Metz-Insolvenz: Die nächste große Pleite der deutschen TV-Hersteller
Das deutsche Traditionsunternehmen Metz aus Zirndorf bei Nürnberg hat Insolvenzantrag gestellt: damit verabschiedet sich nun ein weiterer TV-Hersteller aus Deutschland aus dem Tagesgeschäft. Bis zuletzt hatten die Franken versucht, die finanzielle Lage zu verbessern.
Nun wurde Antrag auf Insolvenz gestellt und der vorläufige Insolvenzverwalter benannt. Joachim Exner wird das Traditionsunternehmen prüfen. Ob Metz eine Zukunft hat, ist noch vollkommen offen. Das Unternehmen wurde 1938 gegründet und startete mit der Fertigung elektronischer Geräte. Weltweit erlangte es Ruhm durch Fotozubehör, dort vor allem durch Blitzgeräte, und durch das Sortiment TV-Geräte und Unterhaltungs-Elektronik allgemein. Außerdem hatte man früh die extra Sparte Kunststofftechnik ausgebaut.
Der Bürgermeister von Zirndorf hat sich jetzt in der Presse geäußert und sein Bedauern ausgesprochen. Bisher hatte man in Zirndorf auf eine Trendwende gehofft. Nach außen hin sah es für Metz auch gut aus: Erst im vergangenen Jahr hatte Metz diverse Preise eingeheimst, unter anderem als "Fachhandelspartner Nr. 1" und "Qualitätsmarke 2013". 2013 feierte das Unternehmen dazu das 75-jährige Bestehen und kündigte vollmundig die Feierlichkeiten für den 100. Firmengeburtstag an.
Metz hatte mit der Loewe AG und Technisat zu den letzten drei TV-Geräte-Herstellern gehört, die in Deutschland produzierten. Von der Pleite sind jetzt gut 550 Mitarbeiter betroffen, die am Firmensitz in Zirndorf tätig sind. Inwiefern Metz jetzt noch von den zahlreichen Kooperationen mit anderen deutschen Unternehmen profitieren und irgendwie weitermachen kann, steht noch in den Sternen. Mit einer ersten Prognose für eine mögliche Weiterführung des Unternehmens wird aber noch in diesem Jahr gerechnet.
Verluste, Tarifvereinbarungen und keine Entlastung
Trotz der rückläufigen Umsätze und der jahrelangen Verluste kommt das wahrscheinliche Ende des Unternehmens nun doch unerwartet. Zuletzt waren keine Signale der prekären Lage nach außen gedrungen. Anfang des Jahres hatte die IG Metall zwar einem Sanierungstarifvertrag zugestimmt, mit dem die Tariflöhne zur Entlastung des Unternehmens von Zahlungen von Weihnachts- und Urlaubsgeld befreit wurde - anschließend dachte man aber zumindest, dass das Schlimmste geschafft war.Der Bürgermeister von Zirndorf hat sich jetzt in der Presse geäußert und sein Bedauern ausgesprochen. Bisher hatte man in Zirndorf auf eine Trendwende gehofft. Nach außen hin sah es für Metz auch gut aus: Erst im vergangenen Jahr hatte Metz diverse Preise eingeheimst, unter anderem als "Fachhandelspartner Nr. 1" und "Qualitätsmarke 2013". 2013 feierte das Unternehmen dazu das 75-jährige Bestehen und kündigte vollmundig die Feierlichkeiten für den 100. Firmengeburtstag an.
Metz hatte mit der Loewe AG und Technisat zu den letzten drei TV-Geräte-Herstellern gehört, die in Deutschland produzierten. Von der Pleite sind jetzt gut 550 Mitarbeiter betroffen, die am Firmensitz in Zirndorf tätig sind. Inwiefern Metz jetzt noch von den zahlreichen Kooperationen mit anderen deutschen Unternehmen profitieren und irgendwie weitermachen kann, steht noch in den Sternen. Mit einer ersten Prognose für eine mögliche Weiterführung des Unternehmens wird aber noch in diesem Jahr gerechnet.
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