Google könnte Auftragsmörder fehlgeleitet haben
Ein Fehler in Googles Geodaten-Applikation "Google Earth" könnte zu einem entscheidenden Fakt im Fall eines Doppelmordes werden. Es gibt Vermutungen, dass ein Auftragsmörder so zur falschen Adresse geleitet wurde.
Laut der aktuellen Rechtssprechung ist der Fall klar: Das Ehepaar Dennis und Merna Koula wurden im Jahr 2010 in ihrem Haus in La Cross im US-Bundesstaat Wisconsin ermordet. Ihr Sohn Eric gab an, die Leichen gefunden zu haben, als er die Sache der Polizei meldete. Später wurde er selbst aber für die Tat verurteilt und soll nun eine zweifache lebenslängliche Freiheitsstrafe abbüßen.
Für das Gericht sprachen mehrere Indizien dafür, dass der Sohn der Täter ist. Zum einen platzte sein Alibi. Außerdem hob er am Morgen nach der Tatnacht 50.000 Dollar vom Konto seines Vaters ab, wobei er einen Scheck verwendete, auf dem er die Unterschrift gefälscht hatte.
Laut einem Bericht des US-Sender 'CBS' gibt es aber auch Zweifler an der Entscheidung des Gerichtes - darunter John Christophersen, der zur fraglichen Zeit als Ermittler beim Justizministerium von Wisconsin tätig war. Laut diesem gibt es nämlich lediglich keine konkreten Beweise wie DNA-Spuren, um die Tat eindeutig dem Sohn zuschreiben zu können. Die Verurteilung erfolgte nur auf Basis von Indizien.
Schon während des Prozesses hatte der Anwalt des Sohnes die Frage aufgeworfen, wer denn so dumm wäre, die Aufmerksamkeit der Ermittler direkt auf sich zu ziehen, indem man direkt nach der Tat Geld von den Konten der Opfer abhebt. Zumal der Beschuldigte einräumte, bereits öfters die Unterschrift seines wohlhabenden Vaters nachgemacht zu haben, wenn er Geld benötigte.
Weiterhin kam in dem Verfahren eine Spur nicht zur Sprache, die den Ermittlern kurzzeitig zu denken gab: Ein Nachbar der Koulas, der Chef einer lokalen Bank, hatte zu Protokoll gegeben, bereits mehrfach Morddrohungen erhalten zu haben. Die Sache fand aber keine weitere Beachtung, da der Drohende ausfindig gemacht werden konnte und ein Alibi für die Tatzeit hatte.
Neuere Untersuchungen des Fernsehsenders deuten aber darauf hin, dass hier trotzdem die Wahrheit in dem Fall liegen könnte. Denn die Adresse des Nachbarn verweist in Google Earth auf das Haus der Koulas. So steht nun der Verdacht im Raum, dass die Person, die den Bankdirektor bedrohte, einen Auftragsmörder engagierte, der schlicht zur falschen Adresse geführt wurde.
Für das Gericht sprachen mehrere Indizien dafür, dass der Sohn der Täter ist. Zum einen platzte sein Alibi. Außerdem hob er am Morgen nach der Tatnacht 50.000 Dollar vom Konto seines Vaters ab, wobei er einen Scheck verwendete, auf dem er die Unterschrift gefälscht hatte.
Laut einem Bericht des US-Sender 'CBS' gibt es aber auch Zweifler an der Entscheidung des Gerichtes - darunter John Christophersen, der zur fraglichen Zeit als Ermittler beim Justizministerium von Wisconsin tätig war. Laut diesem gibt es nämlich lediglich keine konkreten Beweise wie DNA-Spuren, um die Tat eindeutig dem Sohn zuschreiben zu können. Die Verurteilung erfolgte nur auf Basis von Indizien.
Schon während des Prozesses hatte der Anwalt des Sohnes die Frage aufgeworfen, wer denn so dumm wäre, die Aufmerksamkeit der Ermittler direkt auf sich zu ziehen, indem man direkt nach der Tat Geld von den Konten der Opfer abhebt. Zumal der Beschuldigte einräumte, bereits öfters die Unterschrift seines wohlhabenden Vaters nachgemacht zu haben, wenn er Geld benötigte.
Weiterhin kam in dem Verfahren eine Spur nicht zur Sprache, die den Ermittlern kurzzeitig zu denken gab: Ein Nachbar der Koulas, der Chef einer lokalen Bank, hatte zu Protokoll gegeben, bereits mehrfach Morddrohungen erhalten zu haben. Die Sache fand aber keine weitere Beachtung, da der Drohende ausfindig gemacht werden konnte und ein Alibi für die Tatzeit hatte.
Neuere Untersuchungen des Fernsehsenders deuten aber darauf hin, dass hier trotzdem die Wahrheit in dem Fall liegen könnte. Denn die Adresse des Nachbarn verweist in Google Earth auf das Haus der Koulas. So steht nun der Verdacht im Raum, dass die Person, die den Bankdirektor bedrohte, einen Auftragsmörder engagierte, der schlicht zur falschen Adresse geführt wurde.
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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