Taliban-App verschwindet nach wenigen Tagen aus dem Play Store
Für Terroristen und Fundamentalisten gehören Apps heutzutage längst zum Alltag, die Propaganda-Schlachten werden auf allen Kanälen geschlagen, die man finden kann, soziale Medien gehören da natürlich ebenfalls dazu. Eine Ende vergangener Woche im Google Play Store aufgetauchte App ist nach wenigen Tagen entfernt worden.
Jeden Tag werden im App-Store von Android unzählige Anwendungen freigeschaltet, eine lückenlose Kontrolle der Inhalte ist da naturgemäß schwer bis unmöglich. Das erklärt wohl auch, warum die App namens "Alemarah" der afghanischen Taliban überhaupt erst dort auftauchen konnte. Wie der Guardian berichtet, war es nun eine kurze Zeit möglich, über diese mobile Anwendung offizielle Videos und Statements der Taliban zu bekommen.
Die medialen Bemühungen der afghanisch-islamischen Fundamentalisten hat ein Vorbild, nämlich den Islamischen Staat (IS). Man arbeitet aber mit dem IS nicht zusammen, wie der Politologe Tore Hamming gegenüber dem Guardian erklärte, im Gegenteil: Zwischen den beiden Gruppen herrscht eine Rivalität, zuletzt konnte sich natürlich der IS "prominent" in den Augen der Weltöffentlichkeit platzieren, auch weil man die modernen Medien bestens beherrscht.
Laut Hamming sei die App in Paschtu veröffentlicht worden, was ein Hinweis darauf ist, dass die Taliban Paschtunen als "Zielgruppe" gewählt hat, in deren Gebiet habe zuletzt der IS stark Popularität gewinnen können. Ein Taliban-Sprecher bestätigte gegenüber einem Reporter von Bloomberg Existenz und Verschwinden der App, sprach allerdings von "technischen Problemen", die man bald lösen will.
Multimedial tätig
Entdeckt hatte die App die SITE Intel Group, sie ist aber nur ein Teil der medialen Bemühungen der Taliban (gewesen). Denn man hat auch einen von einem offiziellen Sprecher betriebenen Twitter-Account, dazu kommen natürlich auch eine mehrsprachige Webseite und ein Kanal auf dem Messenger Telegram.Die medialen Bemühungen der afghanisch-islamischen Fundamentalisten hat ein Vorbild, nämlich den Islamischen Staat (IS). Man arbeitet aber mit dem IS nicht zusammen, wie der Politologe Tore Hamming gegenüber dem Guardian erklärte, im Gegenteil: Zwischen den beiden Gruppen herrscht eine Rivalität, zuletzt konnte sich natürlich der IS "prominent" in den Augen der Weltöffentlichkeit platzieren, auch weil man die modernen Medien bestens beherrscht.
Laut Hamming sei die App in Paschtu veröffentlicht worden, was ein Hinweis darauf ist, dass die Taliban Paschtunen als "Zielgruppe" gewählt hat, in deren Gebiet habe zuletzt der IS stark Popularität gewinnen können. Ein Taliban-Sprecher bestätigte gegenüber einem Reporter von Bloomberg Existenz und Verschwinden der App, sprach allerdings von "technischen Problemen", die man bald lösen will.
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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