Satellit, Drohne & Laser:
Facebooks Internet-Vision

Facebook hat große Pläne, um auch in den entlegensten Regionen der Erde für einen Internetzugang zu sorgen. Jetzt gibt Mark Zuckerberg genaueren Einblick in das Projekt rund um das "Connectivity Lab".

Expertenteam für Anschluss

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg scheint aktuell gerne einen Blick in die Zukunft zu werfen. Nach der überraschenden Übernahme des Virtual-Reality-Start-ups Oculus VR hat der CEO gestern Informationen zu einem weiteren Zukunftsprojekt veröffentlicht. Facebook Connectivity LabNetzanschluss per Langstreckenflugzeug Schon bisher war bekannt, dass Facebook zusammen mit anderen Technologie-Unternehmen unter der Überschrift internet.org versuchen will, die zwei Drittel der Menschheit mit einem Netzanschluss versorgen, die aktuell keinen Zugang zum Internet haben. Jetzt hat Zuckerberg das Team vorgestellt, das bei Facebook an der Umsetzung dieser Vision arbeitet.

Demnach konnte man im sogenannten "Connectivity Lab" führende Experten aus der Luft- und Raumfahrtechnik versammeln, die daran arbeiten, neue Verbindungstechniken "für den Boden, die Luft und den Weltraum" zu entwickeln. Dafür konnte Facebook vor Kurzem auch fünf Experten von Ascenta für die Mitarbeit an dem Projekt gewinnen. Das britische Unternehmen entwickelt unter anderem unbemannte Solar-Flugzeuge. Dazu sollen auch Experten der NASA für Facebook an dem "Internet für alle" arbeiten.

Von Drohnen und Lasern

Mark Zuckerberg spricht in seiner kurzen Mitteilung auf Facebook nur von "Drohnen, Satelliten und Lasern", die das Internet für jeden zugänglich machen werden. Wie genau diese neuen Kommunikationskanäle funktionieren sollen, ist der Vorstellung des "Connectivity Lab"-Teams zu entnehmen.

Demnach wolle man ländliche Regionen durch unbemannte Solar-Flugzeuge, die für Monate in der Luft bleiben können, zuverlässig mit einem Netzanschluss versorgen. Noch entlegenere Regionen sollen dagegen per Satelliten mit dem Internet verbunden werden. Bei all diesen Systemen setzen die Entwickler auf die sogenannte "Free-space optical communication", kurz FSO, bei der Infrarot-Laserstrahlen zur Übertragung der Daten eingesetzt werden.

Facebook hat mit dem "Connectivity Lab" auf jeden Fall ein schlagkräftiges Team zusammengestellt, das jetzt an der Lösung wirklich schwieriger technischer Hürden arbeiten soll. Man darf gespannt sein, ob Mark Zuckerberg seine Netz-Vision in naher Zukunft in die Wirklichkeit umsetzen kann.
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