Telefone des US-Heimatschutzministeriums gehackt

Hacker Ein Hacker hat am vergangenen Wochenende den Zugang zum Telefonsystem einer Abteilung des US-Heimatschutzministeriums geknackt. Er telefonierte darüber für 12.000 Dollar in den Mittleren Osten und andere Regionen Asiens. Über 400 Anrufe wurden am Samstag und Sonntag über das Voicemail-System der Federal Emergency Management Agency (FEMA) getätigt, teilte die Behörde mit, die für die Koordinierung von Hilfsmaßnahmen bei Naturkatastrophen oder von Menschen ausgehenden größeren Zerstörungen zuständig ist.

Der Angriff erfolgte auf ein PBX-Telefonsystem, wie es in dieser Form in vielen größeren Unternehmen zu finden ist. Das Heimatschutzministerium hatte bereits im Jahr 2003 vor der potenziellen Unsicherheit von Netzen dieser Art gewarnt. Statt einer moderneren VoIP-Infrastruktur setzte man dieses bei der FEMA aber weiterhin ein.

Der Angreifer führte zahlreiche Telefongespräche in Länder wie Afghanistan, Saudi Arabien, Indien und den Jemen. Diese dauerten jeweils vier bis zehn Minuten. Entdeckt wurde der Vorfall durch Service-Kräfte des Telekommunikationsunternehmens Sprint, dass die FEMA mit einer Anbindung an das Festnetz versorgt.

Wegen der ungewöhnlichen Häufung von Auslandsgesprächen kappten diese schließlich vorsichtshalber die Verbindung und informierten die zuständigen FEMA-Mitarbeiter. Diese wollen nun Ermittlungen aufnehmen und den Angreifer ausfindig machen.

Der Hacker konnte sich offenbar Zugang verschaffen, nachdem ein Upgrade der Firmware des Telefonsystems eine Sicherheitslücke geschaffen hatte. Details wurden nicht bekannt gegeben. Der Fehler soll inzwischen aber behoben sein.
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