Schwerer Schlag: EuGH klassifiziert Uber als Taxi-Dienstleister

Uber hat vor dem Europäischen Gerichtshof eine schwere Schlappe erlitten. Das Gericht entschied am Mittwoch, dass Uber als Ver­kehrs­dienst­lei­ster einzuordnen sei und hat damit das Unternehmen rechtlich mit Taxi-Diensten gleichgestellt. mehr... Verbot, Uber, Taxi, Mitfahrdienst Bildquelle: Uber Verbot, Uber, Taxi, Mitfahrdienst Verbot, Uber, Taxi, Mitfahrdienst Uber

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Dieser miese Ausbeuterfirma gehört zerschlagen. Sowas darf einfach nicht länger existieren.
 
@Homie75:
Das einzige Manko war, dass die Fahrer keine regulären Taxifahrer sind. Hingegen haben Sie das Problem angefasst, dass Taxifahrer 80-90% ihres Tages nur sinnlos in der Gegend rumstehen. Die Taxibranche hat es bis heute nicht hinbekommen dieses Problem adäquat zu lösen....
 
@GRADY: Ein Taxifahrer der 80% seines Tages rumsteht ist unfähig und hat es nicht besser verdient!
 
@Alfred J Kwack:
Inwiefern "nicht besser verdient"?
 
@Alfred J Kwack: erzähl das mal denen die an irgendeinem Flughafen oder Bahnhof Stundenlang in der Schlange stehen "müssen" und dann einen Gast keinen Kilometer weit fahren sollen.
 
@P-A-O:
Das ist doch das Problem, es gibt viel zu viele Taxifahrer. Bei Uber war das besser gelöst, das blieben einfach die nicht benötigten Fahrer zuhause und machten was anderes...
 
@Homie75: also habe bisher keinen uber Fahrer kennengelernt der unzufrieden war, eher im Gegenteil. Hinzu kommt, dass ich mich noch nie so wohl gefühlt beim Taxifahren´, steige ich in Deutschland in Taxis fühle ich mich immer ausgeraubt nach der fahrt. Wenn es wenigstens eine app geben würde die vergleichbar wäre mit der von uber ... mytaxi ist weit davon entfernt.
 
Die wollten auch einen auf hippen mainstream machen, in dem sie mehrfach in Hollywood--Streifen erwähnt wurden.
 
ich bin eh uberrascht dass Uber nicht schon längst dicht gemacht hat. Da geht es seit Jahren druber und drunter ^^
 
@ExusAnimus: Hat halt reiche Eltern bzw. Geldgeber bzw. reingebuttert habende Geldhäuser ? Die werden da hintenrum lieber an ein paar Strippen ziehen, als so ohne weiteres ihre Felle davon schwimmen zu lassen.. ? *fg
 
Das schlimme ist dass das jetzt wochenlang das Gericht beschäftigt hat - für etwas was man bei klarem Verstand in 10 Sekunden Business Plan lesen sofort erkennen kann dass Uber halt einfach ein Personentransportunternehmen ist genauso wie der Gondolere in Venedig oder die Lufthansa - andere art der Beförderung, aber alle drei bringen Leute von A nach B.
 
@Bautz: Na so einfach ist es eben nicht. Bei nem Taxifahrer weißt du ja, dass er eine Lizenz hat und zu dem Unternehmen gehört. Bei Mitfahrgelegenheit.de ist es dann zB ein Privatmensch, der nicht ortskundig sein muss und auch ohne Lizenz jemanden befördern darf. Uber schlägt genau in die Sparte dazwischen. Das Geschäftsmodell ist dahingehend abgeändert, dass die unter "Mitfahrgelegenheit" für häufigere Fahrten gelten wollen. Es ist schon richtig, dass ein gericht da eine klare Grenze schafft. Nicht vergessen, neben Gesetzen gibt es auch Rechtsprechungen, die für uns definieren, was "legal ist und was nicht". In Zukunft können sich andere Gerichte auf diese Rechtsprechung stützen und brauchen dafür kein "eigenes Gesetz".
 
@bigspid: Das stimmt so nicht ganz - Gerichte nutzen andere Urteile zwar zum abgleich des Ergebnisses - aber anders als in den USA gelten diese nicht als "supplemental laws".
 
@Bautz: Dennoch stellt die Rechtsprechung dann eine Stütze dar, auf die sich bezogen werden kann. Und der vorliegende Fall ist eben nicht so trivial, wie man meinen mag.

Klar, es muss sich kein Gericht jemals wieder auf dieses Urteil beziehen, aber im hiesigen Fall ist es schon sehr wahrscheinlich.
 
@bigspid: "Bei nem Taxifahrer weißt du ja, dass er eine Lizenz hat und zu dem Unternehmen gehört. Bei Mitfahrgelegenheit.de ist es dann zB ein Privatmensch, der nicht ortskundig sein muss und auch ohne Lizenz jemanden befördern darf. Uber schlägt genau in die Sparte dazwischen."
Es gibt aber keine Sparte dazwischen. Uber wollte sich die Rosinen aus jedem Kuchen rauspicken und um die Einschränkungen jeweils ignorieren. Im Prinzip wollten sie durchaus Taxi sein und ersetzen, nur eben ohne jegliche Auflagen und Verpflichtungen für diese Branche.
Mitfahrgelegenheit beruht darauf, dass jemand sowieso von A nach B fährt und auf der Strecke oder Teilstrecken jemanden mitnehmen kann. Das hat nie zu Ubers Geschäft gepasst, aber da solche Privatleute keine Auflagen haben (außer TÜV fürs Auto und Führerschein für den Fahrer), hat sich Uber das gerne als Deckmäntelchen und Alibi für ihre illegalen Taxis herangezogen.
 
@Drachen: Ganz so ist es aber auch nicht, dass der Taxifahrer eine Lizenz besitzt. In Berlin fahren auch Bruder von Bruder, also auch mal Muhammet das Auto von Ali und seiner Lizenz durch die Gegend. Aber das ist eher die Ausnahme als die Regel.
 
@Drachen: Ja aber genau das musste doch erst definiert werden! Uber sucht sich eine Lücke und nach dieser Rechtsprechung wird dann klar, dass es nicht rechtens ist. Aber mal kurz das Ganze ablehnen, weil jemand der Meinung ist "nana, das geht doch nicht" funktioniert eben auch nicht. Daher die Klage und eine Entscheidung vor Gericht... Leute, so schwer kann das doch nicht zu verstehen sein. Betrachtet euch selbst mal für einen Moment nicht als die moralischen Übermenschen, die solche durchaus rechtlich komplexen Situationen mal so kurz beurteilen können... Es ist absolut gerechtfertigt, dass ein Gericht über diese Sache entscheidet, nachdem es gründlich und wasserdicht geprüft wurde.
Wenn wir nach deiner Begründung gehn, dürften Mitfahrgelegenheiten keinen Umweg fahren, um jemanden direkt zum Ziel zu bringen, da das sonst wieder der Fahrer als taxi zu betrachten wäre...es gibt hier durchaus eine Lücke, die das Gericht jetzt aber geschlossen hat. Ich verstehe nicht wie man dagegen argumentieren kann, dass ein Gericht hier aktiv werden musste...genau dafür sind die da...
 
@bigspid: Nochmal: die von Uber behauptete Lücke gab es doch überhaupt nicht. Uber hat sich einfach nur hingestellt und behauptet, dass es eine Lücke gäbe. Tatsächlich haben sie einfach aus jeder Sparte den ihnen genehmen Teil (Rechte) herausgepickt und den nicht genehmen Teil (die jeweiligen Rahmenbedingungen, Auflagen) geflissentlich ignoriert.
 
@Drachen: Und nochmal meinerseits: Ob es diese Lücke gibt oder nicht, entscheidet das Gericht. Wenn Uber behauptet es gäbe eine solche Lücke, dann muss darüber vor einem Unparteiischen entschieden werden -> Gericht. So einfach ist das. Das tolle ist, du kannst Behauptungen anstellen wie du willst...wenn du sie dann auch noch vor Gericht durch bekommst, "hast du Recht", bzw. das Recht auf deiner Seite und kannst nach der Behauptung leben. Es hätte auch so kommen können, dass das Gericht anders entscheidet. In dem Fall müsste dann nur das bisherige System in der Personenbeförderung erweitert werden. Nur weil du behauptest, dass es diese Lücke nicht gibt, darf man es Uber nicht einfach pauschal verbieten (außer es würden irgendwelche Grundrechte verletzt). In diesem Fall hat Uber meiner Meinung nach völlig zu Recht verloren. Ich halte persönlich davon auch nichts...aber ich würde mir nicht anmaßen, dass meine Laienmeinung, ohne das ganze wirklich durchleuchtet zu haben, für ein Verbot eines Unternehmens ausreicht...und um nichts anderes geht es mir hier gerade.
 
naja...viel mehr als bei uber verdienen reguläre taxifahrer auch nicht...es soll sogar taxiunterenehmen geben, die auch für uber fahren...
 
@Rulf: Es geht ja auch im Kern nicht darum, dass der Fahrer mehr oder weniger verdient, sondern dass Uber als Transportdienstleister in der Personenbeförderung alle dazugehörigen Rechte erhält, aber nun mal auch alle dazugehörigen Pflichten erfüllt. Der Taxifahrer wird bspw. korrekt versichert oder hat auch das Recht auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. (Ja ich weiß, auch da gibt es Mittel und Wege wie sich die Taxiunternehmen davor drücken.)
 
@++KoMa++: In Wien sind die meisten Taxifahrer "freiberuflich", die kriegen nur pro Fahrt bezahlt und sonst nichts. Hab mehrmals mit Uberfahrern gesprochen, die davor Taxifahrer waren und sich bei Uber weitaus wohler gefühlt haben.
 
@DailyLama: Ich kenne nur den deutschen Markt, und da ist das Taxigewerbe stark reguliert. Über das Ausnutzen von Scheinselbstständigkeiten möchte ich gar nicht reden. Das ist nochmal ein anderes Ding. Nur ein ganzes Unternehmen ausschließlich darauf aufzubauen und es als neu und hip zu verkaufen hat nun mal einen faden Beigeschmack.
 
@Rulf: Es geht nicht um den Verdienst, sondern darum, ob Über ein Taxidienstleister ist, oder nicht. In jedem Land, in dem es ein oder mehrere Gesetze gibt, die das Taxigewerbe betreffen, sollten sich auch Uber-Fahrer daran halten. Diese Gesetze sind per repräsentativer Demokratie von der Gemeinschaft festgelegt und alle haben sich daran zu halten.

Selbst wenn Uber für alle Beteiligten in jeder Hinsicht eine Verbesserung wäre, dann würde daraus als logische Konsequenz nicht folgen, dass Uber von den Regeln auszunehmen ist, sondern eher, dass eine Überarbeitung der Regeln sinnvoll sein könnte. Das geschieht aber dann über die Allgemeinheit und nicht indem ein Anbieter herkommt und einseitig beschließt, dass für ihn andere Regeln gelten.
 
Ein Hoch auf das EuGH!
 
Ich war jetzt eine Woche in den USA und muss sagen das Uber als Kunde wirklich hervorragend funktioniert. Man könnte diese Firma auf einen richtigen Kurs lenken wenn das Unternehmen sich nicht selber vor die Wand fahren würde. Transparenz und Ehrlichkeit würden da schon reichen.
 
@hlzocker: Solche Unternehmen sind meist nur profitabel solange sie in einem noch nicht regulierten Markt agieren. Unterliegen Sie dann einer Regulierung die das ganze für die Gesellschaft tragbar macht, sind sie plötzlich nicht mehr wirtschaftlich. Aber ich gebe dir Recht, als Verbraucher ist die Dienstleistung super. Nur so wie es aktuell läuft, geht der Gewinn nun mal auf Kosten der Fahrer. Es wird Zeit, dass die klassische Taxibranche etwas von dem System übernimmt. Denn wirtschaftlicher und benutzerfreundlicher kann man Kunde und Dienstleistung nicht zusammenführen.
 
Das Problem sind die geldgeilen Nutzer/Fahrer. Uber war wie zB auch AirBNB als kleine Freizeitbeschäftigung gedacht. Oma ist 2 Stunden beim Arzt, ich stehe mit meinem Auto dort rum. Also biete ich mich als Fahrer an. Heini Müller von Nebenan will zum Bahnhof? Na gut solange ich hier rumstehe kann ich den auch fahren.---- AirBNB: Ich fahre für 3 Wochen in Urlaub und die Wohnung steht leer? Gleichzeitig will jemand für 2 Wochen hier nach Hannover? Da geb ich ihm doch für kleines Geld meine Wohnung und wir sind beide glücklich.--- leider haben sich Leute auf diese Ideen gestürzt die nur kräftig Kohle scheffeln wollten und gegen jede Regel Taxifahrer bzw Hotelier spielen wollten.
 
@Alfred J Kwack: Das ist aber sehr häufig so. Irgendjemand hat irgendeine Idee, die eine gewisse Anzahl Leute gut finden und mitmachen. Je nach dem was es ist, fällt vielleicht sogar der ein oder andere Euro bei ab. Irgendwann wird aber irgendeine Art von "kritischer Masse" erreicht, entweder weil das ganz in eine ungünstige Richtung überhand nimmt, irgendeiner entdeckt, dass man damit Geld machen kann, es mit irgendwelchen Gesetzen in Konflikt gerät, es von etablierter Konkurenz nicht unbeachtet bleibt, oder sonst irgendwas. Es ist nur die Frage was dann passiert, schließt die komplette Idee, wandern nur ein paar Nutzer ab oder macht irgendeine Konkurenz auf.
 
@Alfred J Kwack: das Problem ist, dass du entweder Einiges ziemlich falsch verstanden hast oder sogar vorsätzliche falsche Behauptungen aufstellst und dabei noch in bösartiger Weise die Fahrwer und Nutzer diffamierst.

Wenn du Heini Müller aus Gefälligkeit zum Bahnhof fährst, ist das auch kein Problem. Es ista uch kein Problem, wenn du dich schon bei einem früheren besuicht bei deiner Oma zu dieser Bahnhofstour verabredet habt. Und es ist auch kein Problem, wenn dir Heini Müller dafür einen Zehner zusteckt oder ihr ausmacht, dass er die Benzinkosten zahlt.

Das Problem ist doch, dass mit Uber eine kommerzielle Firma ins Spiel kommt, die diese Dienstleistung vermittelt - und dabei faktisch wie eine Taxizentrale auftritt und du wie ein Taxifahrer. Für derartige Dienstleistungen gibt es nunmal fast überall auf der Welt Regeln - und an diese woltle und will sich Uber nicht halten.

AirBnB ist tatsächlich ähnlich: wenn du mal Freunden deine Wohnung überlässt zu den Selbstkosten, ist das kein Problem. Aber wenn das kommerziell wird, greifen nunmal Regeln (je nach Region für Ferienwohnungen, Pensionen oder gar Hotels) und ganz im Gegenteil zu deiner falschen Behauptung hat das NICHTS mit geldgeilen Fahrern oder Nutzern zu tun, sondern nur mit geldgierigen und illegal operierenden Großfirmen und zum Teil durchaus mit anpassungswürdigen Regelungen.
Aber die vorhandenen Regeln gelten nunmal für alle - auch für Uber.
 
Situation in Wien:
) Airporttaxi kostet 48 Euro. Also soviel, wie ein Flug in Europa oder eine lange Zugreise.
) Taxi in Wien rufen kostet 2.80. Nur damit es kommt.
) Damit es dann losfährt zahlt man unter Tags unter der Woche 3,80. Am Wochenende oder nachts 4.30

Also: ~7 Euro, nur damit das Taxi losfährt!
Für 8 Euro fährt mich über bereits gute 15 Minuten durch Wien.

Damit darf man dann "kostenlos" 859,2 (unter Tags) bis 1000m (nachts/Sonntag) fahren, aber dann zahlt man pro 140,7m (unter Tags) oder 123,2m (Nachts/Sonntag) 0,20 Cent. Das wird dann billiger ab 4km und ab 9km. Fürs Stehen zahlt man ebenfalls 0,20 pro 25,9 Sekunden

Alleine die Unmöglichkeit, sich mal schnell einen Fahrpreis ausrechnen zu können (wer hat das alles im Kopf?) ist Kundenverarsche. Die Preise sind in keinem Fall angemessen und pure Abzocke. Uber-Kunden also pauschal als geizig darzustellen, lässt völlig außen, was einem da alles geboten wird:
) Einfache Bestellung per Handy
) Man sieht, wo der Wagen grade ist
) Keine Rufgebühr
) Keine Grundgebühr
) Preis wird vorab angezeigt und stimmt auf 10% genau (meist darunter)
) Mann muss kein Geld und keine Kreditkarte mitführen, die App rechnet automatisch ab
) Bewertung des Fahrers
) Aufzeichnung der Strecke, um Betrug zu vermeiden

Also ich finde es schade, wenn es Uber nicht mehr gibt. Das war eine echte Alternative zu Taxis, die davor keinerlei Wettbewerb zugelassen haben und recht oft unfreundlich waren, vor allem, wenn man sie drauf hingewiesen hat, dass der Weg viel zu umständlich und lange war und man nicht bereit ist, den Deppenaufschlag für Ortsunkundige zu zahlen.

Die Taxibranche hat Uber erst ermöglicht - aber statt kundenfreundlicher zu werden, machen sie lieber Stimmung gegen die Konkurrenz.
 
@DailyLama: Preis einer Taxifahrt: Stundenlohn des Fahrers inkl. Sozialabgaben des Arbeitnehmers, Stundenkosten des fahrenden PKW, dazu diverse Abgaben wie Steuern, Versicherungen, Berufsgenossenschaft usw.usw. Der Fahrer müßte also in einer Stunde etwa 100 Euro einnehmen um Kostendeckend zu fahren. In der Werkstatt bezahlst Du für einen KFZ Sch.. Äh Mechatroniker pro Stunde 180 Euro. Wenn Du für die Nutzung eines Taxis pro Stunde 100,- zahlen sollst, meckerst Du ???
 
@Alfred J Kwack: Was hat ein Mechatroniker mit einem Taxifahrer zu tun?
Ganz abgesehen bist Du -wieder- nicht auf all die anderen Argumente eingegangen. Der Preis ist nur ein Argument, siehe meinen Post.
 
@DailyLama: Die Taxibranche hat Uber nicht ermöglicht. Uber presst mit Dumpingpreisen auf Kosten der Fahrer.
Wenn das so toll ist, kannst ja gleich selber für Uber fahren. Dann wirst du mal sehen, auf welcher Betrugsmasche das aufgebaut ist.
Uber ist asoziale Ausbeutung unterste Schublade.
Eigentlich sollte man alle Beteiligten in einen sibirischen Gulag verfrachten, bis ihnen das Fleisch von den Knochen fällt.
Und wer das als Kunde von Uber auch schön findet, gleich mit abtransporteieren.
 
@LastFrontier: Du kaufst auch keine T-Shirts aus Asien, Handys, Computer und andere Dinge, wo sozial auf einem wesentlich höherem Niveau ausgebeutet wird, bis hin zur Kinderarbeit und Sklavenhaltung? Wenn ja, warum transportierst Du Dich nicht selbst wohin auch immer statt anderen Dinge zu unterstellen, die Du selbst täglich(!) förderst?

Ganz abgesehen: warum wechseln viele Taxifahrer von Taxifirma zu Uber, wenn sie dann weniger verdienen? Macht keinen Sinn.
 
@DailyLama: Teilweise fördert man dieses System, weil es keine Alternative mehr gibt. Und ja - bestimmte Produkte von einigen Herstellern kaufe ich nicht.

"Ganz abgesehen: warum wechseln viele Taxifahrer von Taxifirma zu Uber, wenn sie dann weniger verdienen? Macht keinen Sinn."
Das sind alles Schwarzarbeiter und Leute mit Milchmädchenrechnungen, oder solche die eh nix auf die Reihe bringen. Ich kenne keinen Taxifahrer der zu Uber gewechselt ist. Uber ist für jeden Fahrer ein Draufzahler. Wer etwas anderes behauptet hat in Mathematik wohl komplett gefehlt.
 
@DailyLama: Ich kenne mehrere Taxifahrer, die AUCH für Uber fahren. Das ist ein Zuverdienst, denn die Lizenzen, P-Scheine und Fahrzeuge sind ja schon vorhanden. Solange die als Berufskraftfahrer nicht ihre Ruhezeiten verletzen, ist Uber dann eben eine zusätzliche Möglichkeiten zu fahren und Geld zu verdienen.

Komplett gewechselte Fahrer kenne ich keine, das wäre wirtschaftlicher Harakiri. wenn wir mal von gleichen Einnahmen ausgehen würden (wobei ich oft lese, dass Uber günstiger wäre), blieben einerseits dieselben Betriebsausgaben, zusätzlich wäre noch ein Anteil von den Einnahmen an Uber abzuführen. Unterm Strich sinkt der eigene Anteil von den Erlösen.
 
@DailyLama: Keiner hindert dich daran dir mit mehreren Leuten ein Taxi zu teilen. Denn nur dadurch kommen auch diese günstigen Flugpreise zusammen. Viele Leute werden über eine identische Strecke transportiert. Dein Taxi zum Flughafen würde ein Bruchteil kosten wenn du noch 30 Leute für die selbe Strecke findest und ihr euch einen Bus dafür kommen lasst. ;)

Und auch die einzelnen Taxigebühren erscheinen auf den ersten Blick hoch, keine Frage. Aber das kommt in erster Linie durch die nicht volle Auslastung. Wieviel der gesamten Arbeitszeit eines Fahrers ist er wirklich mit Fahrgast unterwegs? Diesen Leerstand müssen dann nun mal die zahlenden Gäste mit finanzieren. Von Fahrzeugverschleiß, Versicherung, Kraftstoff etc. mal abgesehen.

Ich finde wahrlich nicht, dass Taxifahren günstig ist, aber mir ist auch kein Taxiunternehmer bekannt der dadurch ungeahnten Reichtum erlangt hat. Jeder kann sich ja mal selbst durchrechnen für welchen Stundenlohn er bereit wäre sich ein Fahrzeug anzuschaffen, die Versicherungen abzuschließen, den Kampf um jeden Fahrgast einzugehen etc. Denn Freitag- oder Samstagnacht ist leider nur 1-2x die Woche, und die Vollauslastung dann auch keine ganze Schicht lang.
 
@++KoMa++: Dass Taxifahrer nicht genug verdienen liegt daran, dass die Zentralen die Fahrer quasi erpressen. Nur wer brav an diese seinen Anteil zahlt, der bekommt Fahrten. Es verdienen einfach zu viele Level am Taxifahren, und dass es anders ginge, zeigt eben Uber.
Ich verstehe ja bis heute nicht, warum Taxifahrer sich nicht wie Bauern zusammentun und Genossenschaften bilden, mit eigenen Autos, Zentrale usw. Dann könnten sie den Gewinn aufteilen, statt Zentral, Firma und eventuell noch ein weiteres Level mitfinanzieren zu müssen.
 
@DailyLama: hast du dir eigentlich JEMALS die Mühe gemacht, dich zuerst über ein Thema zu infiormieren, bevor du drauflos schreibst?

Sehr viele Taxizentralen SIND bereits seit Jahrzehnten genossenschaftlich organisiert. Und es gibt da auch keine Erpressung, sondern Satzungen und Gebührenordnungen.

Und dann der Vergleich ausgerechnet mit Uber: die kassieren selbst heftig mit bei jeder Fahrt und halten sich nicht an die Auflagen für die Branche. Klar kann man günstiger anbieten, wenn man weniger investiert als vorgeschrieben oder gesetzliche Auflagen nicht befolgt. Mogeln nennt man das - wer das als Vergleich oder Referenz hernimmt, hat auch von Wirtschaft keine Ahnung.
 
@DailyLama: Ok, das Taxigeschäft hat Probleme. Was ist jetzt aber die Lösung?

Wenn Uber faktisch ein Taxidienstleister ist, dann müssen sie sich an die Gesetze für Taxidienstleister halten. Sonst könnte man diese Gesetze ja auch abschaffen, wenn man sie nicht durchsetzt.
Wenn Uber sich an alle Taxi-bezogenen Gesetze halten kann, dann ist das Urteil ja kein Problem für Uber.
Wenn es eine konkrete Teilmenge von Gesetzen gibt, die zu der Preissteigerung führen, und der Allgemeinheit den Preis nicht wert sind, dann können diese Gesetze geändert werden und es besteht kein Problem mehr.
Wenn es eine Teilmenge von Gesetzen gibt, die zu der Preissteigerung führt, aber der Gemeinschaft den Preis wert ist, dann ist es eben so und die Preise müssen akzeptiert werden.

Wahrscheinlich ist es eine Mischung dieser Fälle, dann muss sich eben jemand, dem es wichtig genug ist, politisch engagieren und für eine Lösung werben.

Was aber niemals (!) geht, ist das Uber kommt und sagt:
Diese Gesetze passen uns nicht und weil wir der coole Uber-Konzern sind, setzen wir uns über die demokratisch legitimierte Legislative hinweg und arbeiten nach Regeln, die wir als privater Konzern für uns selber festlegen.
 
Ich dachte Uber vermittelt nur Fahrer und Gäste.. Aber kein Uber Mitarbeiter fährt selbst die "Taxis" oder?

Demnach wäre myHammer.de auch ein Handwerker / im Baugewerbe, check24 ist ein Stromanbieter / Handyanbieter und markt.de ist mit der Abteilung "erotik" auch zum Puff / Zuhälter geworden...

Oder habe ich da irgendwo einen groben Denkfehler?
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