Google Street View: Kritik am Start in Deutschland
Gegenüber den 'Ruhr Nachrichten' verlangte er, dass Google ganz genau erklären muss, nach welchen Kriterien die Widersprüche gegen die Veröffentlichung von Bildern bearbeitet werden. "Wir warten auf eine detaillierte Verfahrensbeschreibung für die Widersprüche. Diese liegt uns bis heute nicht vor", sagte Schaar. "Aus meiner Sicht müssen Widersprüche auch noch nach der Freischaltung von Street View möglich sein, nicht nur in den nächsten vier Wochen."
Schaar forderte weiterhin, dass Google aktiv auf die Widerspruchsmöglichkeit aufmerksam machen soll. Offenbar hat er nicht mitbekommen, dass Google bereits angekündigt hat, großflächige Anzeigen in Tageszeitungen schalten zu wollen. Zudem müsse Google eine Telefon-Hotline einrichten, so dass auch Personen widersprechen können, die keinen Zugang zum Internet haben.
Nicht nur Peter Schaar mahnt zur Vorsicht, der Bundesinnenminister Thomas de Maizière schließt sich ihm an. "Wir müssen sehr sorgfältig darauf achten, wann Quantität in Qualität umschlägt und aus etwas Normalem, der Blick auf eine Häuserfassade mit Klingelschildern und Briefkästen, ein weltweit möglicher Eingriff in die Persönlichkeitsrechte des Einzelnen werden kann", sagte er gegenüber der 'Thüringer Allgemeinen Zeitung'. Aus diesem Grund begrüße er das von Google ermöglichte Widerspruchsrecht.
Die Internetgemeinde macht sich unterdessen Gedanken darüber, wie Google wohl mit Mehrfamilienhäusern umgeht, in denen eine Partei ihr Haus aus Street View entfernt haben möchte, eine andere aber nicht. Der bekannte Blogger Sascha Lobo hat schon einen Musterbrief aufgesetzt - einen Widerspruch gegen den Widerspruch.
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Michael Diestelberg
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