AntiSec lügt: iPhone-Daten stammen nicht vom FBI
Die Behauptungen der Gruppe AntiSec, Millionen von Datensätzen von iPhone-Nutzern vom Rechner eines FBI-Agenten erbeutet zu haben, stellten sich als falsch heraus. Dies dürfte erneut ein gutes Stück weit an der Glaubwürdigkeit von Meldungen aus dieser Ecke kratzen.
Laut einer AntiSec-Mitteilung habe man es geschafft, in den Computer eines FBI-Agenten einzudringen, der einer Cybercrime-Einheit angehört. Dort sei dann eine Datei mit den entsprechenden Daten gefunden worden. Offenbar sollte so der Eindruck erweckt werden, die US-Bundespolizei nutze solche Daten zu einer umfassenden Überwachung von Mobilfunknutzern. Die Behörde selbst dementierte allerdings, etwas mit der Angelegenheit zu tun zu haben.
Dies bestätigte sich nun, nachdem sich ein kleiner Verlag aus Florida, der Print-Veröffentlichungen für mobile Plattformen aufbereitet und vermarktet, beim US-Fernsehsender 'NBC' meldete. Wie Paul DeHart, Chef des fraglichen Unternehmens Blue Toad, erklärte, hätten Techniker seiner Firma die veröffentlichten Datensätze heruntergeladen und mit den eigenen Datenbanken verglichen. Dabei habe sich eine Übereinstimmung von 98 Prozent ergeben.
Weitergehende Untersuchungen hätten ergeben, dass Unbekannte in den letzten Wochen in die Systeme des Unternehmens eingedrungen waren. Daraufhin habe man sich an die Strafverfolgungsbehörden gewandt und weitere Schritte eingeleitet. Man wolle die Angelegenheit nun aufklären und Verantwortung dafür übernehmen, so DeHart. Bei den betroffenen Usern bat er um Entschuldigung.
Weitergehende Informationen wollte er zu dem Vorfall nicht preisgeben, um die Ermittlungen nicht zu gefährden. Unklar ist derzeit noch, wie es dazu kam, dass AntiSec behauptet, die Daten vom FBI zu haben. Theoretisch sei es allerdings möglich, dass die Eindringlinge die Daten mit anderen geteilt haben und dass sie so irgendwie auch ihren Weg auf einen Rechner des FBI fanden. Da es sich zwischen Einbruch und Veröffentlichung allerdings lediglich um einen Zeitraum von wenigen Tagen handelte, ist dies doch recht unwahrscheinlich. "Vom Zeitablauf her ergibt ihre Story keinen Sinn", so der Blue Toad-Chef.
Dies bestätigte sich nun, nachdem sich ein kleiner Verlag aus Florida, der Print-Veröffentlichungen für mobile Plattformen aufbereitet und vermarktet, beim US-Fernsehsender 'NBC' meldete. Wie Paul DeHart, Chef des fraglichen Unternehmens Blue Toad, erklärte, hätten Techniker seiner Firma die veröffentlichten Datensätze heruntergeladen und mit den eigenen Datenbanken verglichen. Dabei habe sich eine Übereinstimmung von 98 Prozent ergeben.
Weitergehende Untersuchungen hätten ergeben, dass Unbekannte in den letzten Wochen in die Systeme des Unternehmens eingedrungen waren. Daraufhin habe man sich an die Strafverfolgungsbehörden gewandt und weitere Schritte eingeleitet. Man wolle die Angelegenheit nun aufklären und Verantwortung dafür übernehmen, so DeHart. Bei den betroffenen Usern bat er um Entschuldigung.
Weitergehende Informationen wollte er zu dem Vorfall nicht preisgeben, um die Ermittlungen nicht zu gefährden. Unklar ist derzeit noch, wie es dazu kam, dass AntiSec behauptet, die Daten vom FBI zu haben. Theoretisch sei es allerdings möglich, dass die Eindringlinge die Daten mit anderen geteilt haben und dass sie so irgendwie auch ihren Weg auf einen Rechner des FBI fanden. Da es sich zwischen Einbruch und Veröffentlichung allerdings lediglich um einen Zeitraum von wenigen Tagen handelte, ist dies doch recht unwahrscheinlich. "Vom Zeitablauf her ergibt ihre Story keinen Sinn", so der Blue Toad-Chef.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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