Milliarden-Übernahme im SSD-Markt:
SanDisk schluckt Fusion-IO
Der Speicherspezialist SanDisk stockt mit einer milliardenschweren Übernahme seine Kompetenz im Bereich der SSDs kräftig auf: Wie das Unternehmen mitteilte, sei man sich mit den bisherigen Eignern des SSD-Anbieters Fusion-IO handelseinig geworden.
1,1 Milliarden Dollar wird SanDisk in die Akquisition der Firma aus Cottonwood Heights im US-amerikanischen Bundesstaat Utah investieren. Fusion-IO hat sich mit besonders performanten SSDs einen Namen gemacht. Um dies zu erreichen verbaut man in den Speichersystemen eigens entwickelte FPGAs, über die die einzelnen Speicherzellen direkt angesprochen werden können. Die Kunden kommen dabei vor allem aus dem Business-Bereich und setzen darauf, ihre IT-Anwendungen so beschleunigen zu können.
Der Ausbau des SSD-Geschäfts ist aber nicht nur attraktiv, weil hier die Preise stabiler sind. Insbesondere im High-End-Bereich locken hier auch vergleichsweise hohe Gewinnmargen. Besonders hoch sind diese natürlich im Geschäft mit Firmenkunden, an die man mit der Übernahme von Fusion-IO noch näher heranrückt.
Fusion-IO selbst hat immer noch das Problem, sein Geschäft auf die Basis einer kritischen Masse zu stellen. Fünf Quartale in Folge wurden Verluste geschrieben, was früher oder später an der Substanz des Unternehmens nagt, das Apple-Mitbegründer Steve Wozniak als Chef-Ingenieur unter Vertrag hat. Nun kann man darauf setzen, mit dem Rückhalt eines größeren Konzerns ruhiger arbeiten zu können.
Ruhigere Fahrwasser
Mit der Übernahme des Unternehmens will SanDisk nicht einfach nur der eigenen SSD-Sparte einen Schub verleihen - denn diese legte zuletzt schon ein beachtliches Wachstum hin. Der Umsatz kletterte hier um 61 Prozent, womit sie inzwischen bereits 28 Prozent zu SanDisks gesamten Einnahmen beiträgt. Mit dem Zukauf will das Unternehmen auch dafür sorgen, insgesamt unabhängiger vom bisherigen Kerngeschäft mit Speicherkarten zu werden. Denn dieser Sektor unterliegt immer wieder starken Preisschwankungen.Der Ausbau des SSD-Geschäfts ist aber nicht nur attraktiv, weil hier die Preise stabiler sind. Insbesondere im High-End-Bereich locken hier auch vergleichsweise hohe Gewinnmargen. Besonders hoch sind diese natürlich im Geschäft mit Firmenkunden, an die man mit der Übernahme von Fusion-IO noch näher heranrückt.
Fusion-IO selbst hat immer noch das Problem, sein Geschäft auf die Basis einer kritischen Masse zu stellen. Fünf Quartale in Folge wurden Verluste geschrieben, was früher oder später an der Substanz des Unternehmens nagt, das Apple-Mitbegründer Steve Wozniak als Chef-Ingenieur unter Vertrag hat. Nun kann man darauf setzen, mit dem Rückhalt eines größeren Konzerns ruhiger arbeiten zu können.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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