Auch US-Justiz ermittelt gegen Verlage und Apple
Das Justice Department, also das US-Justizministerium, hat bestätigt, dass man wie die Kollegen von der EU-Kommission dem Kartellverdacht gegen Buchverlage und Apple nachgeht. Dabei geht es um mögliche Preisabsprachen bei E-Books.
Vermutungen, dass die US-Justiz dem Vorwurf von Preisabsprachen bei E-Books nachgeht, gibt es bereits seit rund einem Jahr, nun berichtet das 'Wall Street Journal', dass dies tatsächlich der Fall sei. Die Zeitung schreibt, dass Sharis Pozen, amtierender Chef der Antikartell-Abteilung des Justizministeriums, bei einer Kongress-Anhörung gesagt habe, dass man "zusammen mit der EU-Kommission und den Generalstaatsanwälten der US-Bundesstaaten die E-Book-Industrie" untersuche.
Genauer gesagt geht es um den Vorwurf der Preisabsprachen im Zusammenhang mit dem so genannten "Agency Model". Bei diesem Geschäftsmodell setzen die Buchverlage einen finalen Preis fest, von diesem bekommt Apple als Händler dann einen bestimmten Anteil.
Dieses Großhandelsmodell unterscheidet sich von jenem, das beispielsweise Amazon einsetzt: Hierbei kauft Amazon den Verlagen eine bestimmte Anzahl an Büchern ab und kann in Folge den endgültigen Verkaufspreis nach eigenem Ermessen festsetzen.
Apple habe mit der Entscheidung für das "Agency Model" den Verlagen die Möglichkeit gegeben, enormen Druck auf Amazon ausüben zu können, schreibt das 'Wall Street Journal'. Das habe "letztendlich zu einem Industrie-weiten Preisanstieg geführt". Die Verlage dementieren jegliche Preisabsprachen und verteidigen ihr Geschäftsmodell, die konzentrierten Ermittlungen auf beiden Seiten des Atlantiks lassen aber den Schluss zu, dass diese Methoden vermutlich dennoch nicht ganz sauber sein dürften.
Auch die EU-Kommission ist diesbezüglich schon tätig geworden, die Kartellwächter der Europäischen Union haben unter anderem den deutschen Verlag Georg von Holtzbrinck ins Visier genommen, insgesamt untersucht man fünf Verlage, drei davon aus Europa, zwei aus den USA.
Genauer gesagt geht es um den Vorwurf der Preisabsprachen im Zusammenhang mit dem so genannten "Agency Model". Bei diesem Geschäftsmodell setzen die Buchverlage einen finalen Preis fest, von diesem bekommt Apple als Händler dann einen bestimmten Anteil.
Dieses Großhandelsmodell unterscheidet sich von jenem, das beispielsweise Amazon einsetzt: Hierbei kauft Amazon den Verlagen eine bestimmte Anzahl an Büchern ab und kann in Folge den endgültigen Verkaufspreis nach eigenem Ermessen festsetzen.
Apple habe mit der Entscheidung für das "Agency Model" den Verlagen die Möglichkeit gegeben, enormen Druck auf Amazon ausüben zu können, schreibt das 'Wall Street Journal'. Das habe "letztendlich zu einem Industrie-weiten Preisanstieg geführt". Die Verlage dementieren jegliche Preisabsprachen und verteidigen ihr Geschäftsmodell, die konzentrierten Ermittlungen auf beiden Seiten des Atlantiks lassen aber den Schluss zu, dass diese Methoden vermutlich dennoch nicht ganz sauber sein dürften.
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