Neue Technik soll Absturz durch CPU-Bug vermeiden

Prozessoren Forscher der University of Michigan haben eine neue Technologie entwickelt, die Fehler in Prozessoren erkennen soll. Der Chip soll so im Betrieb sicherer laufen und auch bei unvorhergesehenen Vorkommnissen keinen Absturz verursachen. Das Ergebnis ihrer Arbeit nennen die Wissenschaftler "Semantic Guardian". Dabei handelt es sich um eine Monitoring-Einheit, die an die CPU-Architektur angekoppelt wird. Diese soll erkennen, wenn der Prozessor Aufgaben erhält, die von den Entwicklern bei der Konstruktion nicht bedacht wurden.

Zwar werden alle CPUs, die vom Band laufen, ausgiebig getestet. Es können aber in der Praxis immer wieder Situationen auftreten, bei der Berechnungen im Chip zu Fehlschaltungen führen. Semantic Guardian soll diese erkennen und den Prozessor in einen langsameren sicheren Modus schalten.

Während dieser Phase werden alle zusätzlichen Bestandteile des Prozessors, die Probleme verursachen könnten, abgeschaltet. Dazu gehören beispielsweise integrierte Beschleuniger für bestimmte Berechnungen. Nachdem die Problemrechnung abgearbeitet ist, schaltet die Technologie sie wieder hinzu.

Der Computer wird dadurch für den Bruchteil einer Sekunde langsamer, so die Forscher. Das fällt im normalen Betrieb faktisch nicht auf, soll aber dafür sorgen, dass Abstürze deutlich seltener werden.

Die Technologie wurde bisher ausschließlich mit Software-basierten Simulationen eines Prozessors getestet. In einem nächsten Schritt, will man Semantic Guardian in einen frei programmierbaren Chip implementieren und ersten Prüfungen unter realen Bedingungen unterziehen.
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