Senf 8: Tag 3 - Die Quadratur des Windows
Jeder Klick ein Treffer? Nein, noch ist es nicht so weit, Windows 8 erfordert durchaus einiges an Eingewöhnung. Vieles an Windows 7 vermisst man nicht, der eine oder andere Stolperstein lauert aber dennoch auf den frischen Windows-8-Nutzer.
Die vier interaktiven Bildschirm-Ecken sind die wahrscheinlich wichtigste Umstellung, auf die man sich bei Windows 8 gefasst machen muss. Mit zwei bis drei komme ich gut zurecht, bei einer vermisse ich jedoch eine Funktionalität. Aber der Reihe nach.
Links unten, in etwa dort, wo sich früher eine seltsame Beule befunden hat, befindet sich nun eine Funktion, mit der man zum Metro-Interface kommt. Das funktioniert wahlweise vom Desktop, aber auch von Metro-Apps. Wer den Metro-Schirm nutzt, der wird diese Geste sicherlich sehr praktisch finden.
Allerdings muss ich gestehen, dass es mich noch gar nicht so richtig auf den Metro-Schirm gezogen hat. Im Gegenteil: Ich habe immer mehr den Eindruck, dass man Metro auch praktisch komplett ignorieren kann, schließlich verbringe ich im Moment mehr als 90 Prozent der Zeit auf dem Desktop.
Links oben (und dann nach unten) wird sich für viele etwas ungewohnt anfühlen, aber mir fällt die Geste durchaus leicht, weil man die Maus leicht mit den Fingern nach hinten bewegen kann und sie dann wieder zu sich zieht, in etwa wie bei einer Feder. Dort geht jedenfalls ein Menü auf, das Programm-Fenster der Metro-Apps zeigt.
Auch hier muss ich zugeben, dass ich noch nicht Heavy User dieser Funktion bin, was vor allem an der Tatsache liegt, dass ich mit den Metro-Apps am PC noch nicht richtig warm werde. Auf dem Tablet sieht die Sache naturgemäß anders aus, aber auf einem halbwegs großen Bildschirm (etwa 22 Zoll aufwärts) erschlagen die Apps einen optisch. Wenn einem die News-App beispielsweise auf der Startseite ein riesiges Bild serviert, das etwa zwei Drittel des Displays einnimmt, dann ist das auf einem Tablet zwar schick, aber auf dem PC zu viel des Guten.
Vielleicht kommen aber in Zukunft auch noch Metro-Apps heraus, die für PC-Darstellung optimiert sind, im Moment finde ich deren Optik aber nicht gut gelöst, auf dem PC wohlgemerkt. Da kann man den Vorwurf der Tablet-Fokussierung sicherlich nicht abstreiten.
Zurück zur Bedienung: Unten rechts ist auf dem Desktop beim Klicken alles wie früher (Windows 7), alle Fenster werden minimiert. Und das ist gut so. Bei Metro findet sich dort ein Minus, das in die Übersichtsdarstellung geht bzw. rauszoomt. Auch das ist vor allem für jene wichtig, die viele Elemente auf dem Metro-Schirm platziert haben. Ich gehöre aber eben noch nicht dazu.
Wer mit der Maus in die rechte obere oder untere Ecke fährt und den Zeiger dann seitlich nach unten bzw. oben bewegt, bekommt die Charms Bar. Dort finden sich fünf (bzw. eher vier) wichtige Windows-Funktionen: Suchen, Teilen, Geräte, Einstellungen und ein als Start bezeichnetes Symbol, das zum Metro-Desktop führt - auch letzteres ist eher eine für den PC verzichtbare Tablet-zentrierte Funktion.
Was mir aber wirklich abgeht, ist eine Beenden-Funktion rechts oben, also das gute alte X: Auch wenn es theoretisch nicht nötig ist, die Apps zu schließen (die gehen in Inaktivität und werden im Bedarfsfall vom System automatisch beendet), so führt mich der Instinkt doch immer wieder mit der Maus dorthin. Das Beenden der Apps ist ansonsten nur möglich, wenn man sie in einer Tablet-artigen Festhaltegeste nach unten zieht. Das wiederum nervt.
Schließlich vermisse ich (als einzige Funktion aus der Gegend) links unten eine Funktion Herunterfahren oder Standby. Der Weg über die Charms Bar, Einstellungen und Ein/Aus ist mir (derzeit) zu weit bzw. zu ungewohnt. Mein Vorschlag: Microsoft sollte die entsprechende Ein/Aus-Funktionalität einfach ins Kontext-Menü (also Rechtsklick) für die linke untere Ecke packen und die Sache wäre erledigt.
Dieser Blog-Beitrag repräsentiert ausschließlich die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig jene der WinFuture-Redaktion.
Alle Windows-8-News, zahlreiche Videos, Treiber-Downloads und mehr gibt es in unserem großen Windows-8-Special.
Links unten, in etwa dort, wo sich früher eine seltsame Beule befunden hat, befindet sich nun eine Funktion, mit der man zum Metro-Interface kommt. Das funktioniert wahlweise vom Desktop, aber auch von Metro-Apps. Wer den Metro-Schirm nutzt, der wird diese Geste sicherlich sehr praktisch finden.
Allerdings muss ich gestehen, dass es mich noch gar nicht so richtig auf den Metro-Schirm gezogen hat. Im Gegenteil: Ich habe immer mehr den Eindruck, dass man Metro auch praktisch komplett ignorieren kann, schließlich verbringe ich im Moment mehr als 90 Prozent der Zeit auf dem Desktop.
Links oben (und dann nach unten) wird sich für viele etwas ungewohnt anfühlen, aber mir fällt die Geste durchaus leicht, weil man die Maus leicht mit den Fingern nach hinten bewegen kann und sie dann wieder zu sich zieht, in etwa wie bei einer Feder. Dort geht jedenfalls ein Menü auf, das Programm-Fenster der Metro-Apps zeigt.
Auch hier muss ich zugeben, dass ich noch nicht Heavy User dieser Funktion bin, was vor allem an der Tatsache liegt, dass ich mit den Metro-Apps am PC noch nicht richtig warm werde. Auf dem Tablet sieht die Sache naturgemäß anders aus, aber auf einem halbwegs großen Bildschirm (etwa 22 Zoll aufwärts) erschlagen die Apps einen optisch. Wenn einem die News-App beispielsweise auf der Startseite ein riesiges Bild serviert, das etwa zwei Drittel des Displays einnimmt, dann ist das auf einem Tablet zwar schick, aber auf dem PC zu viel des Guten.
Vielleicht kommen aber in Zukunft auch noch Metro-Apps heraus, die für PC-Darstellung optimiert sind, im Moment finde ich deren Optik aber nicht gut gelöst, auf dem PC wohlgemerkt. Da kann man den Vorwurf der Tablet-Fokussierung sicherlich nicht abstreiten.
Zurück zur Bedienung: Unten rechts ist auf dem Desktop beim Klicken alles wie früher (Windows 7), alle Fenster werden minimiert. Und das ist gut so. Bei Metro findet sich dort ein Minus, das in die Übersichtsdarstellung geht bzw. rauszoomt. Auch das ist vor allem für jene wichtig, die viele Elemente auf dem Metro-Schirm platziert haben. Ich gehöre aber eben noch nicht dazu.
Wer mit der Maus in die rechte obere oder untere Ecke fährt und den Zeiger dann seitlich nach unten bzw. oben bewegt, bekommt die Charms Bar. Dort finden sich fünf (bzw. eher vier) wichtige Windows-Funktionen: Suchen, Teilen, Geräte, Einstellungen und ein als Start bezeichnetes Symbol, das zum Metro-Desktop führt - auch letzteres ist eher eine für den PC verzichtbare Tablet-zentrierte Funktion.
Was mir aber wirklich abgeht, ist eine Beenden-Funktion rechts oben, also das gute alte X: Auch wenn es theoretisch nicht nötig ist, die Apps zu schließen (die gehen in Inaktivität und werden im Bedarfsfall vom System automatisch beendet), so führt mich der Instinkt doch immer wieder mit der Maus dorthin. Das Beenden der Apps ist ansonsten nur möglich, wenn man sie in einer Tablet-artigen Festhaltegeste nach unten zieht. Das wiederum nervt.
Schließlich vermisse ich (als einzige Funktion aus der Gegend) links unten eine Funktion Herunterfahren oder Standby. Der Weg über die Charms Bar, Einstellungen und Ein/Aus ist mir (derzeit) zu weit bzw. zu ungewohnt. Mein Vorschlag: Microsoft sollte die entsprechende Ein/Aus-Funktionalität einfach ins Kontext-Menü (also Rechtsklick) für die linke untere Ecke packen und die Sache wäre erledigt.
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