Grafikkarten: AMD schafft mit neuer Strategie die Trendwende
Der Halbleiterhersteller AMD ist sowas wie die ewige Nummer 2: Denn im Bereich der CPUs liegt man klar hinter Intel, bei Grafik-Prozessoren muss man sich hingegen Nvidia geschlagen geben. Doch das Unternehmen gibt nicht auf und wurde zuletzt durch (überraschend) gute Geschäftszahlen belohnt. Auch in Sachen Grafikkarten scheint es eine Trendumkehr zu geben.
AMD und Krise waren in den vergangenen Jahren zwei Begriffe, die man stets in einem Atemzug nennen musste. Doch zuletzt war die geschäftliche Großwetterlage beim Hersteller aus dem kalifornischen Sunnyvale wieder wesentlich sonniger. So präsentierte man Mitte Juli starke Zahlen: Der Umsatz knackte wieder die Milliardenmarke, im operativen Geschäft konnte man nach langem wieder ein Plus bekanntgeben.
Hauptverantwortlich dafür war das Konsolengeschäft, man beliefert ja sowohl Sony als auch Microsoft mit Chips für deren Geräte. Doch auch in Sachen PC-Grafik-Hardware kann man zufrieden sein: Denn laut einer Analyse (PDF) des Marktforschungsinstituts Mercury Research entwickelte sich das Grafikkartengeschäft von AMD erstmals nach immerhin vier Jahren wieder nach oben, zulegen konnte man bei Desktop-GPUs sowie mobilen Grafikeinheiten.
Die Anteile von Intel sind hingegen erstmals nach zehn Jahren wieder gefallen, das Unternehmen ist auch Marktführer, allerdings nur, wenn man die integrierten Grafikeinheiten dazurechnet.
Insgesamt ging es auf dem GPU-Markt um 6,5% nach unten, die Hersteller können aber dennoch nicht klagen, da die Preise auf ein neues Rekordniveau gestiegen sind und man deshalb unter dem Strich höhere Umsätze schreiben konnte. Die Marktforscher sehen darin einen klaren Trend zu High-End-Desktop-Grafikkarten.
Hauptverantwortlich dafür war das Konsolengeschäft, man beliefert ja sowohl Sony als auch Microsoft mit Chips für deren Geräte. Doch auch in Sachen PC-Grafik-Hardware kann man zufrieden sein: Denn laut einer Analyse (PDF) des Marktforschungsinstituts Mercury Research entwickelte sich das Grafikkartengeschäft von AMD erstmals nach immerhin vier Jahren wieder nach oben, zulegen konnte man bei Desktop-GPUs sowie mobilen Grafikeinheiten.
Nvidia: Minus und Plus zugleich
Konkurrent Nvidia verlor hingegen in beiden Bereichen Anteile, konnte aber dennoch seinen Umsatz in dieser Kategorie steigern. Das liegt daran, dass man zwar weniger, dafür aber teure Grafikkarten verkaufen konnte. Im direkten Wettstreit mit AMD liegt man aktuell bei 77,2 (Vergleich zum ersten Quartal des Jahres: -2,5%) Prozent, AMD kommt auf 22,8 Prozent (+2,5%).Die Anteile von Intel sind hingegen erstmals nach zehn Jahren wieder gefallen, das Unternehmen ist auch Marktführer, allerdings nur, wenn man die integrierten Grafikeinheiten dazurechnet.
Insgesamt ging es auf dem GPU-Markt um 6,5% nach unten, die Hersteller können aber dennoch nicht klagen, da die Preise auf ein neues Rekordniveau gestiegen sind und man deshalb unter dem Strich höhere Umsätze schreiben konnte. Die Marktforscher sehen darin einen klaren Trend zu High-End-Desktop-Grafikkarten.
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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