US-TV-Revolution: HBO schnappt sich "Sesamstraße"-Exklusivität
In den USA wurde gestern ein Deal bekannt gegeben, dessen Bedeutung riesig ist, da er auch das Streaming-Geschäft maßgeblich verändern wird - er ist nämlich auch ein direkter Angriff auf Netflix und Amazon. Der Abo-Sender HBO, der hierzulande seit Game of Thrones den meisten ein Begriff ist, hat sich nämlich eine US-TV-Institution geschnappt: die "Sesamstraße".
Die "Sesame Street" wird die nächsten fünf Staffeln exklusiv bei HBO laufen und erst neun Monate später bei PBS, jenem Sender, mit dem die Kindersendung seit 1969 untrennbar verbunden war.
Ein guter Vergleich zu Deutschland, der die Bedeutung dieser Vereinbarung aufzeigt, ist nur schwer möglich, da sich das US-TV-Geschäft in gleich mehrfacher Hinsicht von unserem unterscheidet. So gibt es keine Kindersendung, die mit der US-Sesamstraße vergleichbar wäre, außerdem ist PBS trotz gewisser Parallelen kein öffentlich-rechtlicher Sender wie wir den Begriff kennen.
Es überrascht deshalb nicht, dass die Sesamstraße derzeit in den USA das dominierende Medien-Thema schlechthin ist. Die einen sehen darin schon das Ende einer öffentlichen Institution, andere wiederum meinen, dass den Machern nichts anderes übrig geblieben ist, da man dringend Geld benötigt hat. HBO hat dieses und wird auch pro Season 35 statt bisher 18 Folgen produzieren, zudem finanziert man ein "Sesame Street Muppet"-Spinoff.
"Und was hat diese Meldung auf einer IT-Seite zu suchen?" wird sich sicherlich der eine oder andere fragen. Viel, wie u. a. das TIME Magazine beantwortet: "Es geht hier vor allem um Internet-basiertes Fernsehen. Denn zwar ist HBO hauptsächlich ein Kabel-Sender, beim Sesame Street-Deal geht es aber in erster Linie um die Absicherung der Zukunft des Kanals als Streaming-Destination."
Denn Netflix, Amazon Prime Video und HBO Now wetteifern zuletzt besonders intensiv um Kinder-Inhalte. Denn Kinder sind die zahlenden Kunden von morgen und ihnen wird womöglich lineares Fernsehen genauso viel sagen wie VHS-Kassetten.
Ein guter Vergleich zu Deutschland, der die Bedeutung dieser Vereinbarung aufzeigt, ist nur schwer möglich, da sich das US-TV-Geschäft in gleich mehrfacher Hinsicht von unserem unterscheidet. So gibt es keine Kindersendung, die mit der US-Sesamstraße vergleichbar wäre, außerdem ist PBS trotz gewisser Parallelen kein öffentlich-rechtlicher Sender wie wir den Begriff kennen.
"Tatort, exklusiv zuerst auf Sky"
Also, auch wenn der Vergleich hinkt: Sesame Street auf HBO ist in etwa so, als würden Tatort oder die Lindenstraße zu Sky wechseln und erst neun Monate später im Ersten laufen. Denn wie erwähnt werden die Folgen nach einer gewissen Zeit auch auf PBS ausgestrahlt, wie Sesame Workshop, die Nonprofit-Organisation hinter der Kindersendung, auf ihrer Webseite bekannt gab.Es überrascht deshalb nicht, dass die Sesamstraße derzeit in den USA das dominierende Medien-Thema schlechthin ist. Die einen sehen darin schon das Ende einer öffentlichen Institution, andere wiederum meinen, dass den Machern nichts anderes übrig geblieben ist, da man dringend Geld benötigt hat. HBO hat dieses und wird auch pro Season 35 statt bisher 18 Folgen produzieren, zudem finanziert man ein "Sesame Street Muppet"-Spinoff.
"Und was hat diese Meldung auf einer IT-Seite zu suchen?" wird sich sicherlich der eine oder andere fragen. Viel, wie u. a. das TIME Magazine beantwortet: "Es geht hier vor allem um Internet-basiertes Fernsehen. Denn zwar ist HBO hauptsächlich ein Kabel-Sender, beim Sesame Street-Deal geht es aber in erster Linie um die Absicherung der Zukunft des Kanals als Streaming-Destination."
Denn Netflix, Amazon Prime Video und HBO Now wetteifern zuletzt besonders intensiv um Kinder-Inhalte. Denn Kinder sind die zahlenden Kunden von morgen und ihnen wird womöglich lineares Fernsehen genauso viel sagen wie VHS-Kassetten.
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