Google Drive: Daten der User bald verschlüsselt?
Google hat begonnen, eine Verschlüsselung der bei seinem Cloud-Speicher Google Drive abgelegten Dateien zu testen. Das Unternehmen will dadurch die Privatsphäre der Nutzer besser schützen und möglicherweise den Zugriff auf die Inhalte durch Regierungsbehörden deutlich erschweren.
Wie der US-Branchendienst Cnet unter Berufung auf zwei mit den Plänen von Google vertraute Quellen berichtet, laufen bei dem Internetkonzern derzeit "aktive Tests" für die Verschlüsselung der zu dem Online-Speicher- und Synchronisationsdienst hochgeladenen Daten. Aktuell sei bereits ein kleiner Teil der bei Google Drive abgelegten Daten der Nutzer verschlüsselt.
Eine standardisierte Verschlüsselung der bei Google Drive hinterlegten Daten könnte den Nutzern mehr Vertrauen in den Online-Speicher geben, so Seth Schoen von der Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF). Aktuell wird Verschlüsselung meist nur im Zusammenhang mit der Kommunikation über das Internet verwendet, aber nur selten bei der Speicherung der in die Cloud übertragenen Daten.
Die Gründe dafür sind vielfältig. Teilweise scheuen die Cloud-Speicher-Anbieter die zusätzlichen Kosten für den Mehraufwand der Verschlüsselung und mögliche technische Probleme, andererseits ist es schwer, verschlüsselte Archive zu durchsuchen, was gerade im Fall von Google eine wichtige Funktionalität von Google Drive darstellt. Google hat bereits mehrfach klargestellt, dass die Daten zwar verschlüsselt übertragen, auf seinen Servern aber unverschlüsselt gespeichert werden.
Eine Speicherung der Daten bei Google Drive in verschlüsselter Form würde es der Polizei und Geheimdiensten wie etwa der wegen ihrer breiten Überwachung im Rahmen des PRISM-Programms massiv kritisierten NSA erheblich unmöglich machen, Zugriff auf die Inhalte zu erlangen. Dazu müssten die Behörden Zugriff auf den richtigen Schlüssel haben, was Google jedoch offenbar nicht zulassen will.
Google würde wahrscheinlich die Verschlüsselung und Entschlüsselung der Daten seiner Nutzer Server-seitig vornnehmen, so dass Polizei oder Behörden keinen Zugriff hätten. Theoretisch wäre es jedoch möglich, dass die jeweilige Organisation einen richterlichen Beschluss erwirkt, um durch Google ein Abfangen der Login-Daten eines Nutzers zu erzwingen. Einen entsprechenden Fall gab es bereits im Jahr 2007 in Kanada, als ein Encrypted-E-Mail-Anbeiter den dortigen Behörden entsprechende Dienste leisten musste.
Eine standardisierte Verschlüsselung der bei Google Drive hinterlegten Daten könnte den Nutzern mehr Vertrauen in den Online-Speicher geben, so Seth Schoen von der Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF). Aktuell wird Verschlüsselung meist nur im Zusammenhang mit der Kommunikation über das Internet verwendet, aber nur selten bei der Speicherung der in die Cloud übertragenen Daten.
Die Gründe dafür sind vielfältig. Teilweise scheuen die Cloud-Speicher-Anbieter die zusätzlichen Kosten für den Mehraufwand der Verschlüsselung und mögliche technische Probleme, andererseits ist es schwer, verschlüsselte Archive zu durchsuchen, was gerade im Fall von Google eine wichtige Funktionalität von Google Drive darstellt. Google hat bereits mehrfach klargestellt, dass die Daten zwar verschlüsselt übertragen, auf seinen Servern aber unverschlüsselt gespeichert werden.
Eine Speicherung der Daten bei Google Drive in verschlüsselter Form würde es der Polizei und Geheimdiensten wie etwa der wegen ihrer breiten Überwachung im Rahmen des PRISM-Programms massiv kritisierten NSA erheblich unmöglich machen, Zugriff auf die Inhalte zu erlangen. Dazu müssten die Behörden Zugriff auf den richtigen Schlüssel haben, was Google jedoch offenbar nicht zulassen will.
Google würde wahrscheinlich die Verschlüsselung und Entschlüsselung der Daten seiner Nutzer Server-seitig vornnehmen, so dass Polizei oder Behörden keinen Zugriff hätten. Theoretisch wäre es jedoch möglich, dass die jeweilige Organisation einen richterlichen Beschluss erwirkt, um durch Google ein Abfangen der Login-Daten eines Nutzers zu erzwingen. Einen entsprechenden Fall gab es bereits im Jahr 2007 in Kanada, als ein Encrypted-E-Mail-Anbeiter den dortigen Behörden entsprechende Dienste leisten musste.
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