Versand: Amazon Deutschland wird heute bestreikt
Weil die Gespräche mit der Geschäftsleitung von Amazon zuletzt gescheitert sind, sollen die Logistik-Mitarbeiter des Versandhändlers heute an den Standorten Bad Hersfeld und Leipzig die Arbeit niederlegen.
Wer dieser Tage etwas bei Amazon bestellt hat, sollte damit rechnen, dass es womöglich einen Tag länger dauert, bis das Paket bei ihm eintrifft. Denn die Gewerkschaft Ver.di hat bekannt gegeben, dass die Amazon-Belegschaft heute ab sechs Uhr dazu aufgerufen ist, die Arbeit ruhen zu lassen. Als Ende wurde der Dienstschluss der Spätschicht angegeben, der Streik soll also den ganzen Tag dauern.
Hintergrund für den Arbeitskampf ist die Forderung der Gewerkschaft nach einem Anerkennungstarifvertrag für die Branche des Einzel- und Versandhandels. Ver.di rechnet vor, dass ein Kommissionierer in Bad Hersfeld zu Beginn der Tätigkeit 9,83 Euro pro Stunde verdiene, nach zwei Jahren steigt die Entlohnung auf einen Stundenlohn von 11,48 Euro.
Laut Tarifvertrag müsste es aber bereits von Anfang an 12,18 Euro sein, so die Gewerkschaft. Hinzu kommt, dass Amazon kein Urlaubs- und Weihnachtsgeld auszahlt, auch seien laut Ver.di die Zuschläge für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit sowie für Überstunden deutlich niedriger als im Tarifvertrag vorgesehen.
Das Versand-Unternehmen lehnt die Forderungen ab, entsprechende Verhandlungen sind im April gescheitert. Ende des Vormonats hatten sich deshalb die Ver.di-Mitglieder bei einer Urabstimmung zu einem überwiegenden Teil für den Streik ausgesprochen, erste Warnstreiks hatte es bereits Anfang April gegeben.
In Bad Hersfeld und Leipzig sind zusammengerechnet etwa 5300 Mitarbeiter beschäftigt. Amazon lehnt einen Tarifvertrag ab und verweist darauf, dass die Einkommen der Beschäftigten im Branchenvergleich "am oberen Ende" lägen und die Amazon-Versandzentren Logistikunternehmen seien.
Hintergrund für den Arbeitskampf ist die Forderung der Gewerkschaft nach einem Anerkennungstarifvertrag für die Branche des Einzel- und Versandhandels. Ver.di rechnet vor, dass ein Kommissionierer in Bad Hersfeld zu Beginn der Tätigkeit 9,83 Euro pro Stunde verdiene, nach zwei Jahren steigt die Entlohnung auf einen Stundenlohn von 11,48 Euro.
Laut Tarifvertrag müsste es aber bereits von Anfang an 12,18 Euro sein, so die Gewerkschaft. Hinzu kommt, dass Amazon kein Urlaubs- und Weihnachtsgeld auszahlt, auch seien laut Ver.di die Zuschläge für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit sowie für Überstunden deutlich niedriger als im Tarifvertrag vorgesehen.
Das Versand-Unternehmen lehnt die Forderungen ab, entsprechende Verhandlungen sind im April gescheitert. Ende des Vormonats hatten sich deshalb die Ver.di-Mitglieder bei einer Urabstimmung zu einem überwiegenden Teil für den Streik ausgesprochen, erste Warnstreiks hatte es bereits Anfang April gegeben.
In Bad Hersfeld und Leipzig sind zusammengerechnet etwa 5300 Mitarbeiter beschäftigt. Amazon lehnt einen Tarifvertrag ab und verweist darauf, dass die Einkommen der Beschäftigten im Branchenvergleich "am oberen Ende" lägen und die Amazon-Versandzentren Logistikunternehmen seien.
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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