Astronomisch: Auch im Weltraum findet Protest gegen Trump statt

Die Politik von Donald Trump wird schon seit jeher kontrovers diskutiert. Dass nicht jeder dazu bereit ist, sich mit der Vorgehensweise des US-Präsidenten anzufreunden, ist dabei nichts ungewöhnliches. Auch Demonstrationen und Proteste stehen hier auf der Tagesordnung.
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Doch ein paar zweifelhafte Maßnahmen gibt es trotzdem: Laut Geekwire hat nun ein Netzwerk von Hobby-Raumfahrern den ihrer Ansicht nach ersten Protest im Weltraum abgehalten. Hierzu stieg ein Wetterballon auf, welcher einen ausgedruckten Tweet mit einer Beleidigung gegen Trump enthielt. Der Spruch "Look at that, you son of a bitch" bedeutet übersetzt etwa so viel wie "Schau dir das an, du Hurensohn".

Die Aktion wurde über einen mehr als zwei Stunden langen Livestream öffentlich übertragen und mit Musik unterlegt. Als Gründe für die Demonstration wurden unter anderem die Streichung von Geldern für Forschungsprojekte zu Klima- und Umweltschutzprojekten sowie die Einschränkung der Umweltschutzbehörde EPA durch Trump genannt. Dennoch bleibt unklar, wogegen das Netzwerk ASAN genau protestieren wollte.



Es handelt sich bei dem Tweet übrigens nicht einfach nur um eine niveaulose Beleidigung: Der Spruch zielt auf den sogenannten Overview-Effekt ab, welcher internationale Politik bei einem Blick vom Weltraum auf die Erde hinab bedeutungslos erscheinen lässt. Der sechste Mann auf dem Mond, Edgar D. Mitchell, war der Ansicht, dass man einen Politiker in diesem Moment am liebsten tausende von Meilen von der Erde wegzerren und diesen Spruch zu ihm sagen möchte.

Im ganzen lautet der Quote von Edgar D. Mitchell übrigens:
"You develop an instant global consciousness, a people orientation, an intense dissatisfaction with the state of the world, and a compulsion to do something about it. From out there on the moon, international politics look so petty. You want to grab a politician by the scruff of the neck and drag him a quarter of a million miles out and say, ‘Look at that, you son of a bitch."

("Man entwickelt ein sofortiges globales Bewusstsein, eine Menschenorientierung, eine intensive Unzufriedenheit mit dem Zustand der Welt und einen Zwang, etwas dagegen zu tun. Von dort auf dem Mond, sieht die internationale Politik so kleinlich aus. Am liebsten möchte man einen Politiker am Nacken greifen und ihn die Viertelmillion Meilen hinausziehen und sagen: "Schau dir das an, du Hurensohn.")
(Anm.: Übersetzung von WinFuture)


Ballon erreichte nur die Stratosphäre

Der Wetterballon hat allerdings nie wirklich den Weltraum erreicht. Da dieser lediglich knapp 27 Kilometer aufgestiegen ist, handelt es sich hierbei streng genommen noch um die Stratosphäre. Erst ab einer Aufstiegshöhe von etwa 100 Kilometern kann von einem Aufenthalt im Weltall gesprochen werden.

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