Amazon steht bei TLD-Vergabe erneut im Kreuzfeuer
Der Konflikt um die Vergabe neuer Top-Level-Domains (TLDs) spitzt sich weiter zu. Erneut ist der Online-Handelskonzern Amazon Brennpunkt der Auseinandersetzung. Diesmal kommt Kritik von der Autoren- und Verlags-Branche.
Denn Amazon will sich gleich eine ganze Reihe von wichtigen Adressendungen sichern, die diesen Wirtschaftsbereich abdecken - darunter beispielsweise .book, .author und .read. Der US-Autorenverband Authors Guild und die Association of American Publishers, eine Organisation der US-Verlagsbranche wandten sich an die Organisation zur Verwaltung der Namensräume im Internet und versuchen, dies zu verhindern.
"Eine Vergabe solcher generischen Domains in private Hände wäre schlicht wettbewerbsfeindlich", erklärte Scott Turow, Chef der Authors Guild. Dies würde es einem Unternehmen, das bereits eine dominante Position hat und sehr gut durchfinanziert ist, erlauben, seine Marktmacht noch weiter auszubauen. "Das Missbrauchspotenzial ist grenzenlos", sagte er.
Aber nicht nur die Verbände haben sich in der Sache an die ICANN gewandt. Auch der große Amazon-Konkurrent Barnes & Noble stellt sich den Plänen entgegen. Amazon würde dies nutzen, um den Konkurrenzkampf weiter auszuhöhlen, wodurch letztlich die Möglichkeit einer freien Meinungs-Publikation in Frage gestellt werden könnte, schrieb dieser an die ICANN.
Laut der Argumentation Barnes & Nobles hätte eine Kontrolle Amazons über wichtige TLDs aber wohl auch Folgen für das Internet. So würde sich die Distribution von Inhalten noch stärker auf einer Plattform konzentrieren, was schädlich für die Offenheit und Freiheit des Netzes wäre.
Dies ist nicht der erste Fall, in dem Amazons Bestrebungen hinsichtlich der neuen TLDs für Streit sorgen. Auch Organisationen aus Südamerika haben sich bereits zur Wort gemeldet und wollen die Adressendung .amazon für Web-Angebote aus der Amazonas-Region verwenden. Amazon hat insgesamt die Kontrolle über 76 TLDs beantragt, wobei inzwischen rund 30 auch von anderen beantragt wurden. Der Suchmaschinenkonzern Google bewarb sich sogar um 101 TLDs und überschneidet sich in 23 Fällen mit Amazon.
"Eine Vergabe solcher generischen Domains in private Hände wäre schlicht wettbewerbsfeindlich", erklärte Scott Turow, Chef der Authors Guild. Dies würde es einem Unternehmen, das bereits eine dominante Position hat und sehr gut durchfinanziert ist, erlauben, seine Marktmacht noch weiter auszubauen. "Das Missbrauchspotenzial ist grenzenlos", sagte er.
Aber nicht nur die Verbände haben sich in der Sache an die ICANN gewandt. Auch der große Amazon-Konkurrent Barnes & Noble stellt sich den Plänen entgegen. Amazon würde dies nutzen, um den Konkurrenzkampf weiter auszuhöhlen, wodurch letztlich die Möglichkeit einer freien Meinungs-Publikation in Frage gestellt werden könnte, schrieb dieser an die ICANN.
Laut der Argumentation Barnes & Nobles hätte eine Kontrolle Amazons über wichtige TLDs aber wohl auch Folgen für das Internet. So würde sich die Distribution von Inhalten noch stärker auf einer Plattform konzentrieren, was schädlich für die Offenheit und Freiheit des Netzes wäre.
Dies ist nicht der erste Fall, in dem Amazons Bestrebungen hinsichtlich der neuen TLDs für Streit sorgen. Auch Organisationen aus Südamerika haben sich bereits zur Wort gemeldet und wollen die Adressendung .amazon für Web-Angebote aus der Amazonas-Region verwenden. Amazon hat insgesamt die Kontrolle über 76 TLDs beantragt, wobei inzwischen rund 30 auch von anderen beantragt wurden. Der Suchmaschinenkonzern Google bewarb sich sogar um 101 TLDs und überschneidet sich in 23 Fällen mit Amazon.
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