Kinox.to: Drahtzieher stellt sich nach dreijähriger Flucht den Behörden
Vor knapp drei Jahren startete die Generalstaatsanwaltschaft Dresden eine großangelegte Razzia gegen die Betreiber der Streaming-Plattform Kinox.to, dabei kam es auch zu Verhaftungen. Die mutmaßlichen Drahtzieher, die Brüder S., konnten die Behörden aber nicht fassen. Einer der beiden hat sich nun den Behörden gestellt.
Räuberische Erpressung, Nötigung, Brandstiftung, Urheberrechtsverletzung und Steuerhinterziehung: Das sind die Vorwürfe, die die Polizei Sachsen gegen die Brüder Kreshnik und Kastriot S. erhebt. Der Erstgenannte wird sich demnächst vor Gericht damit auseinandersetzen, denn laut einem Bericht des Handelsblatts hat sich der 24-Jährige nach einer dreijährigen Flucht gestellt.
Sein Bruder Kastriot befindet sich nach wie vor auf der Flucht, er wird also weiterhin per internationalem Haftbefehl gesucht. Laut der Polizei Sachsen wird er als gewaltbereit eingestuft und es könne nicht ausgeschlossen werden, dass er in Besitz von Schusswaffen ist.
Die Brüder S. gelten als zentrale Figuren in der deutschen illegalen Filesharing- bzw. Warez-Szene: Sie sollen mit Unterstützung weiterer Beschuldigter zahlreiche einschlägige Portale betrieben haben, darunter freakshare.com, bitshare.com, movie4k.to, mygully.com, boerse.sx, stream4k.to und shared.sx.
Die Polizeiaktion gegen die Betreiber der angeführten Portale war aber wohl nur teilweise erfolgreich, denn die meisten angeführten Seiten sind immer noch online bzw. leiten zu anderen Seiten weiter.
Siehe auch: Netflix hat in Deutschland kinox.to überholt - und das nur per Web
Freiwillig gestellt
Oberstaatsanwalt Oliver Möller teilte der Zeitung mit, dass sich Kreshnik S. "im Hinblick auf den hier gegen ihn vorliegenden Haftbefehl freiwillig den Behörden" gestellt habe, die Festnahme erfolgte bereits am 12. Juli 2017 vor der deutschen Botschaft in der Hauptstadt des Kosovo, Pristina.Sein Bruder Kastriot befindet sich nach wie vor auf der Flucht, er wird also weiterhin per internationalem Haftbefehl gesucht. Laut der Polizei Sachsen wird er als gewaltbereit eingestuft und es könne nicht ausgeschlossen werden, dass er in Besitz von Schusswaffen ist.
Die Brüder S. gelten als zentrale Figuren in der deutschen illegalen Filesharing- bzw. Warez-Szene: Sie sollen mit Unterstützung weiterer Beschuldigter zahlreiche einschlägige Portale betrieben haben, darunter freakshare.com, bitshare.com, movie4k.to, mygully.com, boerse.sx, stream4k.to und shared.sx.
Die Polizeiaktion gegen die Betreiber der angeführten Portale war aber wohl nur teilweise erfolgreich, denn die meisten angeführten Seiten sind immer noch online bzw. leiten zu anderen Seiten weiter.
Siehe auch: Netflix hat in Deutschland kinox.to überholt - und das nur per Web
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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