Canonical: Per Trademark gegen Ubuntu-Kritiker
Ubuntu-Anbieter Canonical ist auf dem besten Weg, seine Sympathien zu verspielen. Zum einen gibt es immer wieder Kritik an Canonical-Chef Mark Shuttleworth, zum anderen greift man zu umstrittenen Methoden, um Kritik zu verhindern.
Aktuell hat Canonical einen nicht gerade diplomatischen Weg gewählt, um auf Kritik zu reagieren: Wie Ars Technica berichtet, hat das hinter der Linux-Distribution Ubuntu stehende Unternehmen einem Webseitenbetreiber einen Verstoß gegen Markenrechte vorgeworfen, da dieser auf seiner Seite gegen die Suchfunktion des Betriebssystems protestiert.
Gemeint ist Micah Lee, ein Mitarbeiter der bekannten Netzaktivsten-Organisation Electronic Frontier Foundation (EFF). Lee hat eine Seite namens Fix Ubuntu eingerichtet, auf der er gegen die Ubuntu-Suche, die seit kurzem nicht nur das OS, sondern auch das Internet und vor allem auch kommerzielle Seiten einbezieht, protestiert. Auf seiner Seite zeigte der Aktivist, wie dieses Ubuntu-Feature deaktiviert werden kann, sehr zum Missfallen von Canonical.
Lee hat daraufhin von der Rechtsabteilung von Canonical ein Schreiben erhalten, in dem er aufgefordert wird, das Ubuntu-Logo von der Seite zu entfernen und auch auf die Verwendung dieses Begriffes in der Domain zu verzichten. Denn eine derartige Verwendung der Markenrechte von Canonical sei nur mit Zustimmung des Unternehmens möglich, was in diesem Fall aber nicht möglich sei, so das Schreiben.
Micah Lee, der sich auf sowohl beim Logo als auch beim Wort Ubuntu auf das so genannte "Nominative Use" (das "beschreibende" Verwendung von Trademarks erlaubt) beruft, hat daraufhin zwar das Logo entfernt (nicht aber die Ubuntu-Verweise), aber seine Seite um einen Disclaimer ergänzt. Dort heißt es: "Für den Fall, dass Sie 1. ein kompletter Idiot oder 2. ein Anwalt oder 3. beides sind, bitte beachten Sie, dass diese Seite Canonical nicht nahesteht oder von Canonical genehmigt worden ist."
Wenig überraschend bekam der Ubuntu-Kritiker auch Rückendeckung von einem EFF-Anwalt: Dieser schreibt, dass man den "höflichen Tonfall" des Schreibens zu schätzen wisse, Canonical aber gleichzeitig darauf aufmerksam machen müsse, dass deren Aufforderung nicht vom Markenrecht gestützt werde und dass auch eine derartige Verwendung von Trademarks durch Meinungsfreiheit abgedeckt sei.
Gemeint ist Micah Lee, ein Mitarbeiter der bekannten Netzaktivsten-Organisation Electronic Frontier Foundation (EFF). Lee hat eine Seite namens Fix Ubuntu eingerichtet, auf der er gegen die Ubuntu-Suche, die seit kurzem nicht nur das OS, sondern auch das Internet und vor allem auch kommerzielle Seiten einbezieht, protestiert. Auf seiner Seite zeigte der Aktivist, wie dieses Ubuntu-Feature deaktiviert werden kann, sehr zum Missfallen von Canonical.
Lee hat daraufhin von der Rechtsabteilung von Canonical ein Schreiben erhalten, in dem er aufgefordert wird, das Ubuntu-Logo von der Seite zu entfernen und auch auf die Verwendung dieses Begriffes in der Domain zu verzichten. Denn eine derartige Verwendung der Markenrechte von Canonical sei nur mit Zustimmung des Unternehmens möglich, was in diesem Fall aber nicht möglich sei, so das Schreiben.
Micah Lee, der sich auf sowohl beim Logo als auch beim Wort Ubuntu auf das so genannte "Nominative Use" (das "beschreibende" Verwendung von Trademarks erlaubt) beruft, hat daraufhin zwar das Logo entfernt (nicht aber die Ubuntu-Verweise), aber seine Seite um einen Disclaimer ergänzt. Dort heißt es: "Für den Fall, dass Sie 1. ein kompletter Idiot oder 2. ein Anwalt oder 3. beides sind, bitte beachten Sie, dass diese Seite Canonical nicht nahesteht oder von Canonical genehmigt worden ist."
Wenig überraschend bekam der Ubuntu-Kritiker auch Rückendeckung von einem EFF-Anwalt: Dieser schreibt, dass man den "höflichen Tonfall" des Schreibens zu schätzen wisse, Canonical aber gleichzeitig darauf aufmerksam machen müsse, dass deren Aufforderung nicht vom Markenrecht gestützt werde und dass auch eine derartige Verwendung von Trademarks durch Meinungsfreiheit abgedeckt sei.
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