was einen Teil der Nachteile von Windows bis zum heutigen Tag erklärt, z.B. die unterirdische Desktop-Suche, und dass man immer noch mit einer Dateien- und Ordnerstruktur im Windows-Explorer herummurksen muss. WinFS hätte nämlich einen semantischen Desktop ermöglicht, an dem sich auch schon die Linux-Fuzzis mit "Nepomuk" die Zähne ausgebissen (und 11,5 Mio. € EU-Steuergelder verbraten) haben.
 
muss man dann ein Clean Install machen oder kann man vestehende Daten beim Update von OS die Daten behalten ubd dennoch das fike system upgraden?
 
@mgfirewater: letzteres...dies war sowohl bei iOS der Fall, wo das still im Hintergrund passierte als auch bei macOS wo man gefragt wurde, ob man ein Update auf auf APFS machen möchte.

Ich selbst bin sehr angetan, da das Kopieren oder Bewegen von Dateien auf APFS-Laufwerken in einer Sekunde getan ist.
 
@mgfirewater: das ist doch kein Windows ;-)
 
@CoolMatze: In Windows konvertiert man FAT32 zu NTFS mit "convert <Laufwerk>: /fs:ntfs", also am laufenden System.
 
@floerido: Huh, voll futuristisch! Man kann in Windows also mit nur einem Befehl ein 22 Jahre altes Dateisystem in ein 25(!) Jahre altes Dateisystem konvertieren - und das sogar im laufenden Betrieb? Erstaunlich!
 
@Hape49: musste auch schmunzeln
 
@Hape49: Oben wird impleziert, dass man bei Windows für die Konvertierung eine neue Installation nötig ist. Oder heißt es in RE:2 das man eben die neue Installation bei Apple machen muss?

In Linux kann man mit z.B. fstransform auch beim bestehenden System konvertieren.
So eine Konvertierung des Dateisystems ist also kein Hexenwerk.
 
@floerido: convert funktioniert aber nur bei einem nicht System-Laufwerk, oder?
 
@floerido: Natürlich ist es kein Hexenwerk; bei HFS+ --> APFS werden nur die Metadaten im neuen Format auf einen freien Bereich geschrieben, und wenn das geklappt hat, werden die alten Metadaten gelöscht - fertig ist die Laube. Die Dateien selbst werden nicht angetastet.

Und dennoch ist ein neues Dateisystem nicht trivial: HFS ist 30 Jahre alt, NTFS 25, und ext hat auch schon Jahrzehnte auf dem Buckel. Warum wohl? Frag mal Microsoft nach ihren Erfahrungen mit WinFS oder die Linux-Community nach ihren mit ReiserFS! Auch das tolle btrfs wurde nicht über Nacht auf hunderten Millionen Geräten völlig reibungslos ausgerollt - APFS aber sehr wohl! Man kann also Apple durchaus mal Respekt zollen, dass sie das geschafft haben, finde ich.
 
@Hape49: Interessante Definition von "völlig reibungslos"...
https://www.golem.de/news/apfs-in-high-sierra-10-13-im-test-apple-hat-die-macos-dateisystem-werkzeuge-vergessen-1710-130340.html
 
@TiKu: "Eines vorweg: Am neuen Dateisystem selbst ist uns nichts an Fehlern aufgefallen. Es läuft ohne Störungen und wie zu erwarten." - Ähm, ja - so würde ich "reibungslos" definieren. Golem offenbar auch. Nur deine Weltsicht scheint mal wieder durch den Knick in deiner Optik beeinträchtigt zu sein ...

Übrigens meinte ich mit "hunderten Millionen Geräten", "reibungslos" und "über Nacht" die damals noch knapp unter eine Milliarde iOS-Devices und nicht macOS-Geräte, von denen m.W. es keine Hunderte Millionen gibt. Die Umstellung der iOS-Geräte lief tatsächlich vollkommen reibungslos, während ich gerne zugebe, dass es bei macOS einige peinliche Fehler gab wie z.B. den root-Bug.
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