Microsoft: Gesten-Steuerung fürs Handy per Infrarot

Systemprogramme Forscher des Software-Konzerns Microsoft haben mit SideSight eine neue Eingabemöglichkeit für mobile Geräte vorgestellt, die zu klein für einen Touchscreen sind. Die Technologie basiert auf einer Phalanx von Infrarot-Sensoren, die in das Gehäuse eines Systems eingelassen sind. Diese erfassen einen Finger und ermöglichen die Steuerung durch Gesten, die in bis zu zehn Zentimetern Entfernung in der Luft durchgeführt werden.


Einen Prototypen der SideSight-Steuerung präsentierten die Entwickler an einem HTC Touch. An dessen Seiten waren mehrere Sensoren mit jeweils einem Zentimeter Abstand angebracht. Durch Fingerbewegungen ließ sich ein Cursor steuern, eine schnelle Bewegung hin zum Gerät wurde als Klicken interpretiert.

"Bei vielen Geräten wie Armbanduhren oder MP3-Playern ist der Einsatz eines Touchscreens unpraktisch, weil nicht genug Fläche zur Verfügung steht. Das Problem wird sich mit dem Trend zu immer kleineren Produkten weiter verschärfen", so die Forscher. Mit SideSight soll eine Alternative bereitgestellt werden.

Die Technologie befindet sich derzeit allerdings noch in einem frühen Entwicklungsstadium. Vor allem am Stromverbrauch und der Genauigkeit der Sensoren muss noch gearbeitet werden. Die Entwickler setzen dabei darauf, dass demnächst Sensoren aus organischen Polymeren zur Verfügung stehen. Diese ließen sich deutlich einfacher und billiger einfach auf das Gehäuse drucken.
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