Kein "natives 1080p" bei Killzone-Multiplayer:
Sony-Kunde klagt
Ein US-amerikanischer PlayStation-4-Besitzer wirft dem Hersteller aus Japan "irreführendes Marketing" vor, da der Multiplayer-Modus von Killzone: Shadow Fall keine echte 1080p-Auflösung biete. Er verlangt in einer Sammelklage eine Entschädigung in Höhe von mehr als fünf Millionen Dollar.
Sony Computer Entertainment America soll die Käufer des PS4-Starttitels Killzone: Shadow Fall bewusst getäuscht haben, meint ein Kalifornier namens Douglas Ladore. Laut dem Gaming-Blog Polygon geht es um die Auflösung im Multiplayer-Modus des Shooters, da Sony hier "eine technologische Abkürzung verwendet, die 'subjektiv ähnliche' Ergebnisse liefern soll", so die Klage, aber eben kein "natives" 1080p.
Laut Digital Foundry werden dabei Information (Pixel und Bewegungsvektoren) aus zuvor gerenderten Frames verwendet, um Löcher zu "stopfen." Entwickler Guerilla Games bezeichnete das in einem danach auf der Webseite veröffentlichtem Statement als "temporale Reprojektion" und meint, dass das laut der üblichen Definition des Begriffes "nativ" auch so bezeichnet werden kann.
Dem widerspricht die Klage und meint, dass das eben kein "natives 1080p", wie es Sony versprochen hat, sei. Man schreibt außerdem, dass Spieler schnell bemerkt hätten, dass die Grafik so "verschwommen" sei, dass das bereits als "Ablenkung" bezeichnet werden könne. Sony habe das wissentlich ignoriert und die Kunden damit in die Irre geführt.
Die Klage führt zudem Verstöße wie absichtliche Täuschung, unfairen Wettbewerb und eine Form von Betrug ("Fraud in the inducement") auf, als geforderter Betrag wurden mehr als fünf Millionen Dollar angegeben. Die Kanzlei, die die Klage verantwortet, ist in Sachen Gaming nicht unbekannt und hat bereits früher vergleichbare Klagen gegen EA, Sega, Gearbox und auch Sony eingereicht.
Wann ist eine Auflösung "nativ" und wann nicht?
Im Mittelpunkt dieser Klage steht eine Analyse von Digital Foundry (DF), dem Technik-Ableger des bekannten Spiele-Portals Eurogamer. Im März dieses Jahres hatte DF die Grafik von Shadow Fall untersucht und dabei festgestellt, dass im Mehrspielermodus keine 1920 x 1080 Pixel (1080p) angezeigt werden, sondern mit 960 x 1080 Bildpunkten läuft und diese mit einen "hochqualitativem temporären Upscaling" hochgerechnet werden.Laut Digital Foundry werden dabei Information (Pixel und Bewegungsvektoren) aus zuvor gerenderten Frames verwendet, um Löcher zu "stopfen." Entwickler Guerilla Games bezeichnete das in einem danach auf der Webseite veröffentlichtem Statement als "temporale Reprojektion" und meint, dass das laut der üblichen Definition des Begriffes "nativ" auch so bezeichnet werden kann.
Dem widerspricht die Klage und meint, dass das eben kein "natives 1080p", wie es Sony versprochen hat, sei. Man schreibt außerdem, dass Spieler schnell bemerkt hätten, dass die Grafik so "verschwommen" sei, dass das bereits als "Ablenkung" bezeichnet werden könne. Sony habe das wissentlich ignoriert und die Kunden damit in die Irre geführt.
Die Klage führt zudem Verstöße wie absichtliche Täuschung, unfairen Wettbewerb und eine Form von Betrug ("Fraud in the inducement") auf, als geforderter Betrag wurden mehr als fünf Millionen Dollar angegeben. Die Kanzlei, die die Klage verantwortet, ist in Sachen Gaming nicht unbekannt und hat bereits früher vergleichbare Klagen gegen EA, Sega, Gearbox und auch Sony eingereicht.
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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