Berlin startet Katastrophen-Warnungen per SMS
In Berlin soll in der kommenden Woche das Warnsystem "Katwarn" in Betrieb genommen werden. Dieses soll die Bürger der Hauptstadt zukünftig in Katastrophenfällen per SMS auf dem neuesten Stand halten. Das berichtete die 'Berliner Morgenpost' heute.
Das System ist inzwischen auch in einigen anderen deutschen Großstädten wie Hamburg oder Frankfurt am Main im Einsatz. Mit der Umstellung reagieren die zuständigen Behörden insbesondere auf die abnehmende Nutzung vom Radio, über das bisher Warnungen vor großen Bränden, gefundenen Blindgängern im Wohngebiet oder auch größeren Katastrophen gewarnt wurde.
Um das System nutzen zu können, genügt es, sich mit der Handynummer und der Postleitzahl zu registrieren. Die Angabe der Postleitzahl ermöglicht es beispielsweise der Feuerwehr gezielt Hinweise zu verschicken, wenn es besser ist, in einem Stadtteil die Fenster wegen eines Großbrandes mit hoher Rauchentwicklung geschlossen zu halten.
Bei Polizei und Feuerwehr sieht man bei Katwarn deutliche Vorteile gegenüber einigen anderen Methoden, mit denen zu früheren Zeiten die Bevölkerung vor Gefahren gewarnt wurde. Wenn beispielsweise die Sirene ging, wusste die Bevölkerung noch längst nicht, wie sie sich zu verhalten hat. Und auch Lautsprecherdurchsagen von Polizei-Streifenwagen erreichen die Anwohner längst nicht mit Sicherheit.
Per SMS können hingegen direkt Verhaltenshinweise zugestellt werden. "Bei einem Großschadensfall haben wir damit die Möglichkeit, mehr Informationen gezielt an die Leute zu bringen, das kann auch zur Deeskalation beitragen", erklärte Jens-Peter Wilke von der Berliner Feuerwehr der Zeitung.
Die Berliner Senatsverwaltung für Inneres sieht einen weiteren Vorteil in den Kosten des Angebots. Die Sirenen auf den Dächern waren noch relativ teuer, weil regelmäßige Wartung und die Miete gegenüber den Hauseigentümern finanziert werden mussten. Deshalb wurden die meisten inzwischen auch abgebaut. Katwarn kostet die Stadt hingegen nur einen kleinen fünfstelligen Betrag, der hauptsächlich für die Schulungen der Mitarbeiter der Feuerwehr benötigt wird. Den Betrieb der benötigten IT-Systeme hingegen übernehmen die öffentlichen Versicherer.
Allerdings bringt das neue System auch Nachteile mit sich. Wenn im Fall eines größeren Vorfalls beispielsweise das Mobilfunknetz überlastet ist, weil viele Bürger plötzlich kommunizieren wollen, gibt es keine Sicherheit hinsichtlich der SMS-Zustellung. Außerdem muss sich zeigen, wie viele Menschen sich überhaupt registrieren und ob dann eine breitere Abdeckung verzeichnet werden kann. Am 17. Juni soll aber zumindest der Startschuss für das Projekt fallen.
Um das System nutzen zu können, genügt es, sich mit der Handynummer und der Postleitzahl zu registrieren. Die Angabe der Postleitzahl ermöglicht es beispielsweise der Feuerwehr gezielt Hinweise zu verschicken, wenn es besser ist, in einem Stadtteil die Fenster wegen eines Großbrandes mit hoher Rauchentwicklung geschlossen zu halten.
Bei Polizei und Feuerwehr sieht man bei Katwarn deutliche Vorteile gegenüber einigen anderen Methoden, mit denen zu früheren Zeiten die Bevölkerung vor Gefahren gewarnt wurde. Wenn beispielsweise die Sirene ging, wusste die Bevölkerung noch längst nicht, wie sie sich zu verhalten hat. Und auch Lautsprecherdurchsagen von Polizei-Streifenwagen erreichen die Anwohner längst nicht mit Sicherheit.
Per SMS können hingegen direkt Verhaltenshinweise zugestellt werden. "Bei einem Großschadensfall haben wir damit die Möglichkeit, mehr Informationen gezielt an die Leute zu bringen, das kann auch zur Deeskalation beitragen", erklärte Jens-Peter Wilke von der Berliner Feuerwehr der Zeitung.
Die Berliner Senatsverwaltung für Inneres sieht einen weiteren Vorteil in den Kosten des Angebots. Die Sirenen auf den Dächern waren noch relativ teuer, weil regelmäßige Wartung und die Miete gegenüber den Hauseigentümern finanziert werden mussten. Deshalb wurden die meisten inzwischen auch abgebaut. Katwarn kostet die Stadt hingegen nur einen kleinen fünfstelligen Betrag, der hauptsächlich für die Schulungen der Mitarbeiter der Feuerwehr benötigt wird. Den Betrieb der benötigten IT-Systeme hingegen übernehmen die öffentlichen Versicherer.
Allerdings bringt das neue System auch Nachteile mit sich. Wenn im Fall eines größeren Vorfalls beispielsweise das Mobilfunknetz überlastet ist, weil viele Bürger plötzlich kommunizieren wollen, gibt es keine Sicherheit hinsichtlich der SMS-Zustellung. Außerdem muss sich zeigen, wie viele Menschen sich überhaupt registrieren und ob dann eine breitere Abdeckung verzeichnet werden kann. Am 17. Juni soll aber zumindest der Startschuss für das Projekt fallen.
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