Anonymous zwingt HBGary-Chef zum Rücktritt
Kürzlich hatte das Unternehmen vermeldet, die Strukturen hinter dem Netzwerk weitgehend aufgedeckt zu haben. Daraufhin sah sich die Firma Attacken durch Anonymous ausgesetzt. Anders als sonst, legten die Aktivisten aber nicht nur die Webseite von HBGary mit DoS-Angriffen lahm.
Sie drangen statt dessen tief in die Systeme der Security-Firma ein und löschten sowohl den Web-Auftritt als auch die zugehörigen Backups. Außerdem kopierten sie tausende E-Mails und veröffentlichten diese im Internet.
Für HBGary entstand so nicht nur ein konkreter Schaden. Dass sich ausgerechnet das Netzwerk eines Security-Dienstleisters so leicht binnen Stunden komplett kapern ließ, brachte auch einen massiven Image-Schaden mit sich. Barr hofft nun, diesen durch seinen Rücktritt zu begrenzen.
"Angesichts dessen, dass ich im Fokus der negativen Berichterstattung stehe, hoffe ich, HBGary mit meinem Rückzug aus der Schusslinie zu nehmen", erklärte er gegenüber dem Magazin 'Threatpost'. Er sei zuversichtlich, dass die Firma den Sturm überstehen werde, und wieder nach vorn gehen kann, wenn die Wogen sich geglättet haben.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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