Gewerkschafter: Amazon-CEO Bezos ist schlechtester Boss der Welt
Jeff Bezos, Gründer und CEO des Versandhausriesen Amazon, wurde beim derzeit in Berlin stattfindenden 3. Weltkongress des Internationalen Gewerkschaftsbundes zum "schlechtesten Boss der Welt" gekürt. Bezos befindet sich in durchaus illustrer Gesellschaft und "setzte" sich u. a. gegen Medienmogul Rupert Murdoch durch.
Der Internationale Gewerkschaftsbund (IGB), der derzeit in Berlin eine Tagung für 1500 Delegierte aus 161 Ländern veranstaltet, hat im Vorfeld des Kongresses neun Führungskräfte zur Abstimmung auserwählt. "Gewinner" dieser für die Kandidaten alles andere als schmeichelhaften Aktion ist Jeff Bezos, der an der Spitze von Amazon steht. Das gab der IGB auf seiner Webseite bekannt (via Heise). Laut IGB wurden mehr als 20.000 Stimmen bei dieser Wahl abgegeben.
Jeff Bezos
Und sie zeichnete ein besonders schlimmes Bild des US-Unternehmens: "Amazon ist auch in Deutschland tätig und behandelt seine Beschäftigten wie Roboter. Das Unternehmen macht kein Geheimnis daraus, dass es Beschäftigte in nur wenigen Jahren durch Roboter ersetzen wird", so Burrow. "Ein weltweit tätiges reiches Unternehmen, das die Menschenwürde und die Rechte erwerbstätiger Menschen verachtet."
Als weitere Vorwürfe werden Steuervermeidung (Heise merkt an, dass es in der deutschen Fassung offenbar einen Übersetzungsfehler gibt, da dort fälschlicherweise von "Steuerhinterziehung" die Rede ist), totaler Überwachung sowie Beschäftigten, die "regelmäßig von Krankenwagen abgeholt werden."
Zu den neun Kandidaten zählten auch Rupert Murdoch (News Corp.), C. Douglas McMillon (Wal-Mart) und Lee Kun-Hee (Samsung Group). Interessantes Detail am Rande: Der Chef einer "großen Fluggesellschaft" wird lediglich als "Herr X" bezeichnet, was darauf hindeutet, dass es hier bereits zu rechtlichen Schritte gekommen ist. Es wäre nicht überraschend, wenn auch bei Amazon derzeit Ähnliches in Vorbereitung ist.
"Untergrabung der Demokratie" und "Unterstützung von Sklaverei"
IGB-Generalsekretärin Sharan Burrow erläutert, was aus Sicht der Arbeitnehmervertreter einen derartigen schlechten Chef ausmacht: "Untergrabung der Demokratie und der Arbeitnehmerrechte, Unterstützung von Sklaverei und Kafala."
Jeff Bezos
Und sie zeichnete ein besonders schlimmes Bild des US-Unternehmens: "Amazon ist auch in Deutschland tätig und behandelt seine Beschäftigten wie Roboter. Das Unternehmen macht kein Geheimnis daraus, dass es Beschäftigte in nur wenigen Jahren durch Roboter ersetzen wird", so Burrow. "Ein weltweit tätiges reiches Unternehmen, das die Menschenwürde und die Rechte erwerbstätiger Menschen verachtet."
"Bezos verkörpert Unmenschlichkeit"
Bezos selbst wird von Sharan Burrow noch schärfer angegriffen: "Jeff Bezos verkörpert die Unmenschlichkeit von Arbeitgebern, die auf das US-amerikanische Unternehmensmodell setzen. Unsere Botschaft an die Großkonzerne lautet, dass das aufhören muss, keine Misshandlung von Beschäftigten mehr."Als weitere Vorwürfe werden Steuervermeidung (Heise merkt an, dass es in der deutschen Fassung offenbar einen Übersetzungsfehler gibt, da dort fälschlicherweise von "Steuerhinterziehung" die Rede ist), totaler Überwachung sowie Beschäftigten, die "regelmäßig von Krankenwagen abgeholt werden."
Zu den neun Kandidaten zählten auch Rupert Murdoch (News Corp.), C. Douglas McMillon (Wal-Mart) und Lee Kun-Hee (Samsung Group). Interessantes Detail am Rande: Der Chef einer "großen Fluggesellschaft" wird lediglich als "Herr X" bezeichnet, was darauf hindeutet, dass es hier bereits zu rechtlichen Schritte gekommen ist. Es wäre nicht überraschend, wenn auch bei Amazon derzeit Ähnliches in Vorbereitung ist.
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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