Russland: Mobilfunker belohnt größte Datensauger

Der russische Mobilfunkanbieter MegaFon hat jüngst mit einer äußerst ungewöhnlichen Promotionaktion Werbung für die Leistungsfähigkeit seines Datennetzes gemacht. Wer das höchstmögliche Datenvolumen verursachte, bekam eine Belohnung. Wer zwischen Anfang November und Ende Januar ein UMTS-Modem von MegaFon kaufte, konnte damit an dem Wettbewerb teilnehmen und versuchen, so viele Daten wie möglich herunterzuladen. Der Gewinner schaffte es, innerhalb einer Woche ganze 419 Gigabyte Traffic zu verursachen, berichtet 'Cnews'.

Der Sieger des Wettbewerbs erhielt einen Reisegutschein im Wert von 150.000 Rubel, was umgerechnet rund 4000 Euro entspricht. MegaFon ließ dazu verlauten, dass die Plätze zwei und drei an Kunden aus ländlichen Regionen gingen. Damit sei belegt, dass das Unternehmen auch auf dem Lande hohe Geschwindigkeiten bieten könne.

MegaFon bietet nach eigenen Angaben 3G-Geschwindigkeiten von bis zu 21 Megabit pro Sekunde. Derzeit kann das Unternehmen seine mobilen Breitbanddienste in rund 80 Prozent der nordwestlichen Region Russlands bereitstellen.

Wie auch bei den deutschen Netzbetreibern üblich, bietet MegaFon normalerweise zwar eine Daten-Flatrate, drosselt die Verbindungsgeschwindigkeit in seinem teuersten Tarif, der umgerechnet rund 20 Euro im Monat kostet, ab einem Volumen von acht Gigabyte auf ISDN-Niveau. Anders als in Deutschland, wo die Mobilfunkanbieter lediglich Höchstgeschwindigkeiten von 7,2 MBit/s anbieten, surfen die Kunden des russischen Netzbetreibers dabei aber eben mit bis zu 21 MBit/s.
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